Daily Biotics
Probiotikum mit 11 biologisch aktiven Bakterienstämmen und patentierter Mikroverkapselung.

Probiotika haben den Ruf, dem Darm etwas Gutes zu tun. Besonders bei Verdauungsbeschwerden oder nach einer Antibiotikabehandlung greifen viele zu Kapseln, Pulver oder Tropfen. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Eine allgemeine Empfehlung für Probiotika gibt es nicht. Ob sie helfen können, hängt vor allem von den enthaltenen Mikroorganismen, dem konkreten Beschwerdebild und dem eigenen Gesundheitszustand ab. Entscheidend ist also nicht nur, ob Du ein Probiotikum einnimmst, sondern welches und warum.
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Probiotikum mit 11 biologisch aktiven Bakterienstämmen und patentierter Mikroverkapselung.
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die bei Aufnahme in ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen entfalten. Häufig handelt es sich um Milchsäurebakterien, Bifidobakterien oder bestimmte Hefen. Entscheidend ist dabei: Nicht jeder lebende Mikroorganismus ist automatisch ein Probiotikum.
Probiotika kommen in unterschiedlichen Formen vor:
Wichtig ist die genaue Definition. Nicht jedes Lebensmittel mit lebenden Kulturen ist automatisch ein Probiotikum. Im wissenschaftlichen Sinn muss für die enthaltenen Mikroorganismen ein gesundheitlicher Nutzen nachgewiesen sein. Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir oder Sauerkraut können lebende Kulturen enthalten, sind deshalb aber nicht zwangsläufig Probiotika.
Die Begriffe klingen ähnlich und werden leicht verwechselt. Sie beschreiben jedoch unterschiedliche Ansätze:
| Begriff | Bedeutung | Beispiele |
|---|---|---|
| Probiotika | Lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen haben | bestimmte Bakterien- oder Hefestämme |
| Präbiotika | Substrate, die von bestimmten Mikroorganismen gezielt genutzt werden und dadurch einen gesundheitlichen Nutzen vermitteln können. Häufig handelt es sich um unverdauliche oder schwer verdauliche Nahrungsbestandteile | Inulin, Fructooligosaccharide |
| Synbiotika | Kombination aus lebenden Mikroorganismen und einem von Mikroorganismen nutzbaren Substrat, häufig aus Probiotika und Präbiotika | Bakterienkulturen zusammen mit Inulin |
Die Definition von Präbiotika ist heute weiter gefasst als früher. Entscheidend ist nicht allein, dass ein Stoff unverdaulich ist, sondern dass Mikroorganismen ihn gezielt nutzen und daraus ein gesundheitlicher Nutzen entsteht. Präbiotische Ballaststoffe kommen beispielsweise in Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Hülsenfrüchten, Hafer und Chicorée vor.
Unser Darm ist von zahlreichen Mikroorganismen besiedelt. Diese Gemeinschaft wird als Darmmikrobiom bezeichnet. Umgangssprachlich ist häufig von der Darmflora die Rede.
Das Darmmikrobiom ist unter anderem an der Verdauung, am Stoffwechsel bestimmter Nahrungsbestandteile und an der Funktion der Darmbarriere beteiligt. Dabei hat nicht jeder Mensch dasselbe Mikrobiom. Seine Zusammensetzung unterscheidet sich von Person zu Person und verändert sich beispielsweise durch Ernährung, Alter, Erkrankungen, Medikamente und Lebensstil.
Probiotische Mikroorganismen können, abhängig vom jeweiligen Stamm, unter anderem:
Genau hier liegt ein wichtiger Punkt: Die Wirkung lässt sich nicht einfach von einer Bakterienart auf alle Produkte übertragen. Selbst eng verwandte Stämme können unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Zeigt eine Studie einen positiven Effekt für einen bestimmten Stamm, bedeutet das deshalb noch lange nicht, dass jedes Probiotikum mit einer ähnlich klingenden Bakterienart genauso wirkt.
Außerdem siedeln sich viele zugeführte Mikroorganismen nicht dauerhaft im Darm an. Häufig sind sie nur während der Einnahme oder für eine begrenzte Zeit danach nachweisbar. Auch deshalb sollte man von einem Probiotikum keine dauerhafte „Neubesiedlung“ des Darms erwarten.

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Ob Probiotika sinnvoll sind, hängt davon ab, welches Produkt bei welcher Person und mit welchem Ziel eingesetzt wird. Für gesunde Menschen gibt es keine generelle Empfehlung, regelmäßig probiotische Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Eine abwechslungsreiche und ballaststoffreiche Ernährung ist für die meisten Menschen der naheliegendere Weg, das Darmmikrobiom zu unterstützen.
Bei bestimmten Erkrankungen oder Beschwerden können einzelne, genau untersuchte Stämme einen Nutzen haben. Das Problem: Studien zu Probiotika lassen sich häufig nur schwer miteinander vergleichen. Gründe dafür sind unter anderem:
Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das Produkt. Ein Präparat sollte nicht allein deshalb ausgewählt werden, weil auf der Verpackung „Darm“, „Balance“ oder „Mikrobiom“ steht. Die Zahl der Bakterien oder ein überzeugend klingender Produktname sagen noch wenig darüber aus, ob das Präparat für Deine Beschwerden tatsächlich untersucht wurde.
| Situation | Wie ist die Evidenz? | Einordnung |
|---|---|---|
| Gesunde Menschen | Kein belegter allgemeiner Zusatznutzen | Nahrungsergänzung meist nicht notwendig |
| Nach Antibiotika | Möglicher Nutzen gegen antibiotikaassoziierten Durchfall, abhängig von Präparat und Patient | Kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein |
| Reizdarmsyndrom | Uneinheitliche, stammabhängige Studienlage | Zeitlich begrenzter Versuch kann infrage kommen |
| Akuter infektiöser Durchfall | Hochwertige Studien zeigen keinen klaren Nutzen für die Krankheitsdauer | Flüssigkeit und Elektrolyte sind wichtiger |
| Colitis ulcerosa | Nutzen einzelner definierter Präparate für bestimmte Situationen | Nur gezielt und möglichst ärztlich abgestimmt |
| Morbus Crohn | Kein überzeugender Nutzen belegt | Nicht routinemäßig empfohlen |
| Verstopfung | Hinweise auf Nutzen einzelner Stämme, insgesamt uneinheitlich | Kein allgemeiner Ersatz für Basismaßnahmen |
| Schwere Erkrankung oder Immunschwäche | Erhöhte Sicherheitsanforderungen | Nur nach ärztlicher Rücksprache |
Probiotika können bei verschiedenen Beschwerden in Frage kommen. Dazu zählen das Reizdarmsyndrom, Durchfall, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Verstopfung.
Beim Reizdarmsyndrom treten wiederholt Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung auf, ohne dass sich dafür eine ausreichende organische Ursache finden lässt.
Bei Probiotika gehen die Empfehlungen der Fachgesellschaften teilweise auseinander. Die deutsche DGVS-Leitlinie empfiehlt ausgewählte Probiotika und weist darauf hin, dass die Wahl des Stammes nach der Symptomatik erfolgen kann. Das American College of Gastroenterology bewertet die uneinheitliche Studienlage dagegen zurückhaltender und empfiehlt Probiotika nicht routinemäßig für alle Menschen mit Reizdarmsyndrom. Wer ein Probiotikum ausprobieren möchte, sollte daher:
Ein Probiotikum ersetzt keine ärztliche Abklärung. Das gilt besonders bei neu aufgetretenen, starken oder zunehmenden Beschwerden.
Bei akutem Durchfall ist die Studienlage weniger eindeutig, als es manche Werbung vermuten lässt. Für einzelne Probiotika und bestimmte Situationen gibt es Hinweise auf einen Nutzen. Betrachtet man jedoch nur methodisch hochwertige Studien, ist nicht zuverlässig belegt, dass Probiotika die Dauer einer akuten infektiösen Durchfallerkrankung relevant verkürzen. Die Wirkung hängt außerdem vom jeweiligen Stamm, vom Alter der Betroffenen und von der Ursache des Durchfalls ab.
Die wichtigste Maßnahme bei akutem Durchfall bleibt deshalb, den Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten auszugleichen. Probiotika ersetzen weder ausreichend Flüssigkeit noch einen ärztlichen Rat geschweige denn eine notwendige medizinische Behandlung.
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Probiotika können die etablierte entzündungshemmende Therapie nicht ersetzen.
Bei Morbus Crohn gibt es bislang keinen überzeugenden Nachweis dafür, dass Probiotika zuverlässig eine Remission auslösen oder erhalten können. Bei Colitis ulcerosa ist die Situation differenzierter: Für einzelne genau definierte Präparate gibt es Evidenz für bestimmte Anwendungen. Die aktuelle deutsche S3-Leitlinie nennt beispielsweise den Stamm Escherichia coli Nissle 1917 als mögliche Alternative zu Mesalazin zur Remissionserhaltung.
Daraus lässt sich jedoch keine allgemeine Empfehlung für frei verkäufliche Probiotika bei Colitis ulcerosa ableiten. Auch bei einer Pouchitis nach operativer Behandlung der Colitis ulcerosa gehören Probiotika nicht zur pauschalen Standardtherapie. Betroffene sollten die Behandlung deshalb mit ihrem Gastroenterologen abstimmen.
Einige Studien zu Probiotika und Verstopfung deuten darauf hin, dass bestimmte Bakterienstämme die Stuhlhäufigkeit oder Stuhlkonsistenz beeinflussen können. Die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich und lassen sich nicht auf jedes Präparat übertragen. Bei Verstopfung sind zunächst häufig folgende Maßnahmen sinnvoll:
Bei starken Schmerzen, Erbrechen, Blut im Stuhl oder plötzlich einsetzender ausgeprägter Verstopfung sollte keine Selbstbehandlung erfolgen.
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Probiotikum mit 11 biologisch aktiven Bakterienstämmen und patentierter Mikroverkapselung.
Antibiotika bekämpfen krankheitserregende Bakterien, beeinflussen dabei aber häufig auch andere Mikroorganismen im Darm. Deshalb verändert sich während einer Antibiotikatherapie bei vielen Menschen die Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Eine mögliche Folge ist Durchfall.
Gerade hier gibt es vergleichsweise viele Untersuchungen zu Probiotika. Eine aktuelle Cochrane-Auswertung mit Daten aus 47 Studien kommt zu dem Ergebnis, dass Probiotika eine durch Clostridioides difficile verursachte Durchfallerkrankung möglicherweise geringfügig verhindern und das Risiko einer antibiotikaassoziierten Diarrhö möglicherweise deutlicher reduzieren können. Das bedeutet trotzdem nicht, dass jedes Produkt bei jedem Menschen funktioniert. Die Ergebnisse beziehen sich auf unterschiedliche Stämme, Dosierungen und Patientengruppen. Eine pauschale Empfehlung, nach jeder Antibiotikabehandlung irgendein Probiotikum einzunehmen, lässt sich daraus nicht ableiten.
Wer ein Probiotikum begleitend zu einem Antibiotikum einnehmen möchte, sollte folgende Punkte beachten:
Der Ausdruck „Darmflora aufbauen“ klingt zwar anschaulich, ist wissenschaftlich aber ungenau. Das Darmmikrobiom ist kein starres System, das sich nach einer Antibiotikatherapie mit einem bestimmten Präparat einfach wieder auffüllen lässt.
Nach einer Antibiotikatherapie kann sich das Mikrobiom häufig von selbst erholen. Wie schnell und wie vollständig das geschieht, unterscheidet sich allerdings von Mensch zu Mensch. Untersuchungen an gesunden Erwachsenen zeigen eine erhebliche Widerstandsfähigkeit des Darmmikrobioms, zugleich können einzelne Veränderungen länger bestehen bleiben. Für die Erholung sind normalerweise keine speziellen „Darmkuren“ erforderlich. Ob Probiotika die ursprüngliche Zusammensetzung des Mikrobioms zuverlässig wiederherstellen, ist nicht belegt. Unterstützend kann eine ausgewogene Ernährung sinnvoll. Mehr dazu:
Dabei gilt gerade bei einem empfindlichen Darm: Ballaststoffe besser langsam steigern. Wer von heute auf morgen sehr große Mengen Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte oder andere ballaststoffreiche Lebensmittel isst, kann Blähungen und Bauchschmerzen eher verstärken als verbessern.
Gesunde Erwachsene vertragen viele probiotische Produkte gut. Besonders zu Beginn der Einnahme kann sich der Darm aber bemerkbar machen. Mögliche unerwünschte Wirkungen sind:
Auch „natürlich“ bedeutet nicht automatisch „risikofrei“. Selten können lebende Mikroorganismen selbst Infektionen verursachen. Für gesunde Menschen ist dieses Risiko sehr gering. Anders sieht es bei bestimmten schwer kranken oder besonders gefährdeten Patienten aus. Hier muss die Sicherheit eines konkreten Stammes für die jeweilige Situation berücksichtigt werden.
Besondere Vorsicht beziehungsweise eine individuelle ärztliche Einschätzung ist vor allem bei schweren Erkrankungen und Situationen sinnvoll, in denen die körpereigene Abwehr oder die Darmbarriere deutlich beeinträchtigt sein kann. Besondere Vorsicht ist vor allem geboten, wenn die körpereigene Abwehr oder die Darmbarriere deutlich beeinträchtigt ist. Probiotika sollten deshalb insbesondere bei folgenden Personen nicht ohne ärztliche Rücksprache eingesetzt werden:
Besonders gut belegt ist die notwendige Vorsicht bei schwerer Immunsuppression, kritischer Erkrankung und schwerer akuter Pankreatitis. In einer randomisierten Studie bei schwerer akuter Pankreatitis war eine bestimmte Probiotikakombination sogar mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden.
Bei Herzklappenerkrankungen und geplanten Operationen ist die Situation differenzierter. Sie gelten nicht pauschal als Gegenanzeige für Probiotika. Seltene Fälle einer durch probiotische Mikroorganismen verursachten Endokarditis wurden bei Menschen mit strukturellen Herzerkrankungen beschrieben. Gleichzeitig wurden Probiotika auch gezielt rund um größere Operationen untersucht. Hier sollte deshalb die individuelle Krankheits- und Behandlungssituation entscheiden.
Ob tatsächlich ein erhöhtes Risiko besteht, hängt also von der persönlichen Situation und vom verwendeten Mikroorganismus ab. Betroffene sollten nicht eigenständig mit hoch dosierten oder kombinierten Präparaten beginnen.
Stehst Du vor einem Regal mit verschiedenen Probiotika, kann die Auswahl schnell unübersichtlich werden. Manche Produkte werben vor allem mit möglichst vielen Milliarden Bakterien. Die Zahl allein sagt jedoch wenig über die Wirksamkeit aus. „Mehr“ ist nicht automatisch „besser“.

Auf dem Produkt sollte nicht nur eine Bakterienart, sondern möglichst der vollständige Stamm angegeben sein. Das ist wichtig, weil eine wissenschaftliche Untersuchung zu einem bestimmten Stamm nicht automatisch die Wirkung anderer Stämme derselben Art belegt.
Das Präparat sollte möglichst für genau die Beschwerde untersucht worden sein, wegen der Du es einnehmen möchtest. Ein Produkt, das in einer Studie zu antibiotikabedingtem Durchfall eingesetzt wurde, ist nicht automatisch auch bei Verstopfung oder Reizdarm sinnvoll.
Die Menge lebender Mikroorganismen wird häufig als koloniebildende Einheiten beziehungsweise CFU angegeben. Eine möglichst hohe Zahl ist aber nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal. Wichtiger ist, ob die untersuchte beziehungsweise deklarierte Dosis bis zum Ende der Haltbarkeit tatsächlich enthalten bleibt. Seriöse Hersteller berücksichtigen, dass während der Lagerung ein Teil der Mikroorganismen absterben kann.
Ein Blick auf die Packung lohnt sich auch bei der Lagerung. Einige Produkte müssen gekühlt werden, andere bleiben bei Raumtemperatur stabil. Temperatur, Feuchtigkeit und Licht können die Lebensfähigkeit der Mikroorganismen beeinträchtigen. Die Lagerungshinweise sollten deshalb nicht nur im Geschäft, sondern auch zu Hause eingehalten werden.
Neben den Mikroorganismen können Präparate unter anderem enthalten:
Gerade bei einem ohnehin empfindlichen Darm können solche Zusätze eine Rolle spielen. Inulin kann beispielsweise bei manchen Menschen Blähungen verstärken. Beschwerden nach der Einnahme müssen deshalb nicht zwangsläufig von den probiotischen Mikroorganismen selbst stammen.
Seriöse Anbieter von Probiotika geben transparente Informationen zu:
Skeptisch solltest Du dagegen bei großen Versprechen werden. Aussagen wie „heilt den Darm“, „stärkt garantiert das Immunsystem“, „entgiftet“ oder „führt sicher zur Gewichtsabnahme“ gehen weit über das hinaus, was sich aus der wissenschaftlichen Evidenz ableiten lässt. Hinzu kommt: Nahrungsergänzungsmittel durchlaufen anders als Arzneimittel kein behördliches Zulassungsverfahren, bei dem vor dem Verkauf eine therapeutische Wirksamkeit nachgewiesen werden muss.
Ob Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel sinnvoller sind, hängt davon ab, was Du erreichen möchtest.
Fermentierte Lebensmittel können ganz selbstverständlich Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Dazu zählen beispielsweise Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi. Allerdings enthalten nicht alle Produkte zum Zeitpunkt des Verzehrs noch lebende Mikroorganismen. Erhitzen und Pasteurisieren können die Kulturen abtöten. Und selbst wenn lebende Mikroorganismen enthalten sind, macht das ein Lebensmittel noch nicht automatisch zu einem Probiotikum im wissenschaftlichen Sinn.
Ein weiterer Unterschied: Bei Lebensmitteln sind die enthaltenen Stämme und Mengen häufig nicht so genau angegeben wie bei standardisierten Präparaten. Umgekehrt bedeutet eine Kapsel mit Milliarden Bakterien aber noch nicht, dass damit automatisch ein nachgewiesener gesundheitlicher Vorteil verbunden ist.
Für gesunde Menschen sind gewöhnliche Lebensmittel in der Regel die naheliegendere Wahl. Wer ein Probiotikum wegen konkreter Beschwerden nutzen möchte, sollte dagegen darauf achten, dass das verwendete Präparat für diesen Anwendungszweck untersucht wurde.
Eine allgemeingültige Einnahmedauer gibt es nicht. Sie hängt vom Produkt, dem Anwendungsgrund und davon ab, ob Du überhaupt einen Effekt bemerkst.
Bei funktionellen Beschwerden ist ein zeitlich begrenzter Versuch meist sinnvoller als die Vorstellung, ein Probiotikum dauerhaft einnehmen zu müssen. Bleibt eine erkennbare Besserung aus oder verschlechtern sich die Beschwerden, sollte das Präparat abgesetzt und gegebenenfalls nach der eigentlichen Ursache gesucht werden. Auch die deutsche Reizdarm-Leitlinie empfiehlt bei einem probatorischen Einsatz, die Behandlung nur bei überzeugender Beschwerdelinderung fortzuführen.
Eine dauerhafte Einnahme „auf Vorrat“ ist ohne nachvollziehbaren Nutzen meist nicht erforderlich.
Nicht jedes Bauchgrummeln muss medizinisch abgeklärt werden. Probiotika sollten aber auch nicht dazu verleiten, Warnzeichen über längere Zeit selbst zu behandeln. Eine zeitnahe medizinische Untersuchung ist wichtig bei:
Bei sehr starken Schmerzen, einem harten Bauch, Bewusstseinsstörungen oder deutlichen Zeichen eines Flüssigkeitsmangels ist eine schnelle medizinische Abklärung erforderlich.
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Probiotikum mit 11 biologisch aktiven Bakterienstämmen und patentierter Mikroverkapselung.
Probiotika sind weder Wundermittel noch grundsätzlich nutzlos. Das Problem liegt vor allem darin, sie als eine einheitliche Produktgruppe zu betrachten. Ob ein Probiotikum etwas bewirken kann, hängt vom genauen Mikroorganismenstamm, der Dosis, dem Anwendungsgebiet und der Person ab.
Gesunde Menschen benötigen normalerweise kein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel. Bei bestimmten Beschwerden kann ein zeitlich begrenzter Versuch mit einem passend untersuchten Präparat infrage kommen. Bleibt die erhoffte Wirkung aus, sollte die Einnahme nicht einfach unbegrenzt fortgesetzt werden.
Besonders wichtig ist ein vorsichtiger Umgang bei schwer kranken oder immungeschwächten Menschen sowie bei Frühgeborenen und kranken Säuglingen. Hier gehört die Entscheidung in ärztliche Hände. Und unabhängig davon gilt: Bei Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Gewichtsverlust, Fieber oder starken Schmerzen ist eine medizinische Untersuchung wichtiger als der nächste Versuch mit einem Probiotikum.
Häufige Fragen zu Probiotika
Probiotika können in bestimmten Situationen sinnvoll sein, eine allgemeine Empfehlung gibt es jedoch nicht. Entscheidend sind der genaue Mikroorganismenstamm, die Dosierung, der Anwendungszweck und der Gesundheitszustand.
Es gibt keinen einzelnen Stamm, der nach jeder Antibiotikatherapie grundsätzlich empfohlen werden kann. Studien zeigen für verschiedene Präparate mögliche Vorteile bei der Vorbeugung antibiotikaassoziierter Durchfälle. Welches Präparat geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab.
Eine allgemeine Einnahmedauer gibt es nicht. Sie richtet sich nach dem verwendeten Präparat und dem Anwendungszweck. Bei Verdauungsbeschwerden ist meist ein zeitlich begrenzter Versuch sinnvoller als eine dauerhafte Einnahme ohne erkennbaren Nutzen.
Für gesunde Menschen besteht normalerweise kein Grund, Probiotika dauerhaft als Nahrungsergänzung einzunehmen. Bleibt ein erkennbarer Nutzen aus, sollte die Einnahme nicht unbegrenzt fortgesetzt werden.
Ein allgemeiner gesundheitlicher Zusatznutzen probiotisch angereicherter Säuglingsnahrung ist für gesunde Säuglinge bislang nicht ausreichend belegt. Bei Frühgeborenen oder kranken Säuglingen sollten Probiotika nur nach ärztlicher Rücksprache eingesetzt werden.
