
In vielen Unikliniken wird diese Woche spürbar langsamer gearbeitet: Hintergrund sind bundesweite Proteste im laufenden Tarifkonflikt der Länder. Für Patienten bedeutet das vor allem verschobene planbare Eingriffe – für Ärzte mehr Koordination im klinischen Alltag.
Inhaltsverzeichnis
Überblick: Warnstreiks an Unikliniken
- Warnstreiks an Unikliniken laufen bundesweit an mehr als 20 Standorten – teils zweitägig.
- Notfallversorgung bleibt laut Gewerkschaft per Notdienstvereinbarungen gesichert, Elektiv-OPs und Termine können ausfallen.
- Streitpunkt sind u.a. 7 Prozent mehr Geld (mind. 300 Euro) sowie Zulagen/Zeitzuschläge.
- Nächste große Weichenstellung: 3. Verhandlungsrunde ab dem 11. Februar 2026 in Potsdam.
Was passiert gerade und wo trifft es Kliniken besonders?
Am Dienstag, 27. Januar 2026, sind Beschäftigte von mehr als 20 Universitätskliniken in den Warnstreik getreten. Betroffen sind laut Gewerkschaft unter anderem Standorte in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern.
In NRW sind (je nach Standort) zweitägige Arbeitsniederlegungen angekündigt, darunter etwa Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. Das Muster: Stationen laufen im Notbetrieb, während OP-Programme und Ambulanzen ausgedünnt werden.
Welche Folgen hat das für den Klinikalltag?
Die zentrale Botschaft lautet: Notfälle werden versorgt, aber der Rest wird triagiert. Verdi rechnet mit deutlichen Einschränkungen; Kliniken und Gewerkschaft verweisen auf Notdienstvereinbarungen, damit Intensivmedizin, Stroke-/Chest-Pain-Pfad, Geburtshilfe und Akutversorgung funktionieren.
Praktisch bedeutet das für Ärzte häufig:
- Verschiebung planbarer OPs (und damit Kaskaden in Diagnostik, Aufklärung, Bettenplanung).
- Engpässe in Funktionsbereichen (OP-Pflege, Endoskopie, Steri, Transport, Labor) – je nach Streikbeteiligung.
- Mehr Kommunikationsaufwand: Patienten informieren, Alternativtermine koordinieren, Entlassmanagement neu takten.
Wichtig für die Einordnung: Bei diesen Aktionen geht es primär um Tarifbeschäftigte der Länder (z.B. Pflege, Service, Verwaltung). Ärzte sind an Unikliniken in der Regel über TV-Ärzte (TdL) tarifgebunden und damit nicht Kernziel dieser ver.di-Warnstreiks.
Worum wird gestritten und wie geht es weiter?
Die Warnstreiks sind Teil der Tarifrunde der Länder (TV-L). Nach zwei ergebnislosen Runden soll die dritte Runde ab 11. Februar in Potsdam stattfinden.
Die Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Entgelt, mindestens 300 Euro monatlich. Zusätzlich stehen u.a. Schicht- und Wechselschichtzulagen sowie Zeitzuschläge im Fokus.
Die Arbeitgeberseite (TdL) hat bisher kein klassisches Angebot vorgelegt, sondern Eckpunkte für einen „Einigungskorridor“: Entgelterhöhungen leicht über der Inflation in mehreren Stufen bei 29 Monaten Laufzeit (bis Ende März 2028).
Fazit
Warnstreiks an Unikliniken treffen Patienten selten im Sinne eines Versorgungsabbruchs, aber häufig im Sinne einer Verschiebungswelle. Für Ärzte heißt das: Akutpfade absichern, OP-Programme täglich neu denken, und die Kommunikation nach innen und außen eng führen. Ob sich die Lage beruhigt, hängt maßgeblich davon ab, ob in Potsdam ab dem 11. Februar Bewegung in die Verhandlungen kommt.
Häufige Fragen
- Wann finden die Warnstreiks an Unikliniken statt?
- Welche Berufsgruppen betrifft der Tarifkonflikt hinter den Warnstreiks an Unikliniken?
- Was bedeutet das für Patienten während den Warnstreiks an Unikliniken?
- Was können Chef- und Oberärzte bei Warnstreiks an Unikliniken konkret tun?
Die Warnstreiks an Unikliniken laufen aktuell rund um den 27./28. Januar 2026 an vielen Standorten. Weitere Aktionen bis zur nächsten Verhandlungsrunde ab 11. Februar 2026 sind angekündigt.
Die Warnstreiks an Unikliniken betreffen vor allem Tarifbeschäftigte der Länder, etwa Pflege, Funktionsdienst, Labor, Verwaltung und Service. Ärzte sind in der Regel über TV-Ärzte (TdL) separat tarifgebunden.
Bei Warnstreiks an Unikliniken bleibt die Notfallversorgung laut Gewerkschaft durch Notdienstvereinbarungen gesichert, während planbare Operationen und Termine teils verschoben werden.
Bei Warnstreiks an Unikliniken hilft ein tägliches Lagebriefing (OP/Betten/Diagnostik), ein klarer Priorisierungsplan für Elektivfälle und eine frühe Patienteninformation – so sinkt das Risiko, dass die Verschiebungen ungeordnet eskalieren.












