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praktischArzt Magazin Interview: Psychiatrie im Südharz Klinikum Nordhausen

Interview: Die Psychiatrie im Südharz Klinikum Nordhausen

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Zuletzt aktualisiert: 01.07.2025Themen: Klinik-Karriere
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Welches Leistungsspektrum bietet das Südharz Klinikum Nordhausen im Fachbereich der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik? Und wieso kann gerade diese Klinik für den medizinischen Nachwuchs so interessant sein? Darüber spricht Chefärztin Dr. med. Andrea Sauter im Interview mit praktischArzt.

Frau Dr. Sauter, warum haben Sie sich für Ihren Fachbereich entschieden?

Speziell im Fach Psychiatrie ist die Antwort auf diese Frage meistens spannend. Denn ganz oft ist es hier erst die „Liebe auf den zweiten Blick“. Natürlich haben wir auch Kollegen, die bereits mit dem Berufswunsch Psychiater ins Arbeitsleben starten, bei uns finden aber auch viele Ärzte erst über ihre Berufserfahrungen zu diesem Traumjob.

Und so war das auch bei mir. Gestartet bin ich ins Studium mit der klassischen Idee, chirurgisch zu arbeiten und habe während der Promotion entschieden, langfristig doch konservativ tätig zu sein und kam so zum Schwerpunktinteresse Neurologie. Und dann war es erst im Rahmen der zwölfmonatigen Pflichtrotation Psychiatrie für die neurologische Facharztausbildung, dass ich erstmals wirklich so richtig in Kontakt mit diesem Fach gekommen bin.

Dabei ist dann aber doch schnell aufgefallen, dass ich über genug Einfühlungsvermögen verfüge, dass mir der Umgang mit psychiatrischen Patienten leichtfällt. Gleichzeitig kann ich meine strukturierte Arbeitsweise einsetzen, so dass ich hier insgesamt meine Stärken viel umfassender einbringen kann als in anderen Fachbereichen. Ich kann deshalb also mit Überzeugung sagen, dass ich in der Psychiatrie und Psychotherapie meine berufliche Bestimmung habe.

Was zeichnet das Fach aus und was fasziniert sie daran?

Das Besondere an diesem Fach ist, dass es vom Ablauf der Weiterbildung her eines der wenigen ist, in dem die Bausteine des Weiterbildungskatalogs, die man neben der klinischen Arbeit sammeln muss, komplett selbstständig absolviert werden können. Das ist ein Riesenvorteil! Das heißt nämlich, dass ein Assistenzarzt in der Psychiatrie in der Regel komplett unabhängig von Vorgesetzten oder Arbeitgeber darin ist, wie schnell er seinen Weiterbildungskatalog komplettiert. Wer also daran interessiert ist, in der Mindestweiterbildungszeit Facharzt zu werden, ist in diesem Fach genau richtig.

Darüber hinaus ist die biologische Psychiatrie noch massiv untererforscht und gerade die vielen immunologischen Aspekte psychischer Störungen warten händeringend darauf, von der zukünftigen Forschergeneration entdeckt zu werden. Damit ist die Psychiatrie, bezogen auf den aktuellen Forschungsstand das wahrscheinlichste spannendste Fach mit dem größten klinischen Forschungspotential im humanmedizinischen Fachspektrum.

Welches Leistungsspektrum bietet das Klinikum Nordhausen in der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an?

Die Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Südharzklinikum erfüllt State-of-the-art-Kriterien allein schon mit ihrer Platzierung direkt in einem Vollversorgungskrankenhaus. Denn so lauten die einschlägigen Expertenempfehlungen, nämlich dass sich moderne psychiatrische Behandlungsbereiche in der Zukunft am besten innerhalb somatischer Kliniken befinden sollten.

Weil diese Empfehlung bei uns schon vorbildlich umgesetzt ist, sind wir neben der Behandlung der primär psychiatrisch-psychotherapeutischen Patienten fachlich auch an allen Schnittstellen zu den somatischen Fächern aktiv. Im Konsildienst sind sicher wir die Fachabteilung mit den meisten Berührungspunkten zu den anderen Bereichen, sei es Dermatologie, Innere, Augenheilkunde, Nuklearmedizin usw. Wir kommen so richtig viel rum, was oft sehr spannend und fachlich unglaublich bereichernd ist. Gleichzeitig haben wir im Südharzklinikum den Vorteil, dass wir alle Kliniken unter einem Dach haben, also sind es trotz der Vielfalt der Fachbereiche und Kliniken überall kurze Wege für uns.

Unsere eigene Abteilung, die Klinik für Psychiatrie, ist selbst hervorragend ausgestattet und bietet das gesamte Spektrum der etablierten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungsmethoden. Neben Lichttherapie, Elektrokrampftherapie, und repetitive Magnetstimulation als innovatives Verfahren behandeln wir psychotherapeutisch, je nach Erfordernis, tiefenpsychologisch, verhaltenstherapeutisch, systemisch, und ggf. auch komplementär körperpsychotherapeutisch.

Dazu verfügen wir über kleine Behandlungseinheiten mit maximal 17 Betten, gerade auch auf den beschützt geführten Stationen, und haben also auch diesbezüglich ein Arbeitsumfeld, das nach den modernsten Kriterien gestaltet ist.

Und wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag?

Unser Arbeitsalltag ist zu einem wesentlichen Teil auf die Besonderheiten unseres Faches ausgelegt: Es ist nämlich im Bereich der psychiatrischen Diagnostik bisweilen nicht immer gleich ganz klar, welche Diagnose beim jeweiligen Patienten zu stellen ist. Deshalb arbeiten wir im sogenannten multiprofessionellen Team: Das heißt Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen, also Psychologen, Ergo-, Bewegungstherapeuten, Pflegepersonen und die Ärzte tragen ihre Beobachtungen zum Verhalten des Patienten zusammen. Dafür haben wir regelmäßige Meetings, in denen wir uns fachlich zu den einzelnen Patienten austauschen. Denn die Erfahrung zeigt: In der Psychiatrie ergibt in manchen Fällen erst der gemeinsame Blick auf den Patienten eine sichere Einordnung der Beschwerden, weil der Patient selbst manchmal eine ganz eigene Theorie hat, wo das Problem sitzt oder sich vielleicht auch nicht immer offen äußert. Und dann kann es manchmal fast so etwas wie Detektivarbeit sein, die Problematik richtig herauszuarbeiten.

Wenn das aber dann gelungen ist, kann man den Patienten als Menschen viel ganzheitlicher wahrnehmen. Das ist gerade auch deshalb wichtig, weil wir so weit wie möglich den Patienten beratend zur Seite stehen wollen. Dass wir wegen Eigen- oder Fremdgefährdung gegen den Wunsch und Willen eines Patienten handeln müssen, kommt deutlich seltener vor.

Ja und neben diesen Besonderheiten haben wir aber natürlich auch noch die klassische Krankenhausroutine mit morgendlichen Visiten, körperlichen Untersuchungen, wir führen unsere Lumbalpunktionen meistens selbst durch und sind akutpsychiatrisch in der Rettungsstelle des Hauses zusammen mit den Ärzten aus den anderen Fachbereichen aktiv. Es geht bei uns im Alltag also ausgesprochen abwechslungsreich zu.

Eng arbeiten wir auch mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Hauses zusammen, insbesondere im Bereitschaftsdienst. Auch dort werden die Kollegen, genau wie bei uns, stets durch einen fachärztlichen Hintergrunddienst unterstützt, der immer erreichbar ist und jederzeit auch zur Stelle, wenn fachliche Verstärkung gebraucht wird.

Welche Eigenschaften muss ein Nachwuchsmediziner mitbringen, um in Ihrem Haus zu arbeiten?

In erster Linie wünschen wir uns, dass die jungen Ärzte an den fachlichen Möglichkeiten, die das Südharzklinikum bietet, genauso viel Spaß haben wie wir selbst.

Grundsätzlich hilfreich für das psychiatrische Fach ist auch ein allgemeines Interesse daran, die Gedankengänge und das Verhalten von anderen Menschen verstehen zu wollen. Außerdem ist Bereitschaft zum fachlichen Austausch im multiprofessionellen Team, also mit anderen Berufsgruppen auf Augenhöhe, wichtig, um bei uns viel lernen zu können.

Warum sollte sich ein Nachwuchsmediziner für Ihre Klinik entscheiden? Was zeichnet das Südharz Klinikum Nordhausen aus?

Die Klinik für Psychiatrie am Südharzklinikum ist in vielerlei Hinsicht eine Vorzeigeeinrichtung, denn sie ist schon historisch einer von bundesweit nur zwei Standorten, an denen seitens der Kostenträger, zum allersten Mal ein sog. Modellprojekt zur sektorenübergreifenden Behandlung verwirklicht wurde, und auch bis heute bei uns auch Bestand hat, so dass wir inzwischen über viele Jahre Erfahrung in der sog. Track-Behandlung unserer Patienten verfügen; damit ist eine personelle Behandlungskontinuität über die Patientenreise und die verschiedenen Behandlungsbereiche Ambulanz, Tagesklinik und Station gemeint.

Und weil wir auch Lehrkrankenhaus der Uniklinik Jena sind, können die wissenschaftlich interessierten Mediziner an den Schnittstellen der verschiedenen Fachbereiche immer wieder spannende, klinische Forschungsfragen finden, aus denen klinische Studien entwickelt werden können, weshalb wir auch immer wieder Kollegen in unseren Reihen haben, die habilitieren. Wir bieten also in vielerlei Hinsicht ein karriereförderndes Umfeld und eine echte Alternative zum Universitätsbetrieb für wissenschaftlich Interessierte.

Wie gestaltet sich der idealtypische Werdegang in Ihrer Abteilung?

Bei uns profitieren die jungen Kollegen von einer gründlichen Einarbeitung, je nach vorhandenem Kenntnisstand mehrere Wochen oder auch Monate bis zum Antritt der Bereitschaftsdienste. Vom ersten Tag an unterstützen wir die Karriere unserer Assistenzärzte, indem wir für eine zügige fachliche Weiterbildung sorgen. Dafür halten selbst intern wöchentliche Fortbildungen ab, und zusätzlich werden die Kollegen freigestellt für die Teilnahme an den in Thüringen curricular organisierten Terminen zum Erwerb der Weiterbildungsbausteine. Außerdem machen wir selbstverständlich die neurologische Pflichtrotation innerhalb unseres Hauses ohne Wartezeit möglich, sodass auch von dieser Seite alle Wege gebahnt sind, bei uns im Rahmen der Mindestweiterbildungszeit zur Facharztreife zu gelangen.

Aber die Karriereförderung endet bei uns nicht mit der Facharztprüfung, denn wir bieten auch langfristig ein attraktives Arbeitsumfeld, indem wir die Fachärzte ermutigen, Führungsverantwortung zu übernehmen und wir fördern die Weiterentwicklung in nächste Karriereschritte.

Welche Arbeitszeitmodelle und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie an?

Wir fördern so umfänglich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, dass ich es direkt andersherum formulieren möchte: Wir sind grundsätzlich für alle Arbeitszeitmodelle offen, die sich mit der Teamarbeit im Krankenhausalltag vereinbaren lassen.

Welche Ziele haben Sie für die kommenden Monate und Jahre?

Als Klinik mit Modellcharakter haben wir eine Vorbildfunktion und sehen uns daher auch im Besonderen den innovativen Behandlungsverfahren und der Weiterentwicklung der transsektoralen Behandlungskontinuität verpflichtet, z.B. in der Wiedereingliederung von Menschen ins gesellschaftliche und Berufsleben nach schweren psychischen Erkrankungen.

Außerdem liegt uns die biologische Psychiatrie am Herzen, weshalb wir in enger Zusammenarbeit mit der neurologischen Abteilung die klinische Diagnostik der Autoimmunenzephalitiden weiter implementieren werden.

Zur Person:

Dr. med. Andrea Sauter ist Chefärztin der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Südharz Klinikum Nordhausen.

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Redaktion
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Veröffentlicht am: 07.07.2025
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