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praktischArzt Medizinstudium Doktorarbeit: Vorbereitung & Formales

Vorbereitung & Formales – Erfolgreich starten mit der medizinischen Doktorarbeit

Doktorarbeit Vorbereitung Formales
Zuletzt aktualisiert: 22.08.2025
Themen: Doktorarbeit
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Es beginnt oft mit einer Idee – im PJ, in der Famulatur oder während einer spannenden Vorlesung. Ein Fall bleibt besonders im Gedächtnis, ein Krankheitsbild wirft Fragen auf, oder ein engagierter Betreuer erwähnt beiläufig ein offenes Forschungsthema. Und plötzlich steht sie im Raum: die Entscheidung, eine medizinische Doktorarbeit zu schreiben. Was zunächst nach einem überschaubaren Projekt klingt, entpuppt sich schnell als komplexe Herausforderung. Wie strukturiert man eine Studie? Was gehört alles in ein Studienprotokoll? Braucht man wirklich ein Ethikvotum – auch wenn es “nur” um Aktenanalyse geht? Und was hat es mit der Studienregistrierung auf sich? Um aus einer guten Idee ein sauberes, ethisch korrektes und methodisch solides Forschungsprojekt zu machen, sind strukturierte Vorarbeiten und die genaue Kenntnis formaler Anforderungen unerlässlich.

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Studienprotokoll
  2. Das Ethikvotum
  3. Vernetzung und Kommunikation
  4. Transparenz und Publikationspflicht
  5. Fazit: Sorgfalt zahlt sich aus

Das Studienprotokoll – Rückgrat der Planung

Am Anfang jedes Forschungsprojekts steht das Studienprotokoll. Es ist nicht nur eine formale Voraussetzung für viele weitere Schritte (z. B. Ethikantrag oder Studienregistrierung), sondern auch ein wichtiges Navigationsinstrument für alle Beteiligten. Ein gutes Studienprotokoll ist klar strukturiert und dient der Standardisierung des Ablaufs und der Qualitätssicherung.

Typischer Aufbau eines Studienprotokolls:

  1. Titel und Versionierung: Ein präziser, informativer Studientitel sowie Versionsnummer und Datum helfen bei der Dokumentation und Nachverfolgbarkeit von Änderungen.
  2. Hintergrund und Rationale: Warum wird die Studie durchgeführt? Welche Lücken in der aktuellen wissenschaftlichen Literatur sollen geschlossen werden?
  3. Fragestellung und Hypothesen: Die Formulierung einer klaren, überprüfbaren Forschungsfrage sowie ggf. primärer und sekundärer Hypothesen sind das A und O.
  4. Studiendesign: Wird es sich um eine prospektive oder retrospektive, mono- oder multizentrische, interventionelle oder Beobachtungsstudie handeln? Die Wahl des Designs muss zur Fragestellung passen.
  5. Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Population): Einschluss- und Ausschlusskriterien, Rekrutierungsstrategien und geplante Fallzahlen sollten genau dargelegt werden. Ein einfacher Satz wie „Wir analysieren 100 Patientenakten“ reicht hier nicht aus. Auch Überlegungen zur Repräsentativität und Generalisierbarkeit gehören in diesen Abschnitt.
  6. Intervention und Beobachtungen (falls zutreffend): Was geschieht mit den Studienteilnehmern? Welche Diagnostik oder Therapie wird angewendet? Welche Daten werden erhoben?
  7. Outcomes (Endpunkte): Definition primärer und sekundärer Endpunkte inklusive Zeitpunkte der Messung. Hinweis: Die Fallzahlplanung orientiert sich am primären Endpunkt.
  8. Statistische Analyse: In diesem Teil erfolgt eine Beschreibung der geplanten statistischen Auswertung: Welches statistische Verfahren wird angewendet und warum? Wie wird mit fehlenden Daten umgegangen? Welche Analysesoftware wird genutzt?
  9. Ethik und Datenschutz: Darstellung des Umgangs mit sensiblen Daten, Einholung von Einwilligungserklärungen, Anonymisierung/Pseudonymisierung, Aufbewahrung von Dokumenten.
  10. Zeitplan und Meilensteine: Ein realistischer Zeitplan hilft nicht nur dem Doktoranden selbst, sondern signalisiert auch potenziellen Gutachtern eine sorgfältige Planung.
  11. Finanzierung und Interessenkonflikte: Transparenz ist auch bei Fördermitteln oder möglichen Interessenkonflikten essenziell.
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Das Ethikvotum – Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Forschung

Für eine medizinische Studie mit personenbezogenen Daten oder Patientenkontakt kann ein positives Ethikvotum erforderlich sein – auch bei rein retrospektiven Projekten. Die Ethikkommission prüft, ob das geplante Vorgehen ethisch vertretbar, datenschutzkonform und wissenschaftlich sinnvoll ist. Ohne ein entsprechendes Votum dürfen in der Regel keine wissenschaftlichen Untersuchungen am Menschen durchgeführt, personenbezogene Daten erhoben oder ausgewertet werden.

Der Antrag auf ein Ethikvotum sollte vor Beginn der Studie gestellt werden. Meistens erfolgt dies über ein Onlineportal oder ein spezifisches Formular bei der Universität oder der zuständigen Landesärztekammer. Zum Antrag gehören:

  • Studienprotokoll
  • Patienteninformation und Einwilligungserklärung (auch bei retrospektiven Studien gelegentlich erforderlich)
  • Fragebögen bzw. Angaben zu sonstigen Erhebungsinstrumenten

Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel mehrere Wochen oder sogar Monate. Wer entsprechend plant, erlebt hier keine bösen Überraschungen.

Studienzentren gewinnen – Vernetzung und Kommunikation

Bei multizentrischen Projekten, also Projekten in deren Rahmen Studienteilnehmer an mehreren Einrichtungen rekrutiert werden, ist die Auswahl und Einbindung geeigneter Studienzentren entscheidend. Die beteiligten Standorte sollten über ausreichend große Patientenkollektive, eine geeignete Infrastruktur (z. B. eine Study Nurse) und motivierte Ansprechpartner verfügen – sonst kann aus Motivation schnell Frust werden.

Tipps zur erfolgreichen Einbindung

  • Frühzeitige Kontaktaufnahme mit potenziellen Kooperationspartnern – idealerweise mit einem kurzen Konzeptpapier. Ein übersichtlicher Onepager zeigt, dass mit der Zeit der potenziellen Kooperationspartner nicht leichtfertig umgegangen wird.
  • Klare Aufgabenverteilung: Wer rekrutiert, wer erhebt Daten, wer analysiert?
  • Vertragliche Absicherung, z. B. über eine Kooperationsvereinbarung
  • Regelmäßige Kommunikation, z. B. über Online-Meetings oder E-Mail-Newsletter
  • Transparente Publikationsstrategie, um spätere Unklarheiten zu vermeiden, denn: Streitigkeiten im Zusammenhang mit Co-Autorenschaften sind durchaus nicht selten.

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Die Studienregistrierung im DRKS – Transparenz und Publikationspflicht

Seit einigen Jahren fordert die Deklaration von Helsinki, eine ethische Richtlinie des Weltärztebundes für die medizinische Forschung am Menschen, dass klinische Studien (auch nicht-interventionelle) vor Beginn öffentlich registriert werden. In Deutschland ist das Deutsche Register Klinischer Studien (DRKS) die zentrale Plattform, um dieser Forderung gerecht zu werden – insbesondere für Studien, die nicht im Rahmen internationaler Arzneimittel- oder Medizinproduktforschung durchgeführt werden (für Letzteres ist das EU Clinical Trials Register zuständig).

Die Registrierung einer klinischen Studie erfüllt mehrere wichtige Funktionen. Zum einen schafft sie Transparenz gegenüber der Fachöffentlichkeit und potenziellen Studienteilnehmern – es wird sichtbar, welche Studien aktuell geplant oder bereits in Durchführung sind. Zum anderen ist die Registrierung mittlerweile eine Pflichtvoraussetzung für die Publikation in vielen medizinischen Fachzeitschriften. Ohne einen Nachweis der Vorabregistrierung wird ein Manuskript häufig nicht angenommen. Darüber hinaus trägt die Studienregistrierung wesentlich zur Vermeidung von Verzerrungen bei, insbesondere des sogenannten Publikationsbias – also der selektiven Veröffentlichung nur positiver Ergebnisse. Nicht zuletzt erhöht die öffentliche Sichtbarkeit der Studie auch die Chancen, passende Teilnehmende zu rekrutieren, da Patienten, Ärzte oder andere Interessierte gezielt nach Studien suchen können.

Im Rahmen der Registrierung müssen unter anderem Informationen zu Studiendesign, Zielgruppe, geplanten Interventionen, Endpunkten, Sponsoren und Studienleitung eingereicht werden. Die DRKS-Registrierung erfolgt online und wird redaktionell geprüft. Eine Bearbeitungszeit von zwei bis vier Wochen ist üblich.

Fazit: Sorgfalt zahlt sich aus

Eine strukturierte Vorbereitung ist kein Selbstzweck. Sie erleichtert den Projektverlauf erheblich, minimiert Risiken und erhöht die wissenschaftliche Qualität der medizinischen Doktorarbeit. Das Studienprotokoll ist das zentrale Planungsdokument, das Ethikvotum die Eintrittskarte in die praktische Umsetzung der Forschung und die Registrierung im DRKS ein Zeichen guter wissenschaftlicher Praxis. Wer diese Schritte ernst nimmt, legt nicht nur den Grundstein für eine erfolgreiche Dissertation, sondern auch für eine vertrauenswürdige und klinisch relevante Forschung. Für mehr Informationen, lies hier alles Wichtige zu den relevanten Schritten auf dem Weg zum Doktortitel:

  • Die 6 Phasen der medizinischen Promotion

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Dres. Florian Brandt, Christian Keinki
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