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praktischArzt Magazin PJ als Berufseinstieg

PJ als Berufseinstieg

PJ Praktisches Jahr Berufseinstieg
Zuletzt aktualisiert: 17.05.2025
Themen: Praktisches Jahr
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Es ist ein seltener Luxus, vor Berufsbeginn den Arbeitgeber, das Haus, das Kollegium und das Patientenspektrum am zukünftigen Arbeitsplatz ausführlich kennen lernen zu dürfen.
Diese Chance bietet sich aber jedem von euch, und das sogar drei Mal: Während eures Praktischen Jahres!

Seit der Abschaffung des AiP im Jahr 2004 steht zwischen grauer Theorie und dem tatsächlichen Berufseinstieg nur noch das Praktische Jahr. Diese Zeit gilt es gewinnbringend zu nutzen: Einerseits für die Erweiterung und Verbesserung der eigenen medizinischen Fertigkeiten, andererseits um sich den Weg in die Berufswelt zu ebnen.

Vom PJ-Platz zur Assistenzarzt-Stelle

Es ist nicht selten, dass PJ-Studenten sich erfolgreich in genau den Häusern bewerben, in denen sie eines ihrer PJ-Tertiale abgeleistet haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Gelegenheit, einen Arbeitgeber so intensiv und lange kennen lernen zu dürfen, ist im Berufsleben einmalig. Eine Stellenausschreibung, ein Bewerbungsgespräch oder ein Hospitationstag können nie einen so tiefen Einblick in die Arbeitsrealität bieten, wie es mehrere Monate Mitarbeit können.

Ob man auf einer Stelle glücklich wird oder nicht, hängt schließlich nicht nur von der Tätigkeit an sich ab. Oft sind die Stimmung im Kollegium, der Umgangston untereinander, die Struktur und Organisation der Arbeit und die Lehrbereitschaft von Chef und Oberärzten viel entscheidender.

Im PJ Insider-Informationen sammeln

Als PJ-Studentin oder PJ-Student hat man oft die Gelegenheit, Mäuschen zu spielen und erfährt im Arbeitsalltag, wie zufrieden Assistenzärztinnen und Assistenzärzte an ihrem Arbeitsplatz sind, wie strukturiert ihre Ausbildung verfolgt wird, oder wie hoch die Dienstbelastung ist. Auch die Erwartungen des Chefarztes und der Oberärzte bekommt man mit, und kann sich entsprechend überlegen, ob die Anforderungen und die eigenen Erwartungen an eine Stelle zusammenpassen.

Umgekehrt profitieren natürlich auch die Häuser, wenn sich ehemalige PJ-Studenten bewerben: Chefärzte stellen gerne Arbeitnehmer ein, die sie bereits kennen lernen durften und die mit ihrer Persönlichkeitsstruktur, Arbeitsweise und Lernbereitschaft überzeugen konnten. Eine echte Win-Win-Situation also.

Wichtig: Frühzeitig Interesse bekunden

Oft bekommt man als PJ-Student mit, ob Stellen vakant sind oder aktiv Bewerber gesucht werden. Empfehlenswert ist es, bei Interesse an einer Stelle in den letzten Wochen des Tertials aktiv nachzufragen, ob eine Bewerbung derzeit möglich ist. Um ein abschließendes Feedback-Gespräch zum Ende eines Tertials sollte man grundsätzlich immer bitten – dieses Gespräch ist auch der passende Rahmen, um mit dem Chef über einen eventuellen Berufseinstieg in seiner Abteilung zu sprechen.

Und wenn keine Stellen frei sind?

Nicht den Kopf hängen lassen, das kann sich auch schnell wieder ändern. In jedem Fall dauert es ja noch mindestens 1-2 Monate, bis ihr approbiert seid und ins Berufsleben starten könnt. Fragt nach, ob ihr dennoch eure Unterlagen abgeben dürft. Darüber hinaus könnt ihr den Chefarzt fragen, ob er ein ähnlich gutes Haus empfehlen kann, und ob ihr euch dort auf seine Empfehlung hin bewerben dürft. Das hat gleich zwei Vorteile: Ihr bekommt Insider-Informationen und könnt einen hochkarätigen Namen in eurem Anschreiben nennen.

Und nun wünschen wir euch viel Spaß und Erfolg im PJ! Und wer weiß – vielleicht könnt ihr ja bereits mit einem Stellenangebot in der Tasche ins Examen starten.

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Veröffentlicht am: 01.03.2024
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