
In Folge 33 unserer Reihe betrachten wir eine infektiöse Komplikation bei einer Hüftprothese. Der Beitrag kann vor allem für Radiologen, Orthopäden und Unfallchirurgen, sowie alle (künftigen) Mediziner hilfreich sein, die im Rahmen ihrer täglichen Arbeit mit muskuloskelettalen Infektionen und Endoprothesenmanagement zu tun haben.
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Der Fall: Zunehmende Beschwerden nach Femurersatz
Ein 80-jähriger Patient stellt sich in der Notaufnahme mit Schmerzen, Rötung und Überwärmung im Bereich der rechten Hüfte vor. Vor einigen Monaten wurde ein proximaler Femurersatz implantiert, seither bestehen zunehmende Beschwerden. In der initialen Röntgendiagnostik zeigt sich kein Hinweis auf eine Fraktur, eine Lockerung des Femurersatzes oder einen Materialbruch. Auffällig sind jedoch Lufteinschlüsse im umgebenden Weichteilgewebe, sodass der Verdacht auf eine Infektion entsteht. Eine CT-Untersuchung mit CT-Kontrastmittel bestätigt eine ausgedehnte, randständig kontrastmittelanreichernde Formation im Hüftbereich: es handelt sich um einen großen Abszess. Es folgt die chirurgische Abszessentlastung sowie die Entfernung des Femurersatzes mit anschließender Einlage eines Spacers. Das folgende Video erläutert die bildgebenden Befunde.
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