
Einen interessanten Fall aus den Bereichen Neurologie, Psychiatrie und Radiologie stellen wir in Folge 16 unserer MedMile Cases vor.
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In Kooperation mit MedMile zeigen wir in unserer Serie "MedMile Cases" klinisch relevante Fälle – mit typischer Symptomatik, bildgebender Diagnostik und dem weiteren Prozedere. Ziel ist es, ein praxisnahes, strukturiertes Vorgehen aufzuzeigen, das sich an den realen Anforderungen im ärztlichen Alltag orientiert.
Der Fall: Akute Verwirrtheit mit überraschendem Befund
Ein 72-jähriger Patient wird aufgrund einer akuten Orientierungsstörung und neu aufgetretenen kognitiven Defiziten in einer psychiatrischen Klinik vorgestellt. Im Vordergrund steht die Frage nach einer potenziell hirnorganischen Ursache – unter anderem sollen eine Blutung, Raumforderung oder eine entzündliche Genese bildgebend ausgeschlossen werden.
Im MRT des Gehirns zeigt sich in der FLAIR-Sequenz eine umschriebene Hyperintensität im Bereich des Corpus callosum. Die Befundkonstellation ist vereinbar mit einer demyelinisierenden Läsion im Rahmen des Marchiafava-Bignami-Syndroms, eine seltene, aber schwere toxisch-degenerative Erkrankung des Corpus callosum, die fast ausschließlich bei chronischem Alkoholabusus auftritt. Und tatsächlich: anamnestisch gibt der Patient einen chronischen Alkoholkonsum von etwa sieben Flaschen Wein pro Tag an.
Das folgende Video bietet einen strukturierten Überblick über die bildgebende Diagnostik und die differenzialdiagnostische Einordnung eines seltenen, aber charakteristischen Befundbildes.
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