
MedMile Case 42 kommt aus dem Fachgebiet Psychiatrie. Hier wird verdeutlicht, wie eine unbehandelte Angsterkrankung das alltägliche Leben erheblich einschränken und zu sozialer Isolation führen kann. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte therapeutische Unterstützung sind entscheidend, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
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Der Fall: Zunehmende Angstsymptome einer berufstätigen Mutter
Eine 59-jährige Patientin, Mutter und berufstätig im Einzelhandel, stellt sich mit zunehmenden Angstsymptomen in der Psychiatrie vor. Vor etwa einem Jahr erlebte sie erstmals eine Panikattacke in einem Supermarkt, begleitet von Herzrasen, Schwindel und Atemnot. Aus Angst vor einem erneuten Anfall verließ sie den Laden panisch. Im weiteren Verlauf traten die Panikattacken vor allem an Orten mit vielen Menschen auf. Um diese Situationen zu vermeiden, begann die Patientin, belebte Orte systematisch zu meiden. Zunächst reduzierte sie ihre Aufenthalte in Geschäften und an öffentlichen Plätzen, später vermied sie sogar das Autofahren auf der Autobahn. Schließlich verließ sie ihr Zuhause nur noch in Begleitung, was zu einer zunehmenden sozialen Isolation führte.
Die Patientin nimmt ihre Ängste als irrational wahr. Körperliche Ursachen können ausgeschlossen werden. Der Angst-, Kognitions- und Vermeidungsfragebogen ist in allen Bereichen auffällig.
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