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praktischArzt Krankheiten Abführmittel

Abführmittel: Arten, Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen

KI generiert - Abführmittel
Zuletzt aktualisiert: 10.09.2026
Themen: Krankheitsbild, Darmgesundheit
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Verstopfung ist häufig und lässt sich oft gut behandeln. Wenn Ernährung, Bewegung und andere Maßnahmen nicht ausreichen, können Abführmittel den Stuhlgang erleichtern. Welches Präparat geeignet ist, hängt vor allem von Wirkstoff, Beschwerden und gewünschtem Wirkungseintritt ab.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was sind Abführmittel und wie wirken sie?
  2. Wann sind Abführmittel sinnvoll?
  3. Welche Arten von Abführmitteln gibt es?
  4. Welches Abführmittel gilt als erste Wahl?
  5. Wie schnell wirken Abführmittel?
  6. Wie werden Abführmittel richtig eingenommen?
  7. Wie lange darf man Abführmittel einnehmen?
  8. Machen Abführmittel abhängig?
  9. Welche Nebenwirkungen können Abführmittel haben?
  10. Wann dürfen Abführmittel nicht eingenommen werden?
  11. Abführmittel bei Kindern, Schwangeren und älteren Menschen
  12. Was hilft zusätzlich gegen Verstopfung?
  13. Wann sollte man mit Verstopfung zum Arzt?
  14. Fazit

Das Wichtigste zu Abführmitteln in Kürze

  • Abführmittel erleichtern bei Verstopfung den Stuhlgang, unterscheiden sich aber deutlich in Wirkung und Wirkungseintritt.
  • Bei chronischer Verstopfung gelten Macrogol, Bisacodyl und Natriumpicosulfat bei Erwachsenen als etablierte Mittel der ersten Wahl.
  • Rektale Präparate wirken meist innerhalb kurzer Zeit, während Macrogol häufig ein bis zwei Tage benötigt.
  • Abführmittel müssen nicht grundsätzlich nur wenige Tage angewendet werden. Die mögliche Einnahmedauer hängt vom Wirkstoff und der Ursache der Verstopfung ab.
  • Bei starken Bauchschmerzen, Erbrechen, Blut im Stuhl, ungeklärtem Gewichtsverlust oder anhaltender Verstopfung ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Was sind Abführmittel und wie wirken sie?

Abführmittel, medizinisch Laxanzien genannt, erleichtern die Darmentleerung. Je nach Wirkstoff verändern sie die Konsistenz des Stuhls, erhöhen dessen Volumen oder regen die Darmbewegung an. Im Dickdarm wird dem Darminhalt normalerweise Wasser entzogen. Wird der Stuhl zu langsam weitertransportiert, kann er dadurch zunehmend hart und trocken werden. Die Darmentleerung wird schwieriger und häufig ist stärkeres Pressen notwendig, was unter anderem Hämorrhoiden begünstigen oder bestehende Beschwerden verstärken kann.

Abführmittel setzen an unterschiedlichen Punkten an. Quellstoffe binden Wasser und erhöhen das Stuhlvolumen. Osmotische Abführmittel halten Wasser im Darm zurück und machen den Stuhl weicher. Stimulierende Wirkstoffe fördern dagegen die Darmbewegung und die Flüssigkeitsabgabe in den Darm.

Wann sind Abführmittel sinnvoll?

Abführmittel können eingesetzt werden, wenn eine Verstopfung trotz geeigneter Maßnahmen bestehen bleibt und der Stuhlgang deutlich erschwert ist. Eine vorübergehende Verstopfung kann beispielsweise bei Reisen, Veränderungen des Tagesablaufs, ungewohnter Ernährung, Bewegungsmangel oder Stress auftreten. Auch Medikamente können die Verdauung verlangsamen. Dazu gehören unter anderem bestimmte starke Schmerzmittel, einige Antidepressiva und verschiedene andere Arzneimittel.

Wer vermutet, dass ein Medikament die Verstopfung auslöst, sollte es nicht eigenständig absetzen oder die Dosierung verändern. Stattdessen sollte die weitere Behandlung mit einem Arzt besprochen werden. Tritt eine Verstopfung regelmäßig auf oder hält sie über längere Zeit an, können unter anderem Erkrankungen wie ein Reizdarmsyndrom dahinterstecken.

Welche Arten von Abführmitteln gibt es?

Abführmittel lassen sich nach ihrer Wirkweise unterscheiden. Für die Wahl des passenden Präparats spielen unter anderem Ursache und Stärke der Beschwerden, gewünschter Wirkungseintritt sowie individuelle Verträglichkeit eine Rolle.

Gruppe Beispiele Wirkung
Quellstoffe Flohsamen, Flohsamenschalen Binden Wasser und erhöhen das Stuhlvolumen
Osmotische Abführmittel Macrogol, Lactulose Halten Wasser im Darm und machen den Stuhl weicher
Stimulierende Abführmittel Bisacodyl, Natriumpicosulfat Fördern Darmbewegung und Flüssigkeitsabgabe
Rektale Präparate Zäpfchen, Klistiere Wirken direkt im Enddarm und ermöglichen eine schnelle Entleerung

Rektale Abführmittel bilden dabei keine eigene pharmakologische Wirkstoffgruppe. Der Begriff beschreibt in erster Linie die Art der Anwendung über den Enddarm.

KI generiert - Abführmittel Im Vergleich

Welches Abführmittel gilt als erste Wahl?

Nicht jedes Abführmittel ist für jeden Menschen gleichermaßen geeignet. Bei chronischer Verstopfung gelten nach der deutschen Leitlinie Macrogol, Bisacodyl und Natriumpicosulfat bei Erwachsenen als etablierte Mittel der ersten Wahl. Macrogol gehört zu den osmotischen Abführmitteln. Es bindet Wasser im Darm, wodurch der Stuhl weicher wird und leichter ausgeschieden werden kann. Bisacodyl und Natriumpicosulfat zählen zu den stimulierenden Abführmitteln. Sie fördern die Darmbewegung und unterstützen die Flüssigkeitsabgabe in den Darm. Auch Lactulose wirkt osmotisch und kann bei Verstopfung eingesetzt werden. Sie kann allerdings vor allem zu Beginn der Behandlung ausgeprägte Blähungen verursachen.

Welche Behandlung im Einzelfall am besten geeignet ist, hängt von den Beschwerden, bestehenden Erkrankungen, anderen Medikamenten und der individuellen Verträglichkeit ab.

Wie schnell wirken Abführmittel?

Der Wirkungseintritt unterscheidet sich erheblich zwischen den einzelnen Präparaten. Deshalb sollte ein Abführmittel nicht vorschnell nachdosiert werden, wenn zunächst keine Wirkung eintritt.

Abführmittel Typischer Wirkungseintritt
Flohsamen/Flohsamenschalen etwa 12 bis 24 Stunden, voller Effekt teilweise später
Macrogol etwa 24 bis 48 Stunden
Lactulose mehrere Stunden bis etwa 1 bis 2 Tage
Bisacodyl oral etwa 6 bis 12 Stunden
Natriumpicosulfat oral etwa 6 bis 12 Stunden
Bisacodyl als Zäpfchen etwa 10 bis 30 Minuten

Stimulierende Abführmittel werden deshalb häufig abends eingenommen, sodass die Wirkung am nächsten Morgen einsetzen kann. Rektale Präparate wirken meist schneller als oral eingenommene Mittel und können sinnvoll sein, wenn eine zeitnahe Entleerung des Enddarms erforderlich ist.

KI generiert - Wie Schnell Wirken Abführmittel

Wie werden Abführmittel richtig eingenommen?

Die richtige Anwendung richtet sich nach dem jeweiligen Wirkstoff und dem konkreten Präparat. Die Angaben in der Packungsbeilage sollten deshalb immer beachtet werden. Eine höhere Dosierung führt nicht automatisch zu einer besseren Behandlung. Zu große Mengen können Durchfall, Bauchschmerzen und Flüssigkeitsverluste verursachen.

Bei Quellstoffen wie Flohsamenschalen ist ausreichend Flüssigkeit besonders wichtig. Ohne genügend Flüssigkeit können die Pflanzenfasern nicht ausreichend aufquellen. Auch bei osmotisch und stimulierend wirkenden Abführmitteln sollte die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden. Bei Lactulose können beispielsweise größere Mengen Blähungen und Durchfall verstärken. Bleibt die gewünschte Wirkung aus, sollte die Dosis nicht beliebig erhöht werden. Gegebenenfalls ist ein anderer Wirkstoff oder eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Wie lange darf man Abführmittel einnehmen?

Abführmittel dürfen nicht pauschal nur wenige Tage eingesetzt werden. Wie lange eine Anwendung sinnvoll und sicher ist, hängt vom Wirkstoff und von der Ursache der Verstopfung ab. Für Macrogol, Bisacodyl und Natriumpicosulfat besteht bei chronischer Obstipation keine grundsätzlich notwendige zeitliche Begrenzung der Behandlung.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine langfristige Selbstmedikation ohne Abklärung sinnvoll ist. Wer dauerhaft oder regelmäßig Abführmittel benötigt, sollte herausfinden lassen, warum die Verstopfung besteht und welche Therapie langfristig am besten geeignet ist.

Machen Abführmittel abhängig?

Die verbreitete Vorstellung, Abführmittel würden bei korrekter Anwendung grundsätzlich den Darm „faul“ machen, ist zu pauschal. Für etablierte Wirkstoffe wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat gibt es bei bestimmungsgemäßer Anwendung keine ausreichenden Hinweise darauf, dass zwangsläufig eine Gewöhnung, Abhängigkeit oder dauerhafte Schädigung der Darmfunktion entsteht.

Problematisch kann dagegen ein Missbrauch sein. Werden Abführmittel dauerhaft in zu hoher Dosierung eingenommen, können anhaltender Durchfall sowie relevante Flüssigkeits- und Elektrolytverluste auftreten. Abführmittel eignen sich außerdem nicht zum Abnehmen. Sie wirken überwiegend im Dickdarm, nachdem ein großer Teil der Nährstoffe bereits im Dünndarm aufgenommen wurde.

Welche Nebenwirkungen können Abführmittel haben?

Nebenwirkungen hängen vor allem vom verwendeten Wirkstoff und von der Dosierung ab. Am häufigsten betreffen sie den Magen-Darm-Trakt. Typisch sind Blähungen, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Durchfall und Übelkeit. Osmotische Präparate können insbesondere Blähungen verursachen. Bei stimulierenden Abführmitteln können Bauchkrämpfe und Durchfall auftreten.

Bei ausgeprägtem oder länger anhaltendem Durchfall besteht zudem die Gefahr, dass der Körper größere Mengen Flüssigkeit und Elektrolyte verliert. Treten ungewöhnlich starke Beschwerden auf oder wird ein Präparat schlecht vertragen, sollte die weitere Einnahme mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

Wann dürfen Abführmittel nicht eingenommen werden?

Bei bestimmten Beschwerden sollte nicht eigenständig ein Abführmittel eingenommen werden. Das gilt insbesondere bei Verdacht auf einen Darmverschluss oder eine andere akute Erkrankung des Bauchraums.

Warnzeichen sind beispielsweise:

Warnzeichen Warum eine Abklärung wichtig ist
Starke oder zunehmende Bauchschmerzen Können auf eine akute Erkrankung hinweisen
Stark aufgeblähter Bauch Mögliches Zeichen einer gestörten Darmpassage
Wiederholtes Erbrechen Kann unter anderem bei einem Darmverschluss auftreten
Kein Stuhlgang und gleichzeitig kein Windabgang Mögliches Zeichen eines Darmverschlusses
Blut im Stuhl Die Ursache sollte ärztlich abgeklärt werden

Auch bei starkem Flüssigkeitsmangel oder bestimmten Darmerkrankungen sind nicht alle Abführmittel geeignet. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt oder an chronischen Erkrankungen leidet, sollte bei Unsicherheit vor der Einnahme Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker halten.

Abführmittel bei Kindern, Schwangeren und älteren Menschen

Bei diesen Personengruppen muss die Behandlung besonders sorgfältig an die individuelle Situation angepasst werden.

Abführmittel bei Kindern

Bei Kindern unterscheiden sich Auswahl und Dosierung deutlich von der Selbstmedikation bei Erwachsenen. Bei funktioneller Verstopfung gilt Macrogol beziehungsweise Polyethylenglykol in der pädiatrischen Behandlung als etabliertes Mittel der ersten Wahl. Dosierung und Behandlungsdauer richten sich unter anderem nach Alter, Körpergewicht und Ausprägung der Beschwerden. Vor allem bei Säuglingen und kleinen Kindern sollte eine länger bestehende oder wiederkehrende Verstopfung kinderärztlich abgeklärt werden.

Abführmittel in der Schwangerschaft

Verstopfung tritt während der Schwangerschaft häufig auf. Ursachen können hormonelle Veränderungen, weniger Bewegung oder die Einnahme von Eisenpräparaten sein. Zunächst können eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, Bewegung und Quellstoffe helfen.

Ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, kommen unter anderem Lactulose und Macrogol infrage. Bei Bedarf können nach fachlicher Rücksprache auch andere Wirkstoffe wie Bisacodyl oder Natriumpicosulfat verwendet werden.

Abführmittel bei älteren Menschen

Im höheren Lebensalter können unter anderem geringe körperliche Aktivität, Erkrankungen und Medikamente eine Verstopfung begünstigen. Häufig eingesetzte Präparate sind beispielsweise Macrogol oder Quellstoffe. Entscheidend sind jedoch die individuellen Beschwerden, Begleiterkrankungen und die übrige Medikation. Besonders wichtig ist es, starken Durchfall zu vermeiden, da dadurch relevante Flüssigkeits- und Elektrolytverluste entstehen können.

Was hilft zusätzlich gegen Verstopfung?

Bei einer leichten Verstopfung können Veränderungen von Ernährung und Alltag helfen. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten erhöht das Stuhlvolumen. Wer bisher nur wenige Ballaststoffe isst, sollte die Menge langsam erhöhen. Eine plötzliche starke Steigerung kann Blähungen verursachen. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, insbesondere wenn Quellstoffe eingenommen werden. Mehr als den normalen Flüssigkeitsbedarf zu trinken verbessert eine Verstopfung allerdings nicht automatisch zusätzlich.

Regelmäßige Bewegung unterstützt ebenfalls eine normale Darmfunktion. Bereits Spaziergänge oder andere moderate körperliche Aktivitäten können sinnvoll sein. Darüber hinaus sollte der natürliche Stuhldrang möglichst nicht dauerhaft unterdrückt werden. Ein regelmäßiger Toilettenrhythmus und ausreichend Zeit für den Toilettengang können die Darmentleerung erleichtern.

Wann sollte man mit Verstopfung zum Arzt?

Gelegentliche Verstopfung ist bei Erwachsenen häufig harmlos. Eine medizinische Abklärung ist dagegen sinnvoll, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind, neu auftreten oder länger bestehen bleiben. Besonders wichtig ist eine Untersuchung bei Blut im Stuhl, starken oder zunehmenden Bauchschmerzen, wiederholtem Erbrechen, ungeklärtem Gewichtsverlust oder plötzlich veränderten Stuhlgewohnheiten.

Auch dauerhaft bestehende oder regelmäßig wiederkehrende Verstopfung sowie eine fehlende Wirkung trotz geeigneter Behandlung sollten abgeklärt werden. Bei starken Bauchschmerzen, ausgeprägtem Erbrechen, stark aufgeblähtem Bauch sowie gleichzeitig fehlendem Stuhl- und Windabgang sollte wegen eines möglichen Darmverschlusses rasch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Fazit

Abführmittel können Verstopfung wirksam behandeln. Welches Präparat geeignet ist, hängt von Beschwerden, Wirkstoff und gewünschtem Wirkungseintritt ab. Macrogol, Bisacodyl und Natriumpicosulfat gehören bei chronischer Verstopfung zu den etablierten Mitteln der ersten Wahl. Quellstoffe wie Flohsamenschalen können ebenfalls sinnvoll sein, während rektale Präparate vor allem für eine schnelle Wirkung infrage kommen.

Abführmittel müssen nicht grundsätzlich nur kurzfristig angewendet werden. Wer sie jedoch regelmäßig benötigt oder unter neu aufgetretenen beziehungsweise ungewöhnlich starken Beschwerden leidet, sollte die Ursache der Verstopfung ärztlich abklären lassen.

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Häufige Fragen zu Abführmitteln

  1. Welches Abführmittel ist am besten bei Verstopfung?
  2. Bei chronischer Verstopfung gelten Macrogol, Bisacodyl und Natriumpicosulfat bei Erwachsenen als etablierte Mittel der ersten Wahl. Welches Abführmittel individuell am besten geeignet ist, hängt von den Beschwerden, Begleiterkrankungen, anderen Medikamenten und der gewünschten Wirkgeschwindigkeit ab.

  3. Welches Abführmittel wirkt am schnellsten?
  4. Rektal angewendete Abführmittel wirken meist besonders schnell. Bisacodyl-Zäpfchen können beispielsweise innerhalb von etwa 10 bis 30 Minuten wirken. Bisacodyl und Natriumpicosulfat zum Einnehmen benötigen meist etwa 6 bis 12 Stunden. Macrogol wirkt dagegen häufig erst nach etwa 24 bis 48 Stunden.

  5. Darf man Abführmittel täglich einnehmen?
  6. Das hängt vom Wirkstoff und von der Ursache der Verstopfung ab. Für Macrogol, Bisacodyl und Natriumpicosulfat besteht bei chronischer Obstipation keine grundsätzlich notwendige zeitliche Begrenzung. Wer regelmäßig Abführmittel benötigt, sollte die Ursache der Beschwerden dennoch ärztlich abklären lassen.

  7. Machen Abführmittel abhängig?
  8. Bei sachgerechter Dosierung gibt es für etablierte Wirkstoffe wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat keine ausreichenden Belege dafür, dass sie zwangsläufig abhängig machen oder den Darm dauerhaft „träge“ machen. Problematisch sind insbesondere eine Überdosierung und ein Missbrauch von Abführmitteln.

  9. Welche Abführmittel sind in der Schwangerschaft geeignet?
  10. Wenn Ernährung, Bewegung und Quellstoffe nicht ausreichend helfen, können in der Schwangerschaft unter anderem Macrogol oder Lactulose eingesetzt werden. Je nach Situation kommen auch andere Wirkstoffe infrage. Bei länger bestehenden Beschwerden sollte die Auswahl mit einem Arzt oder Apotheker abgestimmt werden.

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  1. Leitlinienreport zu der aktualisierten S2k-Leitlinie chronische Obstipation der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie & Motilität (DGNM), April 2022, register.awmf.org… (zuletzt abgerufen am 28.08.2026)
  2. Chang L, Chey WD, Imdad A, Almario CV, Bharucha AE, Diem S, Greer KB, Hanson B, Harris LA, Ko C, Murad MH, Patel A, Shah ED, Lembo AJ, Sultan S. American Gastroenterological Association-American College of Gastroenterology Clinical Practice Guideline: Pharmacological Management of Chronic Idiopathic Constipation. Am J Gastroenterol. 2023 Jun 1;118(6):936-954. doi: 10.14309/ajg.0000000000002227. Epub 2023 May 19. PMID: 37204227; PMCID: PMC10544839.
  3. Ndr.de, Verstopfung lösen: was hilft bei Obstipation?, 11.08.2026, ndr.de… (zuletzt abgerufen am 28.08.2026)
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