
MedMile Case 42 zeigt die Bedeutung strukturierter Diagnostik bei jüngeren Schlaganfallpatienten und wie gezielte interventionelle Maßnahmen helfen können, das Risiko weiterer Ereignisse effektiv zu senken. Ein Fall der besonders interessant ist für Neurologen und Kardiologen.
MedMile - Dein Partner für flexibles Sammeln von CME-Punkten
Der Fall: Ischämischer Schlaganfall mit 36 Jahren
In diesem Video wird der Fall einer 36-jährigen Patientin vorgestellt, die sich mit seit etwa einer Stunde bestehenden Sprachstörungen in der neurologischen Notaufnahme vorstellt. Die klinische Präsentation lässt an ein akutes zerebrovaskuläres Ereignis denken – die Diagnose eines ischämischen Schlaganfalls wird im weiteren Verlauf bestätigt. Da keine klassischen vaskulären Risikofaktoren vorliegen, wird zur Ursachensuche der ROPE-Score eingesetzt. Mit einem Wert von 9 ergibt sich eine 88-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine paradoxe Embolie als Auslöser des Insults.
Die anschließende transösophageale Echokardiographie bestätigt ein persistierendes Foramen ovale (PFO) mit relevanter Shuntfunktion – ein möglicher anatomischer Durchgang, über den paradoxe Embolien ins arterielle System gelangen können. Etwa 25 Prozent der Bevölkerung weisen ein PFO auf, in den meisten Fällen bleibt es jedoch klinisch unauffällig.
Aufgrund des erhöhten Wiederholungsrisikos erhält die Patientin einen interventionellen PFO-Verschluss mittels Okkluder über einen femoralen venösen Zugang im Herzkatheterlabor. Die Patientin kann nach eintägiger stationärer Überwachung nach Hause entlassen werden.
Interesse geweckt? Näheres zu passenden Facharztrichtungen und Weiterbildungen erfährst Du hier:




