
Dieses Video aus unserer Reihe “MedMile Cases” kommt aus den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie und Allgemeinmedizin und verdeutlicht, wie wichtig es ist, bei depressiven Symptomen ein umfassendes diagnostisches Spektrum zu berücksichtigen und so eine adäquate und individuell abgestimmte Behandlung zu gewährleisten.
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Der Fall: Schwere Depression bei 51-Jährigem
Im Mittelpunkt steht der Fall eines 51-jährigen, sozial integrierten Mannes mit stabiler familiärer und finanzieller Situation, der sich zunehmend zurückzieht. Der Patient zeigt klassische Symptome einer schweren depressiven Episode: Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Gedankenkreisen. Hinzu kommt ein zunehmend problematischer Alkoholkonsum zur Selbstberuhigung. Bei der differenzialdiagnostischen Abklärung depressiver Symptome ist es wichtig, auch andere psychische Erkrankungen in Betracht zu ziehen. So stellt sich insbesondere die Frage nach einer möglichen bipolaren Störung, wenn in der Anamnese manische Phasen oder psychotische Symptome berichtet werden.
Im Erstkontakt wirkt der Patient leicht narzisstisch. Das kann eine Anzeichen für eine komorbide Persönlichkeitsstörung sein. Daher sollte auch diese Möglichkeit differenzialdiagnostisch geprüft werden. Darüber hinaus muss bei relevanter Substanzproblematik vorrangig eine suchtmedizinische Behandlung erfolgen, bevor andere therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.
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