
Med Mile Case 37 zeigt, dass hinter einer akuten Hemiparese nicht immer ein zerebrales Ereignis stecken muss – und wie entscheidend die Bildgebung für die richtige Diagnosestellung ist.
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Der Fall: Linksseitige Hemiparese und gefäßchirurgischer Notfalleingriff
Eine 65-jährige Patientin wird mit dem Rettungsdienst in die Notaufnahme gebracht. Seit etwa einer Stunde besteht eine komplette Hemiparese der linken Körperseite. Zur Abklärung erfolgt zunächst ein natives Schädel-CT, welches keine Auffälligkeiten zeigt. Da jedoch weiterhin der Verdacht auf ein ischämisches Ereignis besteht, wird eine CT-Angiographie der supraaortalen Gefäße durchgeführt. Dabei zeigt sich eine ausgedehnte Dissektionsmembran im Aortenbogen, die sich in die rechte Arteria carotis fortsetzt und diese fast vollständig verlegt. Auch der Abgang der linken Arteria carotis und der linken Arteria subclavia sind mitbetroffen.
Zur Bestimmung des kompletten Dissektionsausmaßes wird schließlich die gesamte Aorta bildgeberisch dargestellt. Der Ursprung der Dissektion liegt an der Aortenwurzel – es handelt sich also um eine Typ-A-Dissektion nach Stanford. Die Dissektion zieht sich bis nach abdominal mit Beteiligung mehrerer abgehender Gefäße und deutlicher Ausdehnung entlang der gesamten Aorta. Die Patientin wird notfallmäßig gefäßchirurgisch mittels Aortenersatz versorgt.
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