Die Facharztausbildung / Facharztweiterbildung

Nach dem Medizinstudium und dem dritten Staatsexamen kann man in Deutschland die Approbation beantragen. Mit der Approbation erhält man die vollständige Berechtigung zur Ausübung des Arztberufes. Nach der Approbation erfolgt der Berufseinstieg als Assistenzarzt und mit dem Antritt der ersten Stelle beginnt für junge Ärztinnen und Ärzte die Facharztausbildung.

Was ist ein Facharzt?

Mit abgeschlossenem Medizinstudium und gültiger Approbation können sich die Jungmediziner auf eine Stelle als Weiterbildungsassistent/-in an einem für das Fachgebiet weiterbildungsbefugten Haus bewerben. Der Assistenzarzt legt sich auf eine medizinische Fachrichtung fest und erlernt dieses Fach während seiner ersten Berufsjahre. Ausbildung Zum Facharzt In Einem FachbereichZu den medizinischen Fachbereichen zählen beispielsweise die Allgemeinmedizin, die Chirurgie oder die innere Medizin.

Nach erfolgreichem Abschluss der Facharztweiterbildung wird der Facharzttitel erworben. Der Facharzt ist also ein Arzt mit einer abgeschlossenen, mehrjährigen Weiterbildung in genau einem medizinischen Fachbereich.

Arzt Ausbildung: Warum Facharzt?

Ein Facharzttitel wird benötigt, um bestimmte Tätigkeiten durchführen zu können. Seit den neunziger Jahren ist der Facharzttitel Voraussetzung für eine Zulassung als Vertragsarzt bei den gesetzlichen Krankenkassen. Daneben ist eine Ausbildung als Facharzt nötig, wenn eine spätere Tätigkeit als Oberarzt oder sogar als Chefarzt angestrebt wird.

Dauer der Facharztausbildung

Voraussetzung für den Titel des Facharztes ist in Deutschland eine mehrjährige Ausbildung. Diese dauert in der Regel 5 bis 6 Jahre. Die Ausbildungsdauer ist dabei abhängig vom gewählten Fachbereich.

Facharztausbildung DauerWird die wöchentliche Arbeitszeit auf ein Teilzeitmodell reduziert, verlängert sich die Ausbildungszeit entsprechend. Die Spezialisierung auf eine bestimmte Fachrichtung erfolgt im Rahmen der ärztlichen Weiterbildungszeit meistens direkt nach dem Studium.

Nimmt man beispielsweise die Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie, so durchläuft man während der Dauer der Facharztausbildung verschiedene Stationen. Die 5 Jahre Facharztausbildung setzen sich hier wie folgt zusammen:

  • 24 Monate in der stationären neurologischen Patientenverfügung
  • 12 Monate in Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie und/ oder Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung neurologischer Patienten.

Zusätzlich können bis zu 12 Monate in einem weiteren Fach und bis zu 24 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden.

Die Ausbildung zum Facharzt

In der Weiterbildungszeit wird der Arzt als Assistenzarzt im jeweiligen Fachgebiet bezeichnet oder auch als Arzt in Weiterbildung. Die Facharztausbildung erfolgt unter der Verantwortung und Leitung der zuständigen Landesärztekammer an einem Universitätsklinikum oder einer Einrichtung der ärztlichen Versorgung mit entsprechender Weiterbildungsberechtigung. Zu den  Weiterbildungsstätten zählen Kliniken und Arztpraxen, die eine Weiterbildungsberechtigung haben.

FacharztausbildungIn der Regel findet in Deutschland die Facharztausbildung weitestgehend im Rahmen der klinischen ärztlichen Tätigkeit statt. Dabei ist die Facharztausbildung eine bezahlte Tätigkeit.

Eine Liste der jeweiligen Weiterbildungsstättern ist bei der jeweiligen Landesärztekammer einsehbar. Auf deren Homepage finden sich (meist unter dem Menüpunkt „Weiterbildung“) alle in diesem Bundesland zur Weiterbildung zugelassenen Einrichtungen.

Die Facharztausbildung erfolgt entsprechend dem Weiterbildungskatalog für das entsprechende Fach. Dieser Katalog wird von den Landesärztekammern festgelegt und orientiert sich stark an der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer. Die Weiterbildungsordnung wird momentan überarbeitet. Es ist also in den kommenden Monaten mit einer Neufassung zu rechnen.

Die Punkte, die im Weiterbildungskatalog festgelegt sind, müssen Ärztinnen und Ärzte auf dem Weg zum Facharzt erfüllen und sich dies stet schriftlich vom Vorgesetzten bescheinigen lassen.
Vorsicht bei Arbeitsplatz- oder Chefwechseln: Hier müssen junge Ärztinnen und Ärzte unbedingt auf die Ausstellung der Bescheinigungen bestehen. Fehlt die Dokumentation, kann sich im schlimmsten Fall die Weiterbildungszeit unnötig in die Länge ziehen, weil der Nachweis der Tätigkeiten wiederholt werden muss.

Auslandstätigkeit anerkennen lassen

Eine (Teil-)Ausbildung oder Approbation im Ausland muss von der zuständigen Landesgesundheitsbehörde anerkannt werden. Anrechnungsfähig sind Ausbildungsabschnitte, die über mindestens 6 Monate an einer im Ausland zur Weiterbildung befugten ärztlichen Einrichtung absolviert wurden. Ein Zeugnis sowie Angaben zur Größe des Krankenhauses, zur Leistung der betreffenden Abteilung sowie zu den erbrachten Leistungen sind unbedingt notwendig.
Das Zeugnis soll sich inhaltlich an den Weiterbildungsinhalten der Landesärztekammer orientieren.

Die Facharztprüfung und Niederlassung

Nach Abschluss der Ausbildung muss eine Facharztprüfung bei der Landesärztekammer durchgeführt werden. Wurde die Prüfung erfolgreich bestanden und der Facharzt-Titel erworben, kann eine Niederlassung erfolgen. Facharztausbildung Niederlassung Als ArztEine Niederlassung ist eine Übernahme oder eine Neugründung einer Arztpraxis. Wie zuvor beschrieben kann dabei nur ein Facharzt die Kassenpatienten versorgen. Der Facharzt muss zwingend eine Mitgliedschaft bei der Landesärztekammer des jeweiligen Bundeslandes haben, welche für die kassenärztliche Versorgung benötigt wird. Ohne Kassenzulassung bzw. ohne den Facharzt-Titel ist lediglich die Behandlung von Privatpatienten möglich.

Facharztweiterbildung pro Fachbereich

Detaillierte Informationen zu den Weiterbildungen pro Fachbereich sind in den folgenden Artikeln gelistet:

Weiterbildung Facharzt Allgemeinmedizin

Weiterbildung Facharzt Augenheilkunde

Weiterbildung Facharzt Anästhesiologie

Weiterbildung Facharzt Arbeitsmedizin

Weiterbildung Facharzt Chirurgie

Weiterbildung Facharzt Intensivmedizin

Weiterbildung Facharzt Neurologie

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