/www.praktischarzt.de
  • Login
    • Bewerber
    • Arbeitgeber
/www.praktischarzt.de
  • Login
  • Bewerber Registrierung Arbeitgeber Registrierung
  • Stellenangebote
    • Stellenangebote
      • Assistenzarzt
      • Facharzt
      • Oberarzt
      • Chefarzt
      • Leitender Arzt
      • Ärztlicher Direktor
      • Alle Arztstellen
      • Pharma
      • Famulatur
      • Praktisches Jahr
      • Leitender Arzt
      • Ärztlicher Direktor
      • Alle Arztstellen
      • Famulatur
      • Praktisches Jahr
  • Mein Lebenslauf
  • Arbeitgeber entdecken
    • Arbeitgeber entdecken
      • Alle Arbeitgeber
      • Kliniken
      • Unternehmen
      • Arztpraxen und MVZ
  • Arztkarriere
    • Arztkarriere
      • Arzt
      • Medizinstudent
  • Magazin
  • Für Arbeitgeber

praktischArzt Magazin Recycling im Gesundheitswesen

Recycling im Gesundheitswesen

Recycling Im Gesundheitswesen
Zuletzt aktualisiert: 11.11.2025
Themen: Krankenhausmanagement, Unternehmenskultur
Mail Icon WhatsApp Icon Instagram Icon Facebook Icon LinkedIn Icon

Ob Einwegspritzen, Infusionsschläuche oder Schutzkleidung – das Gesundheitssystem strotzt vor Kunststoff. So ist es auch kein Wunder, dass Krankenhäuser zu den fünf Branchen zählen, in denen die meisten Abfälle anfallen. In Zeiten, wo Nachhaltigkeit, Recycling und Umweltschutz zunehmend an Bedeutung gewinnen, suchen viele Krankenhäuser nach Möglichkeiten, um das Thema Klimaschutz aktiv umzusetzen. Doch wie hoch ist das Abfallaufkommen des Gesundheitssystems eigentlich und wie kann dem entgegengewirkt werden?

Abfallaufkommen des deutschen Gesundheitssystems

Krankenhäuser sind laut der initiative PraktischPlastik der fünftgrößte Müllproduzent in Deutschland. Pro Patienten fallen durchschnittlich rund 400 Gramm Plastik pro Tag an. Das Statistische Bundesamt zählt aktuell 1.980 Krankenhäuser sowie rund 1.200 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen. Hinzu kommen rund 75.000 Arztpraxen, 42.000 Zahnarztpraxen und 1.700 medizinische Laboratorien. Allein eine Klinik der Bundesrepublik produziert täglich sieben bis acht Tonnen Abfall. Auf alle Krankenhäuser hochgerechnet, fallen somit im Jahr rund 4,8 Millionen Tonnen Müll an. Die gemeinnützige Organisation Practice Greenhealth geht davon aus, dass rund 25 Prozent des anfallenden Abfalls in Krankenhäusern aus Plastik besteht.

Neben Plastik handelt es sich bei den Abfällen des Gesundheitssystems jedoch auch um andere Stoffe und Materialien wie Glasflaschen, Desinfektionsmittelbehälter, Kanülen, Medikamentenreste, Organe, Amalgamabfälle, sowie chemische Abfälle oder veraltete Medizingeräte. Rund 90 Prozent aller medizinischen Abfälle, die in den Entsorgungsanlagen in Deutschland landen, sind hausmüllähnliche Abfälle. An schätzungsweise 10.000 Tonnen Müll, müssen jedoch bei dessen Sammlung und Entsorgung aus infektionspräventiver Sicht besondere Anforderungen gestellt werden. Die Entsorgung geht demnach mit strengen Vorgaben einher.

Auswirkungen auf unsere Umwelt

Nicht nur die Zahlen sind alarmierend, sondern auch die Auswirkungen enormer (Plastik-)Müllproduktion auf unsere Umwelt. Denn inzwischen sollte wohl jeder die Bilder der Meeresschildkröten oder Seevögel kennen, die sich in Fischernetzen verheddert haben oder deren Mägen mit Plastikteilen gefüllt sind. Durch das Verfangen in Plastikmüll verenden jährlich bis zu 100.000 Meeressäuger und eine Million Meeresvögel. Vor allem die Aufnahme über die Nahrung wirkt sich so wieder auf uns Menschen aus. Kunststoff zerfällt in kleinere Teile, wird von Fischen und Muscheln aufgenommen und gelangt so letztendlich auf unsere Teller. Auch die Honigbiene, die in der Umwelt Mikroplastik aufsammelt und diesen in den Honig trägt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Weiterhin verursacht der Müll eine Verschmutzung des Grundwassers, durch die Zersetzung des Abfalls.

Recycling: Wie das Gesundheitssystem seine Müllproduktion eindämmen kann

Im Restaurant den Strohhalm wegzulassen ist denkbar einfach. Deutlich schwieriger gestaltet es sich jedoch, auf Plastik im Gesundheitswesen zu reduzieren, denn Einwegplastik ist für viele Krankenhäuser die naheliegendste Option. Es ist günstig, haltbar und leicht zu entsorgen. Zudem kommt jeder Gegenstand aus frisch geöffneten Plastikbehältern aus einer sterilen Umgebung. Doch auch mit kleinen Veränderungen lässt sich die Müllproduktion deutlich senken wie das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden zeigt: Um den Abfall möglichst gering zu halten, bekommen die Patienten Marmelade in kompostierten bzw. essbaren Schälchen, den Quark in Glasschalen und die Butter portioniert.

Die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter/innen und benutzen, wo immer es möglich ist, Mehrwegprodukte, wie wieder verwendbare Infusionsflaschenhalter und Mehrweginstrumente. Auch bei den Abwürfen wiederverwendbarer Berufsbekleidung lassen sich Ressourcen schonen.  Das Uniklinikum nutzt dafür Mehrweggewebe statt Kunststoffsäcke. Durch den Einsatz von rund 100.000 dieser Säcke werden pro Jahr vier Tonnen weniger Kunststoff verbraucht. Bereits mit kleinen Veränderungen kann großes bewirkt werden. Wie wäre es also mit Nachfüllpackungen für Desinfektionsmittel? Oder einem Verzicht auf überflüssige Umverpackungen bereits verpackter Artikel wie Reinigungstücher? Gegebenenfalls kann mit Lieferanten und Herstellern Rücksprache gehalten werden.

Möglichkeiten des Recyclings

Der größte Anteil des Abfalls im Gesundheitswesen wird gemeinsam mit Siedlungsabfällen in thermischen Abfallbehandlungsanlagen verwertet. Die thermische Abfallbehandlung eine der tragenden Säulen der Abfallentsorgung in Deutschland. In der Regel wird die beim Verbrennen freigesetzte Energie genutzt und als elektrische Energie, Wärme oder Prozessdampf abgegeben. Dies ist jedoch nicht für alle Abfälle des Gesundheitssystems vorgesehen: Ein vergleichsweise geringer Anteil von fünf Prozent besteht aus gefährlichen, infektiösen Abfällen, die nach der Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gesondert zu behandeln sind.

In der Regel müssen solch speziellen Abfälle in Sonderabfallverbrennungsanlagen oder in Anlagen zur chemisch-physikalischen Behandlung vernichtet werden. Eine umweltfreundliche Alternative bestünde beispielsweise jedoch darin, bisher nicht verwertbaren, infektiösen Abfall wieder dem Kreislauf zurückzuführen. Dieses vorgehen wird durch eine neue Art der Desinfektionsanlage möglich: aus hochinfektiösen Krankenhausabfällen wird durch ein neuartiges Vakuum-Dampf-Vakuum-Verfahren, verwertbares Material zur Dampf- und Stromerzeugung gewonnen. Die Desinfektionsanlage tötet dabei sämtliche Keime, Sporen, Viren und Bakterien ab. Die Desinfektion erfolgt vollautomatisch in einem geschlossenen System, so dass kein Personal in Kontakt mit den Abfällen gelangt. Anschließend wird das Material in der Verwertungsanlage zur Strom- und Dampferzeugung eingesetzt. So können 4.000 Haushalte jährlich mit Energie aus 5.400 Tonnen Krankenhausabfall versorgt werden.

Ein solches Verfahren ist jedoch nur bei wenigen Produkten möglich, da diese Aufbereitung sicherstellen muss, „dass von dem aufbereiteten Medizinprodukt bei der folgenden Anwendung keine Gefahr von Gesundheitsschäden, insbesondere im Sinne von – Infektionen, – pyrogenbedingten Reaktionen, – allergischen Reaktionen, – toxischen Reaktionen – oder aufgrund veränderter technisch-funktioneller Eigenschaften ausgeht“ – so das Robert-Koch-Institut. Auch das Röntgen bietet zahlreiche Möglichkeiten des Recyclings: Beispielsweise können aus Röntgen- oder Mammographiefilmen, mittels aufwändiger Recyclingprozesse, wertvolle Stoffe wie Silber oder Kunststoff zurückgewonnen werden. Auch aus alter Röntgenschutzkleidung kann mittels Recycling Blei zurückgewonnen und in den Wirtschaftskreislauf, beispielsweise zur Herstellung von Batterien, zurückgeführt werden.

Mehr zum Thema

Trendbarometer Gesundheitswirtschaft 2026
Krankenhausmanagement
Trendbarometer Gesundheitswirtschaft 2026: Was Ärzte jetzt wissen müssen
15.06.2026
Weiterlesen
Krisen Resilienz Deutscher Krankenhäuser Feldlazarett
Krankenhausmanagement
Krisen-Resilienz deutscher Krankenhäusern: DKG stellt Studienergebnisse vor
28.10.2025
Weiterlesen
Krankenhaus Rating Report 2025
Krankenhausmanagement
Krankenhaus Rating Report 2025: Zwischen Krise und Kurswechsel
23.07.2025
Weiterlesen
Redaktion
pA Medien Gmbh
pA Medien Gmbh
Redaktionsteam
Veröffentlicht am: 25.01.2024
Artikel teilen
Mail Icon WhatsApp Icon Instagram Icon Facebook Icon LinkedIn Icon

Themen

  • Krankenhausmanagement
  • Unternehmenskultur
  • Weniger anzeigen
Mehr anzeigen
< Vorheriger Artikel Nächster Artikel >

Neueste Arztstellen

Neueste Arztstellen

Stationsarzt Innere Medizin/Kardiologie (m/w/d) in Teilzeit
Bad Nauheim
Stationsarzt (m/w/d) Psychosomatik
Bad Nauheim
Oberarzt (m/w/d) Psychosomatik
Bad Nauheim
Ärztliche Leitung des ambulanten Bereichs 80 – 100 % (m/w/d)
St. Gallen
Alle Arztstellen ansehen >>

First Ad

Registrierung Newsletter

Newsletter abonnieren

Mit dem praktischArzt Newsletter aktuelle Infos zu Karriere und Medizin erhalten.

Bitte eine gültige E-Mail-Adresse eingeben
Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung.

E-Mail-Adresse bestätigen

Second Ad

Arzt Jobs

Arzt Stellenangebote

Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Assistenzarzt/-ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Facharzt/-ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Oberarzt/ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Chefarzt/ärztin Stellenangebote
Alle Arztstellen ansehen >>

Jobs per Mail erhalten

Jobs per Mail erhalten

Erhalte die neuesten Job für jede Suchanfrage kostenlos per E-Mail.

Jetzt aktivieren

Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung. Abmeldung jederzeit möglich.

 
footer_logo
  • +49 621 180 64 150
  • kontakt@praktischarzt.de
Arbeitgeber
  • Warum praktischArzt?
  • Stelle schalten
  • Preise
  • Mediadaten
Jobsucher
  • Arzt Karriere
  • Medizinstudium
  • Medizinische Berufe
Direktsuche
  • Assistenzarzt Jobs
  • Facharzt Jobs
  • Oberarzt Jobs
  • Chefarzt Jobs
Fachwissen
  • Untersuchungen
  • Krankheiten
  • Behandlungen
  • Ratgeber

© 2026 praktischArzt
  • Impressum
  • Kontakt
  • AGB
  • Datenschutz
  • Gender-Hinweis
JETZT den praktischArzt Newsletter abonnieren

Erhalte alle 14 Tage

  • Aktuelle Karriere-Informationen
  • Neueste Jobangebote
  • News aus Gesundheitspolitik & Medizin
Bitte eine gültige E-Mail-Adresse eingeben
Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung.

E-Mail-Adresse bestätigen