
Die Auswahl an Hochschulen in Deutschland ist sehr groß. Innerhalb Deutschlands kann man zwischen staatlichen Hochschulen und privaten Hochschulen wählen. Wo kann man in Deutschland eigentlich Humanmedizin studieren? Und wo studieren die meisten Studierenden Humanmedizin? Im folgenden Beitrag ein Überblick über die Studienorte für Humanmedizin in Deutschland und wissenswerte Fakten zum Nachlesen.
Inhaltsverzeichnis
- Faktencheck Medizinstudienplätze in Deutschland
- Staatliche Hochschulen in Deutschland
- Private Hochschulen in Deutschland
- Studienbeginn: Sommer- und/oder Wintersemester
- Modellstudiengang vs. Regelstudiengang
- Medizinstudium: Wo studieren die meisten Studierenden Humanmedizin?
- Medizinstudium: Angebot und Nachfrage
Das Wichtigste zu Medizin-Universitäten in Kürze
- Humanmedizin kann in Deutschland an 42 staatlichen und neun privaten Hochschulen studiert werden.
- Im zentralen Vergabeverfahren stehen zum Wintersemester 2026/27 insgesamt 10.683 Studienplätze zur Verfügung; zum Sommersemester 2026 waren es 1.799.
- Die meisten staatlichen Hochschulen starten ausschließlich zum Wintersemester. Bewerbungen erfolgen in der Regel über Hochschulstart.de.
- Neben dem klassischen Regelstudiengang gibt es Modellstudiengänge, die theoretische und klinische Inhalte frühzeitig miteinander verbinden.
- München gehört zu den größten Studienorten für Humanmedizin: Für das Wintersemester 2026/27 sind dort 859 Studienplätze ausgewiesen.
Faktencheck Medizinstudienplätze in Deutschland
Für das Wintersemester 2026/27 standen im zentralen Vergabeverfahren 10.683 Studienplätze für Humanmedizin zur Verfügung. Im Sommersemester 2026 waren es 1.799 Studienplätze.
Die Nachfrage übersteigt das Angebot weiterhin deutlich. Für das Wintersemester 2025/26 registrierte Hochschulstart 31.543 Bewerber für 10.281 Studienplätze. Das entsprach durchschnittlich rund 3,1 Bewerbern je Studienplatz.
Staatliche Universitäten in Deutschland
Innerhalb Deutschlands ist es aktuell möglich, an 42 staatlichen Hochschulen Humanmedizin zu studieren. Im Folgenden der Übersichthalber die staatlichen Hochschulen inklusive möglichem Studienbeginn aufgelistet:
| Hochschule / Studienort | Wintersemester | Sommersemester |
|---|---|---|
| RWTH Aachen | x | – |
| Universität Augsburg | x | – |
| Charité – Universitätsmedizin Berlin | x | x |
| Universität Bielefeld | x | – |
| Ruhr-Universität Bochum | x | – |
| Universität Bonn | x | – |
| Technische Universität Dresden | x | – |
| Technische Universität Dresden / Chemnitz | x | – |
| Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf | x | – |
| Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg / Bayreuth | x | x |
| Universität Duisburg-Essen | x | – |
| Goethe-Universität Frankfurt am Main | x | – |
| Universität Freiburg | x | – |
| Justus-Liebig-Universität Gießen | x | x |
| Georg-August-Universität Göttingen | x | x |
| Universität Greifswald | x | – |
| Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | x | – |
| Universität Hamburg | x | – |
| Medizinische Hochschule Hannover | x | – |
| Universität Heidelberg | x | – |
| Universität Heidelberg / Mannheim | x | – |
| Friedrich-Schiller-Universität Jena | x | – |
| Christian-Albrechts-Universität zu Kiel | x | – |
| Universität zu Köln | x | x |
| Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem | x | – |
| Universität Leipzig | x | – |
| Universität zu Lübeck | x | – |
| Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg | x | – |
| Johannes Gutenberg-Universität Mainz | x | x |
| Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Medizincampus Trier | x | – |
| Philipps-Universität Marburg | x | – |
| Ludwig-Maximilians-Universität München | x | – |
| Technische Universität München, klinischer Studienabschnitt | – | – |
| Universität Münster | x | x |
| Carl von Ossietzky Universität Oldenburg | x | – |
| Universität Regensburg | x | – |
| Universität Regensburg / MedizinCampus Niederbayern | x | – |
| Universität Rostock | x | – |
| Universität des Saarlandes, Homburg | x | – |
| Eberhard Karls Universität Tübingen | x | x |
| Universität Ulm | x | – |
| Julius-Maximilians-Universität Würzburg | x | x |
Der Liste ist zu entnehmen, dass es nicht an Universitäten mangelt, an denen man sich in den Studiengang Humanmedizin einschreiben kann – in nahezu allen großen Städten und Regionen ist ein Medizinstudium möglich. Da die Anzahl der Studienplätze aber leider beschränkt ist, kann sich nur jeder vierte bis fünfte Bewerber über eine Zusage freuen. Es gibt als viel mehr Studieninteressiert als Studienplätze.
Private Hochschulen in Deutschland
Innerhalb Deutschlands ist es auch möglich, an einer privaten Universität Humanmedizin zu studieren. Derzeit können neun private Hochschulen genannt werden. Zu diesen gehören:
| Hochschule | Wintersemester | Sommersemester |
| Universität Witten/Herdecke | x | x |
| Medizinische Hochschule Brandenburg | x | x |
| Paracelsus-Universität Standort Nürnberg | x | |
| Kassel School of Medicine | x | |
| MSH Medical School Hamburg | x | x |
| Asklepios Campus Hamburg (nur klinischer Abschnitt) | x | |
| MSB Medical School Berlin | x | x |
| Universitätsmedizin Neumarkt A.M. Campus Hamburg | x | x |
| Health and Medical University (Potsdam / Erfurt) | x | x |
Während man sich für staatliche Hochschulen über Hochschulstart.de bewirbt, existieren an privaten Universitäten andere Aufnahmeverfahren. Zudem sollte man über liquide Mittel verfügen, da die Finanzierung meist nicht kostengünstig ist. Wer eine deutsche Privatuniversität für ein Medizinstudium in Betracht zieht, sollte sich im Vorfeld gut informieren. Die Universität Witten-Herdecke hat bspw. ein Finanzierungsmodell, das es jedem Studenten ermöglicht, dort zu studieren und die Kosten erst als ausgebildeter Facharzt zurückzuzahlen.
Studienbeginn: Sommer- und/oder Wintersemester
Nicht jede Universität bietet Humanmedizin sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester an. Viele Studienorte nehmen neue Studierende ausschließlich zum Wintersemester auf.
Auch die Anzahl der Studienplätze unterscheidet sich deutlich. Im Wintersemester 2026/27 standen im zentralen Vergabeverfahren 10.683 Studienplätze zur Verfügung, während es im Sommersemester 2026 insgesamt 1.799 waren.
Die größere Zahl an Studienplätzen im Wintersemester bedeutet jedoch nicht automatisch bessere individuelle Zulassungschancen. Diese hängen unter anderem von der Zahl und Qualifikation der Bewerber sowie den Auswahlkriterien der jeweiligen Hochschule ab.
Modellstudiengang vs. Regelstudiengang
Nicht nur der Studienbeginn kann sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Universität unterscheiden, sondern auch der Studienaufbau. Hier fallen die Begriffe „Modellstudiengang“ und „Regelstudiengang“.
Der Klassiker im Medizinstudium stellt den Regelstudiengang dar, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass eine strikte Trennung zwischen Vorklinik und Klinik vorherrscht. Gegen Ende der 90er Jahre stand der Regelstudiengang vielerorts in Kritik; dessen Strukturen galten als veraltet und der Studienaufbau wurde als zu wenig praxisorientiert und nicht mehr zeitgemäß bewertet, da ein Patientenkontakt nach diesem Aufbau frühestens nach dem 4. Fachsemester erfolgt.
Die in Deutschland angebotenen Modellstudiengänge heben die Trennung von Vorklinik und Klinik auf und verzahnen Vorklinik mit Klinik, sodass ein Patientenkontakt bereits im 1. Fachsemester möglich wird.
Auch die Trennung der strukturellen Inhalte ist nicht mehr im Modellstudiengang vorhanden: die Lehre erfolgt nach Organsystemen, multidisziplinär, das bedeutet physiologische, anatomische, pathologische und therapeutische Inhalte werden gleichermaßen vermittelt.
In folgenden Städten/ Regionen Deutschlands wird das Medizinstudium als Modellstudiengang angeboten:
- Aachen
- Augsburg
- Berlin
- Bielefeld
- Brandenburg
- Dresden/Chemnitz
- Düsseldorf
- Hamburg
- Hannover
- Heidelberg/Mannheim
- Köln
- Oldenburg
- Witten/Herdecke
Benachteiligt können Studierende der Humanmedizin sein, wenn sie innerhalb des Medizinstudiums den Studienort wechseln möchten: ein Wechsel zwischen Modell- und Regelstudiengang ist schwer bis kaum möglich oder es ist mit Zeitverlust zu rechnen, sodass man unter Umständen ein bis zwei Semester länger studieren muss.
Medizinstudium: Wo studieren die meisten Studierenden Humanmedizin?
München zählt zu den größten Studienorten für Humanmedizin in Deutschland. Im Wintersemester 2026/27 weist Hochschulstart für München eine Kapazität von 859 Studienplätzen aus.
Eine Besonderheit ist das Medizinische Curriculum München. Im vorklinischen Studienabschnitt arbeiten die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität München zusammen. Im späteren Studienverlauf verteilt sich die Ausbildung auf die jeweiligen klinischen Studienangebote.
Medizinstudium: Angebot und Nachfrage
Die Nachfrage nach einem Medizinstudium liegt weiterhin deutlich über dem verfügbaren Angebot. Im Wintersemester 2025/26 bewarben sich 31.543 Personen auf 10.281 Studienplätze.
Zum Wintersemester 2026/27 erhöhte sich die Zahl der im zentralen Vergabeverfahren verfügbaren Plätze auf 10.683. Gleichzeitig kommen neue Studienangebote hinzu. So nahm die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem zum Wintersemester 2026/27 erstmals am zentralen Vergabeverfahren teil und stellte 36 Studienplätze zur Verfügung.
Trotz des schrittweisen Ausbaus bleibt Humanmedizin damit einer der besonders stark nachgefragten zulassungsbeschränkten Studiengänge in Deutschland.
Häufige Fragen zu Medizin-Unis
- Wo kann man in Deutschland Humanmedizin studieren?
- Wo gibt es die meisten Studienplätze für Humanmedizin?
- Was ist der Unterschied zwischen Regelstudiengang und Modellstudiengang?
Humanmedizin wird deutschlandweit an 42 staatlichen und neun privaten Hochschulen angeboten. Studienorte befinden sich unter anderem in Berlin, Hamburg, Köln, München, Heidelberg, Leipzig und vielen weiteren Städten. Die Angebote unterscheiden sich hinsichtlich Studienbeginn, Auswahlverfahren und Studienaufbau.
München zählt zu den größten Studienorten für Humanmedizin in Deutschland. Für das Wintersemester 2026/27 weist Hochschulstart dort eine Kapazität von 859 Studienplätzen aus. Im vorklinischen Abschnitt kooperieren die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität München.
Im Regelstudiengang sind Vorklinik und Klinik weitgehend voneinander getrennt. Modellstudiengänge verzahnen medizinische Grundlagen und klinische Inhalte dagegen von Beginn an und ermöglichen häufig einen früheren Patientenkontakt. Ein späterer Wechsel zwischen beiden Studienmodellen kann schwierig sein und zu einer längeren Studienzeit führen.



