
Die Innere Medizin ist eines der zentralen Fachgebiete der Medizin und befasst sich mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der inneren Organe. Sie umfasst zahlreiche Spezialgebiete wie Kardiologie, Gastroenterologie und Pneumologie. Als breit gefächertes Fach spielt sie eine Schlüsselrolle in der medizinischen Versorgung. Medizinstudierende lernen in diesem Hauptfach des klinischen Studienabschnitts die verschiedenen Teilgebiete, allgemeine Methoden und fächerübergreifend relevante Krankheiten kennen.
Inhaltsverzeichnis
Innere Medizin – Was ist das?
Das Fach Innere Medizin gehört zu den ganz großen Fächern in der Klinik des Medizinstudiums. Es umfasst je nach Uni und Curriculum alle Bereiche des gleichnamigen Fachbereichs. Medizinstudierende lernen, wie sie Krankheiten richtig diagnostizieren und behandeln können. Dabei gibt es große Überschneidungspunkte zur Chirurgie, Pharmakologie und Mikrobiologie. Die Kurse finden neben dem Vorlesungssaal auch viel auf Station statt, wo man mit Patienten zusammen ihre Krankheitsgeschichte erarbeitet und internistische Untersuchungen übt.
Hauptfach Innere Medizin – Die wichtigsten Inhalte
Hauptbestandteil des Klinikfachs Innere Medizin sind die verschiedenen Erkrankungen, wobei ihre Pathophysiologie, Symptomatik, Diagnostik und Behandlung im Vordergrund stehen. Krankheiten, die im Stoff inbegriffen sind, stammen beispielsweise aus diesen Fachbereichen:
- Angiologie
- Endokrinologie
- Gastroenterologie
- (Hämato-)Onkologie
- Infektiologie
- Kardiologie
- Nephrologie
- Orthopädie
- Pneumologie
- Rheumatologie
Andere Bereiche der Inneren haben eigene Klinikfächer, wie die Neurologie oder HNO. Auch diese können sich aber stark mit den Inhalten des Klinik Fachs Innere Medizin überschneiden.
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Lernaufwand und Umfang
Die Innere ist eines der größten Fächer in der Klinik und dementsprechend ausführlich. Sich schnell zwei Tage vor der Klausur mit “Bulimielernen” alles merken zu können, ist schwierig bis unmöglich. Dennoch ist es (obwohl es am Anfang nicht so wirkt) möglich, den ganzen Stoff zu begreifen und sich bis zur Abschlussprüfung (in Form von Klausur oder praktischer Prüfung) die vielen Inhalte zu merken. Anders als bei einigen anderen Fächern, solltest Du hier aber wirklich von Anfang an lernen.
Auch im zweiten Staatsexamen in Medizin wirst Du viel für die Innere Medizin tun müssen. Das M2 besteht zu etwa 20 Prozent aus Fragen zu Innere Medizin. Das sind durchschnittlich 64 Fragen. Nachhaltiges Lernen lohnt sich hier also in doppelter Hinsicht.
Das sagen unsere Medizinstudierenden
Nicolas: "Das Fach hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Wir hatten zu jedem Fach der Inneren (also Kardiologie, Pulmologie, Hämatoonkologie, Gastroenterologie und Nephrologie) mehrere Seminare, die interaktiv waren und in denen echte Patientenfälle besprochen wurden. Außerdem hatten wir einen Untersuchungskurs, bei dem wir bei einem Patienten zuerst eine Anamnese erheben und ihn anschließend untersuchen mussten. Danach haben wir mit dem betreuenden Arzt Verbesserungsvorschläge und unsere Verdachtsdiagnosen besprochen. Dieses Vorgehen fand ich sehr gut und bringt mir persönlich viel mehr, als wenn ich einfach die Theorie in irgendeinem Buch oder zum Beispiel auf Amboss durchlese."
Relevanz des Themengebietes für die ärztliche Tätigkeit?
Auch wenn es die Chirurgen manchmal vielleicht nicht ganz wahrhaben wollen: Die Innere Medizin dominiert so ziemlich jede Fachrichtung. Wie setzen sich Blutwerte und klinische Krankheitsbilder zusammen? Wie verwendet man ein Stethoskop oder wertet ein EKG aus? Welche Differentialdiagnosen kommen bei bestimmten Erkrankungen in Betracht? All diese und noch viele Fragen mehr bilden sich in der Inneren ab. Selbst wenn Du jetzt schon weißt, dass Du keine speziell internistische Fachrichtung anstreben möchtest, solltest Du also versuchen, aus diesem Fach möglichst viel mitzunehmen.
Wenn Du merkst, dass Du Spaß an der Inneren Medizin hast und in Deiner beruflichen Laufbahn mehr davon mitbekommen möchtest, ist vielleicht eine dieser Facharztausbildungen genau das richtige für Dich:
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Angiologie
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Gastroenterologie
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Infektiologie
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Kardiologie
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Nephrologie
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Pneumologie
- Weiterbildung Facharzt Innere Medizin und Rheumatologie
Lerntipps für Innere Medizin
Und wie merke ich mir den ganzen Stoff? Dass man am Anfang des Semesters, in dem Inneren gelehrt wird, schonmal verzweifelt, ist ganz normal. Trotzdem solltest Du nicht aufgeben und versuchen, Dir die Dinge vor- und nachbereitend auf die Vorlesungen und Seminare anzuschauen. Dabei gibt es sehr viele weit verbreite Merksätze und Eselbrücken in der Medizin, die Du verwenden kannst, um Dir den Stoff besser zu merken. In einem großen Fach wie Innerer Medizin kann es darüber hinaus sinnvoll sein, speziell entsprechend des voraussichtlichen Prüfungsformats zu lernen: Mündliche oder praktische Prüfungen sind häufig etwas oberflächlicher und fragen weniger Detailwissen ab, während schriftliche Prüfungen (wie die klassischen MC-Fragen) weiter in die Tiefe gehen. Dafür kann es für letztere schon ausreichen, Medikamente und pathophysiologische Begriffe nur zu erkennen, ohne sie wirklich schreiben zu können.
Details oder das große Ganze?
Darüber hinaus machen natürlich die Lerntipps Sinn, die man in allen Fächern geben kann: Gibt es an Deiner Uni Zusammenfassungen oder Karteikarten extra für Innere nach den Vorstellungen des Profs? Sammelt Ihr Altfragen oder werden die Klausuren sogar zur Verfügung gestellt? Dann nutze diese Wissensquellen. Ansonsten kann es gerade in der Inneren (da hier die Art der Fragen häufig recht ähnlich sind) auch sehr sinnvoll sein, die zugehörigen ImpP-Fragen zu kreuzen.




