Zusatz Weiterbildung Plastische Und Ästhetische Operationen

Weiterbildung Plastische und Ästhetische Operationen: Vorraussetzungen, Inhalte und Dauer der Zusatzausbildung

Für alle, die in die Plastische und Ästhetische Chirurgie möchten, gibt es entweder den Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie oder die Möglichkeit, sich nach Abschluss einer anderen Facharztausbildung, für 24 Monate weiterbilden zu lassen. Die Weiterbildung Plastische und Ästhetische Operationen richtet sich an Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.

Während sich der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit Operationen am gesamten Körper befasst, sind die Ärzte mit Weiterbildung in Plastischen und Ästhetischen Operationen hauptsächlich mit dem Kopf beschäftigt. Wer das gesamte Spektrum der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie erleben möchte erfährt hier, wie sich die entsprechende Facharztausbildung zusammensetzt.

Die Hauptaufgabe der Plastischen Chirurgie ist die Wiederherstellung von Anatomischen Strukturen nach Verletzungen, Operationen oder von angeborenen Defekten. Im Teilgebiet der Ästhetischen Chirurgie werden Eingriffe durchgeführt, die dem Patientenwunsch entsprechen und medizinisch meist nicht notwendig sind.

Wichtig ist, dass sich Ärzte mit der 24-monatigen Weiterausbildung Plastische und Ästhetische Operationen nicht als Plastischer und Ästhetischer Chirurg bezeichnen dürfen.

Inhalt

Weiterbildung Plastische und Ästhetische Operationen

Um sich für die Weiterbildung Plastische und Ästhetische Chirurgie zu qualifizieren wird eine abgeschlossene Facharztausbildung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie benötigt.

Dauer der Weiterbildung Plastische und Ästhetische Operationen

Im Anschluss kann die 24-monatige Weiterbildung Plastische und Ästhetische Operationen bei einem Weiterbildungsbefugten absolviert werden.

Weiterbildungsinhalte Plastische und Ästhetische Operationen

Die Weiterbildung Plastische und Ästhetische Operationen beinhaltet einen theoretischen und einen praktischen Anteil. In der Theorie werden die Proportionen des Gesichtes und des Halses gelehrt. Auch die Differentialindikation und Differentialdiagnostik der plastisch-rekonstruktiven Verfahren sind Teil des Curriculums.

Folgende Techniken und Verfahren werden für Plastische und Ästhetische Operationen verwendet:

  • mikrochirurgische Techniken und Endoskopisch plastisch-chirurgische verfahren
  • Laser-chirurgische Verfahren
  • Gewebedehnungsverfahren, Expander und Osteodistraktion
  • Epithetische Verfahren (vergleichbar mit einer Prothese, jedoch nur mit ästhetischem Aspekt)
  • Photodynamische Verfahren (die Behandlung von Tumoren und Gewebeveränderungen mit Licht)
  • Navigationsverfahren (bildgebungsgestützte Operationen)
  • Anwendung von Neuromodulatoren (zur Beeinflussung des Nervensystems)

Während der Weiterbildungszeit müssen insgesamt 200 operative Eingriffe durchgeführt werden. Darunter 100 aus den folgenden Bereichen:

  • lokale Lappenplastiken
  • rekonstruktive Eingriffe
  • Transplantatentnahme, -einsatz und Versorgung der Spenderregion
  • Epithesen
  • wiederherstellende Operationen nach Infektionen und umfangreichen Verletzungen
  • mikrovaskuläre Anastomosen und Nervenrekonstruktionen
  • Korrektur von Hautveränderungen und Hautüberschüssen
  • ästhetische Narbenkorrekturen

50 Operationen aus diesen Bereichen:

  • Fehlbildungen im Bereich der äußeren Nase, Ohrmuschel und anderer Bereiche
  • Verletzungen und Entzündungen der Nase, des Ohres und anderer Bereiche
  • Rekonstruktion der Nasennebenhöhlen und anderer Bereiche
  • Operative Eingriffe bei obstruktiver Schlafapnoe

Weiter 50 Operation aus folgender Gruppe:

  • dentoalveoläre Operationen
  • Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, kraniofaziale Anomalien oder ähnliche
  • funktionelle und rekonstruktive Kiefergelenk-Operationen
  • präprothetische Chirurgie
  • Umstellungsosteotomien zur Behandlung von Schlafapnoe
  • ästhetische Gesichtschirurgie

Weiterbildungsstellen und Stellenangebote

Die Zusatzweiterbildung Plastische und Ästhetische Operationen unterscheidet sich von der Facharztweiterbildung für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Sie richtet sich an Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, die gerne mehr Zeit im OP verbringen möchten.

Die Weiterbildung erfolgt an Klinken, die sich auf operative Eingriffe zur Wiederherstellung und Verbesserung der Form, Struktur und Ästhetik des Kopf-Hals-Bereiches spezialisieren. Bislang ist es nicht ganz einfach, solche Kliniken zu finden und es handelt sich meist um große Häuser.

Passende Jobs für Plastische und Ästhetische Operationen

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