
Med Mile Case 41 bietet eine detaillierte Fallbesprechung mit Fokus auf bildgebender Diagnostik und den therapeutischen Grenzen bei einer schweren neurovaskulären Notfallsituation. Das zugehörige Video richtet sich an neurologisch und neuroradiologisch tätige Ärzte sowie an alle Fachpersonen, die in der Akutversorgung von Schlaganfällen tätig sind oder sein wollen.
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Der Fall: Patient mit Aufwachsymptomatik mit Halbseitenlähmung und komplexer Okulomotorikstörung
Ein 45-jähriger Patienten stellt sich notfallmäßig mit akuter Halbseitensymptomatik und okulomotorischer Störung vor. Bereits beim Einschlafen hatte der Patient leichte Kopfschmerzen verspürt, beim Erwachen um 3:30 Uhr bemerkte er die deutliche neurologische Symptomatik.
Die notfallmäßig durchgeführte CT des Schädels zeigt eine hyperdense Struktur entlang der Pons, passend zur Lokalisation der Arteria basilaris. In der CT-Angiografie lässt sich die rechte Arteria vertebralis ab Eintritt in den intraduralen Verlauf zunehmend schlecht darstellen und ist im V4-Segment vollständig thrombotisch verschlossen. Der Thrombus reicht bis in die Arteria basilaris, was die klinische Symptomatik des Patienten erklärt. Eine vollständige Rekanalisation der Gefäße ist trotz interventioneller Maßnahmen nicht möglich. Drei Tage später zeigen sich bereits demarkierende Hirnstamminfarkte. Der Patient kann im Verlauf keiner suffizienten Therapie mehr zugeführt werden. Dieser Fall verdeutlicht die Dringlichkeit und Komplexität der Diagnostik und Therapie bei Basilaristhrombosen – einer seltenen, aber oft fatal verlaufenden Form des Schlaganfalls.
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