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Arzttermin: Wartezeit beim Arzt – Durchschnitt, verkürzen, Schadenersatz

Mit welcher Wartezeit muss man beim Arzttermin rechnen?

Wer kennt das nicht: Die Wartezeit beim Arzt. Da hat man extra im Vorhinein einen Arzttermin vereinbart und dennoch muss man Platz nehmen und warten. 10, 20 vielleicht sogar 30 Minuten und wenn man Pech hat, dann kommt auch noch ein Notfall dazwischen. Aber ist das überhaupt zulässig?

30 Minuten Wartezeit beim Arzt sind vertretbar!

Grundsätzlich sollte man also immer eine Wartezeit beim Arzt mit einberechnen. Krankheitsfälle lassen sich eben nur schwer vorhersagen und das gilt auch für die Dauer einer Behandlung. 10 bis 20 Minuten sollte man prinzipiell einrechnen, selbst dann, wenn man einen Termin hat. Denn natürlich haben Patienten, die unter Schmerzen leiden Vorrang. Und auch so, gerade in ländlichen Gegenden, sind die meisten Praxen äußerst gut besucht.

Aber auch rechtlich gelten bis zu 30 Minuten Wartezeit beim Arzttermin als vertretbar. Lediglich die Sprechstundenhilfe sollte dann zumindest darüber informieren, warum es zu der Verspätung gekommen ist. So oder so wird sich ein Warten zwar nicht vermeiden lassen, aber es fällt leichter, wenn man den Grund kennt.

Schadenersatz bei zu langen Wartezeiten?

Geht die Wartezeit deutlich über die dreißigminütige Toleranz hinaus besteht grundsätzlich die Möglichkeit Schadenersatz beim Arzt einzuklagen. Ganz so einfach ist dies jedoch nicht. Der Patient muss nachweisen können, dass der Arzt seine Praxis nicht gut organisiert und die Wartezeit mit keinen medizinischen Notfällen im Zusammenhang stehen. Ein Schaden muss natürlich auch nachgewiesen werden können, der durch die Wartezeit entstanden ist. Etwa ein verpasster Pflichttermin, bei dem ein finanzieller Schaden entstanden ist. Ein überzogenes Parkticket oder verloren gegangene Freizeit gehören hier selbstverständlich nicht dazu.

Tipps für eine lange Wartezeit beim Arzt

Bevor man sich überhaupt ins Wartezimmer begibt, sollte man direkt bei der Sprechstundenhilfe erfragen, wie lange man wohl auf die eigene Behandlung warten muss. Denn ist bereits absehbar, dass die Wartezeit beim Arzt entsprechend lang ausfallen könnte, kann man eventuell noch ein, zwei Besorgungen erledigen. Zum anderen empfiehlt es sich immer, ein eigenes Buch oder eine Zeitschrift mitzunehmen. So hat man auf jeden Fall etwas zum Lesen dabei, das einen auch interessiert und das kann zumindest die gefühlte Wartezeit deutlich verkürzen.

Wartezeit verkürzen beim Arzttermin

Um sich weiteren Ärger zu ersparen, sollte man direkt beim Arzttermin bei der Anmeldung angeben, wenn man noch einen wichtigen Termin im Anschluss hat. Gleiches gilt bei starken Schmerzen – wer direkt darauf hinweist, hat im Regelfall die besten Chancen, schnell dranzukommen. Schließlich kann auch ein Arztwechsel sinnvoll sein, wenn die Wartezeit regelmäßig unverhältnismäßig lang ausfällt.

Hierüber berichten wir in einem weiteren Artikel: Arztsuche – Arzt wechseln – wie finde ich den passenden Arzt?

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Durch | 04.10.2016 | Allgemein | 0 Kommentar

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