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praktischArzt Untersuchungen Blutzucker messen Blutzuckerwerte

Blutzuckerwerte und Bedeutung erklärt

Blutzuckerwerte Und Bedeutung Erklärt
Zuletzt aktualisiert: 24.03.2026
Themen: Untersuchungsmethode
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Die Blutzuckerwerte geben den Glukosegehalt (Zucker) im Blut an. Blutzucker ist wichtig für die Gesundheit des Menschen, denn er gilt als Energielieferant für die Zellen und somit für den ganzen Körper. Die Werte sind von verschiedenen Faktoren wie der Nahrungsaufnahme abhängig und können im Laufe des Tages schwanken. Zum Vorbeugen von Krankheiten ist es ratsam, die Werte in regelmäßigen Abständen überprüfen zu lassen, um Krankheiten wie Diabetes frühzeitig behandeln zu können. In diesem Artikel liefern wir wichtige Informationen zu den Blutzuckerwerten, inkl. der  Bedeutung der verschiedenen Werte sowie Normwerte bei Erwachsenen und Kindern.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was sind Blutzuckerwerte?
  2. Wie wird gemessen?
  3. Normale Blutzuckerwerte
  4. Umrechnungstabellen
  5. Hohe Blutzuckerwerte
  6. Niedrige Blutzuckerwerte
  7. Wie kann man Blutzucker senken?
  8. Wichtige Fakten für Ärzte & Medizinstudierende

Das Wichtigste in Kürze

Definition: Der Blutzuckerwert gibt an, wie viel Glukose im Blut zirkuliert und ist ein zentraler Parameter für Energieversorgung und Stoffwechsel.

Normwerte (nüchtern, Erwachsene): 70–100 mg/dl (3,9–5,6 mmol/l)

Typische Tests:

  • Nüchternblutzucker: Basiswert nach mindestens 8 Stunden ohne Nahrung
  • Oraler Glukosetoleranztest (OGTT): Überprüfung, wie der Körper Glukose verarbeitet
  • HbA1c: Langzeitwert für Blutzucker über ~3 Monate

Merke:

  • Werte über 126 mg/dl nüchtern können Hinweis auf Diabetes sein.
  • Blutzucker sollte immer im klinischen Kontext bewertet werden.
  • Verlaufskontrollen sind oft wichtiger als einzelne Messungen.

Was sind Blutzuckerwerte?

Blutzuckerwerte beschreiben den Zuckergehalt im Blut. Dieser verändert sich tagsüber ständig aufgrund der Nahrungsaufnahme und es ist völlig normal, das der Wert schwankt. Morgens sind die Werte am niedrigsten, da man in der Nacht keine Nahrung zu sich genommen hat und nach dem Essen steigen die Werte an.

Der Blutzucker ist für die Energieversorgung der Zellen verantwortlich. Glukose wird mit der Nahrung aufgenommen und gelangt vom Darm aus in das Blut. Im Blut wird Glukose mithilfe von Insulin, einem Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, in die Zellen transportiert und dort aufgenommen. Manche Erkrankungen beeinflussen die Regulation des Blutzuckerspiegels. So kann es sein, dass die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert. Der Betroffene leidet dann an der Zuckerkrankheit, dem sogenannten Diabetes mellitus.

Bei den gemessenen Werten unterscheidet man zwischen zwei Messdaten: dem Kurzzeitzucker und dem Langzeitzucker. Wird eine Routineuntersuchung durchgeführt, so untersucht man den Kurzzeitzucker, welcher die tagesabhängigen Schwankungen des Glukosewerts angibt. Mit diesem Wert erkennen Diabetiker, ob ihnen eine Überzuckerung oder Unterzuckerung bevorsteht und können so einen Zuckerschock vermeiden. Der Langzeitzucker hingegen wird alle zwei bis drei Monate gemessen. Zur Bestimmung des Langzeitblutzuckers wird der sogenannte HbA1c-Wert gemessen – auch als „glykosyliertes Hämoglobin“ bekannt.

HbA1c-Wert

Der HbA1c-Wert zeigt, wie hoch der Anteil des „gezuckerten“ roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) im Verhältnis zum Gesamthämoglobin ist. HbA1c entsteht bei jedem Menschen, nicht nur bei Diabetikern. Der Wert spiegelt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 8 bis 10 Wochen wider: Je höher der Blutzuckerspiegel in diesem Zeitraum war, desto höher fällt auch der HbA1c-Wert aus. Der HbA1c-Wert ist ein zentraler Parameter in der Diagnose und Therapie von Diabetes, da er eine zuverlässige Einschätzung der langfristigen Blutzuckerkontrolle ermöglicht.

Wie wird der Blutzucker gemessen?

Die Messung des Blutzuckers erfolgt im Labor oder mittels tragbaren Blutzuckermessgeräten. Dies kann ein Arzt, das medizinische Fachpersonal oder auch der Patient selbst durchführen (nach ausführlicher Einweisung). Da der Blutzuckerwert über den Tag hinweg stark schwanken kann, reicht ein einmaliger Test nicht aus. Da der Blutzuckerspiegel im Tagesverlauf stark schwankt, ist eine einmalige Messung nicht aussagekräftig. Um festzustellen, ob dauerhaft zu hohe oder zu niedrige Werte vorliegen, sind wiederholte Messungen über einen längeren Zeitraum notwendig.

Die Blutzuckermessung findet im nüchternen Zustand des Patienten statt. Nüchtern bedeutet in diesem Zusammenhang, bevor der Patient Nahrung zu sich genommen hat. Das Ergebnis nennt man den Nüchtern-Blutzucker. Man sticht leicht in den Finger oder in das Ohrläppchen, sodass ein kleiner Tropfen Blut gewonnen werden kann. Dieser Tropfen wird auf ein kleines Stäbchen aufgetragen, welches in ein Blutzuckermessgerät gesteckt wird. Nach circa 30 Sekunden zeigt das Gerät den Zuckergehalt des untersuchten Blutes an. Man kann den Wert auch bei einer normalen Blutabnahme bestimmen.

Ausführliche und weiterführende Informationen zu diesem Thema gibt es im Artikel Blutzucker messen.

Blutzucker

Maßeinheit der Blutzuckermessung

Der Blutzuckerwert kann in zwei unterschiedlichen Maßeinheiten angegeben werden: „Milligramm pro Deziliter“ (mg/dl) oder „Millimol pro Liter“ (mmol/l). In Deutschland wird traditionell häufiger mg/dl verwendet, während mmol/l die international anerkannte SI-Einheit darstellt und zunehmend auch hierzulande Verwendung findet – vor allem in wissenschaftlichen und internationalen Zusammenhängen.

Während mg/dl das Gewicht der gelösten Zuckerteilchen pro Volumen angibt, erfolgt mit der Maßeinheit mmol/l die Angabe der Anzahl der Teilchen, also die Stoffmenge, pro Volumen.

Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

Eine weitere Messung ist der orale Glukosetoleranztest  (Zuckerbelastungstest). Dieser zeigt an, ob eine Glukosetoleranzstörung vorliegt und wird somit zur Diagnose von Diabetes eingesetzt. Zu Beginn der Untersuchung bestimmt man zunächst den Nüchtern-Blutzuckerwert. Danach trinkt der Patient eine exakt abgemessene Menge an Zuckerlösung. Zwei Stunden später wird dann gemessen, wie hoch der Wert des Blutzuckers gestiegen ist und auch, wie schnell dieser wieder abfällt. Sind die Werte eindeutig erhöht, weist das auf Diabetes hin. Allerdings gibt es auch Patienten, die abnorme Zuckerwerte haben, jedoch noch nicht an Diabetes erkrankt sind. Dies ist dann eine Vorstufe von Diabetes.

Normale Blutzuckerwerte (Tabelle)

Die Blutzuckernormalwerte werden im nüchternen Zustand gemessen. Nüchtern bedeutet, dass man vor dem Test nichts gegessen hat. Insgesamt darf vorher 8 Stunden nichts gegessen werden und auch nur Wasser getrunken werden, was in der Regel morgens direkt nach dem Aufstehen der Fall ist.

Die normalen Blutzuckerwerte nüchtern liegen bei Erwachsenen zwischen 60 – 100 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) bzw. zwischen 3,3 – 5,6 mmol/l (Millimol pro Liter). Nach dem Essen steigen die Blutzuckerwerte an und betragen zwischen 90 – 140 mg/dl bzw. 5,0 – 7,8 mmol/l.

Blutzuckerwerte Norm Nüchtern

Blutzuckerwerte Erwachsene

Eine Übersicht der Blutzuckernormalwerte bei Erwachsenen zeigen die folgenden Tabellen:

Messung in mg/dl Normal Verdacht Diabetes
Nüchtern < 100 100 – 126 > 126
2h nach dem Essen < 140 140 – 200 > 200
HbA1c < 5,7 % 5,7 – 6,4 % > 6,4 %
Messung in mmol/l Normal Verdacht Diabetes
Nüchtern < 5,6 5,6 – 7,0 > 7,0
2h nach dem Essen < 7,8 7,8 – 11,1 > 11,1
HbA1c < 5,7 % 5,7 – 6,4 % > 6,4 %

Blutzuckerwerte Kinder

Kinder haben einen anderen Blutzuckernormalwert als Erwachsene und auch unter Kindern gibt es altersabhängige Unterschiede bezüglich der Normalwerte. Bei einem 1 Tag alten Säugling liegen die Werte zwischen 34 bis 99 mg/dl und ab dem 2. Lebenstag liegt der Wert zwischen 46 und 81 mg/dl. Ab dem 3. Lebenstag entsprechen die Blutzucker-Normalwerte bei Kindern schließlich in der Regel denen von Erwachsenen.

Messung in mg/dl Gesunder Wert
Nüchtern 65 – 100
2h nach dem Essen 80 – 126
HbA1c < 6,05 %
Messung in mmol/l Gesunder Wert
Nüchtern 3,6 – 5,6
2h nach dem Essen 4,5 – 7,0
HbA1c < 6,05 %

Blutzuckerwerte beim oralen Glukosetoleranztest

oGTT in mg/dl Normale Werte Erhöhte Werte Stark erhöhte Werte
Nüchtern-Wert < 100 mg/dl 100 – 125 mg/dl > 126 mg/dl
Blutzuckerwert nach dem Essen < 130 mg/dl > 180 mg/dl
Zwei-Stunden-Wert < 140 mg/dl 140 – 199 mg/dl > 200 mg/dl
oGtt in mmol/l Normale Werte Erhöhte Werte Stark erhöhte Werte
Nüchtern-Wert < 5,6 mmol/l 5,6 – 6,9 mmol/l > 6,9 mmol/l
Blutzuckerwert nach dem Essen < 7,2 mmol/l > 10 mmol/l
Zwei-Stunden-Wert < 7,8 mmol/l 7,8 – 11,0 mmol/l > 11,1 mmol/l

HbA1c-Werte

Diese Tabelle gibt eine zusätzliche Übersicht zu der Relation der HbA1c-Werte in den verschiedenen Maßeinheiten. Der Normwert bei einem gesunden Menschen liegt bei 5 bis 6%, bei einem gut eingestellten Diabetiker bei 6 bis 7% – geht der Wert darüber hinaus, beschreibt man einen Diabetiker als schlecht eingestellt. Da hier mehrere Faktoren (wie Alter und persönliche Verfassung) Einfluss auf den Wert haben, ist die Prozentangabe nie zu 100% sicher.

HbA1c mmol/l > mg/dl mg/dl > mmol/l
4.0% 2 ~ 36 40 ~ 2.2
4.5% 3 ~ 54 50 ~ 2.8
5.0% 4 ~ 72 60 ~ 3.3
5.5% 5 ~ 90 70 ~ 3.9
6.0% 6 ~ 108 80 ~ 4.4
6.5% 7 ~ 126 90 ~ 5.0
7.0% 8 ~ 144 100 ~ 5.6
7.5% 9 ~ 162 120 ~ 6.7
8.0% 10 ~ 180 140 ~ 7.8
8.5% 11 ~ 198 160 ~ 8.9
9.0% 12 ~ 218 180 ~ 10.0
9.5% 13 ~ 234 200 ~ 11.1

Umrechnungstabellen für Blutzuckerwerte

Um die Werte in die jeweils andere Maßeinheit umzurechnen gibt es folgende Formeln:

  • mg/dl x 0,0555 = mmol/l
  • mmol/l x 18,02= mg/dl

Da Werte oft auf eine bestimmte Nachkommastelle gerundet werden, kann es zu leichten Abweichungen kommen. Die folgenden Tabellen zeigen die wichtigsten Blutzucker-Normalwerte auf einen Blick.

Messung in mg/dl entspricht in mmol/l
60 3,3
80 4,4
100 5,5
120 6,7
160 8,9
200 11,1
240 13,3
300 16,6
360 20
Messung in mmol/l entspricht in mg/dl
3 54
4 72
6 108
8 144
10 180
12 216
14 252
16 288
20 360

Wann sind Blutzuckerwerte zu hoch?

Die Werte des Blutzuckerspiegels im nüchternen Zustand sind zu hoch, wenn der Wert über ≥ 110 mg/dl bzw. 6,1 mmol/l liegt. Dann liegt Verdacht auf einen Diabetes vor. Nach dem Essen sind Blutzuckerwerte ab 140 mg/dl bzw. 7,8 mmol/l zu hoch.

Mögliche Gründe für einen zu hohen Blutzuckerspiegel sind:

  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Diabetes während der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes)
  • Hormonstörungen durch Tumore im Nebennierenmark
  • Hormonstörungen durch Tumore der Hirnanhangsdrüse
  • Bauchspeicheldrüsenerkrankung
  • Erbkrankheiten
  • Nebenwirkung bestimmter Medikamente

Sind die Werte des Blutzuckers erhöht treten Symptome wie Durstgefühl, vermehrter Harndrang und Sehstörungen auf.

Ein stark erhöhter Blutzuckerspiegel kann akut zu einem diabetischen Koma führen. Bleibt der Wert über längere Zeit zu hoch, schädigt das die Blutgefäße und begünstigt ernsthafte Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, Schlaganfall, Nierenschwäche und den Verlust der Sehkraft. Dazu kann es auch zu Gewebeschäden, zum Beispiel an den Unterschenkeln und Füßen, kommen.

Welche Blutzuckerwerte sind zu niedrig?

Von einem zu niedrigen Blutzuckerwert spricht man, wenn dieser bei weniger als 70 mg/dl oder weniger als 3,9 mmol/l liegt. Ein zu geringer Blutzucker äußert sich zu Beginn durch Hunger, Schwindel, Müdigkeit und Schweißausbrüchen. Bleiben diese Werte unentdeckt oder eine Unterzuckerung unbehandelt, kann sie schwerwiegende Folgen wie Krampfanfälle, Kreislaufkollaps, Schock und sogar Tod haben.

Ist der Blutzuckerwert zu niedrig kann dies folgende Ursachen haben:

  • Insulinüberdosierung während einer Diabetestherapie
  • Überproduktion von Insulin ausgelöst durch Tumore in der Bauchspeicheldrüse
  • Störungen des Hormonhaushalts
  • Übermäßige körperliche Arbeit und geringe Nahrungszufuhr
  • Mangelernährung durch Alkohol, Fasten oder Nahrungsverweigerung
  • Schwerer Leberschaden, beispielsweise Leberzirrhose
  • Alkoholkonsum auf nüchternen Magen

Leiden Menschen schon eine längere Zeit an einer Diabeteserkrankung ist es möglich, dass sich eine Unterzuckerung nicht symptomatisch äußert. Es gibt wenige oder gar keine Symptome, weshalb nicht rechtzeitig reagiert werden kann. Deswegen müssen Diabetiker die Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren. Vor allem, wenn sie viel körperlich aktiv sind und viel Sport treiben.

Wie kann man Blutzucker senken?

Um einen erhöhten Blutzuckerwert zu senken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Schon eine angepasste Ernährung mit reduziertem Zuckeranteil und einer Erhöhung von Ballaststoffen in Kombination mit Sport können den Blutzuckerwert senken. Durch zunehmende Bewegung wird die Muskelarbeit unterstützt und mehr Energie benötigt, welche durch Glukose im Blut geliefert wird. Zusätzlich bieten sich auch Arzneimittel an, die helfen den Blutzuckerwert zu senken. Spezielle Medikamente für Diabetiker heißen Antidiabetika. Mithilfe von Insulinspritzen ist es Diabetikern möglich, die Blutzuckerwerte schnell zu beeinflussen und den Blutzuckerspiegel bei Bedarf gezielt und kurzfristig zu senken.

Wichtige Fakten für Ärzte & Medizinstudierende

  • Nicht nur Diabetes führt zu erhöhten Blutzuckerwerten: Blutzucker kann auch bei Stress, Infektionen, Medikamenten (z. B. Kortison) oder hormonellen Störungen steigen.
  • Nüchtern vs. postprandial: Unterschiede beachten – manchmal ist nur der postprandiale Wert auffällig.
  • HbA1c ≠ Einzelwert: Zeigt den Durchschnitt der letzten 2–3 Monate, eignet sich für Verlaufskontrolle und Therapiekontrolle.
  • Hyper- und Hypoglykämie erkennen: Symptome wie Schwitzen, Tremor, Bewusstseinsstörungen sind klinisch oft entscheidender als einzelne Messwerte.
  • Labortricks: Hämolyse, längere Lagerung oder falsches Röhrchen können Blutzucker verfälschen.
  • Interdisziplinär denken: Blutzuckerwerte immer im Kontext von Nierenfunktion, Leberwerten und Medikationsplan betrachten.
  • Trends > Einzelwerte: Veränderungen über Tage/Wochen sind aussagekräftiger als eine einzelne Messung.

Häufige Fragen zu Blutzuckerwerten

  1. Welche Blutzuckerwerte sind normal?
  2. Die Blutzucker-Normalwerte liegen im nüchternen Zustand bei erwachsenen Personen zwischen 60 und 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl), beziehungsweise 3,3 – 5,6 Millimol pro Liter (mmol/L).

  3. Wie hoch darf der Blutzuckerwert sein?
  4. Bei gesunden Erwachsenen betragen die Blutzuckerwerte im nüchternen Zustand zwischen 60 und 100 mg/dl. Werte über 126 mg/dl sind ein Indiz für Erkrankungen wie Diabetes. 2 Stunden nach einer eingenommenen Mahlzeit sollte der Wert unter 140 mg/dl abfallen. Blutzuckerwerte über 200 mg/dl sollte eine Abklärung bezüglich einer möglichen Diabetes-Erkrankung zur Folge haben. Der HbA1c-Wert sollte einen Wert von 5,7 nicht überschreiten.

  5. Welche Blutzuckerwerte sind gefährlich?
  6. Liegt der Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand über 100-110 mg/dl bzw. 6,1 mmol/L besteht der Verdacht auf eine Diabetes-Erkrankung. Bei einer Messung, die 2 Stunden nach dem Verzehr einer Mahlzeit durchgeführt wurde, gilt ein Blutzuckerwert von 140 mg/dl bzw. 7,8 mmol/l als zu hoch und kann einen Hinweis auf eine gestörte Glukosetoleranz liefern.

  7. Welche Blutzuckerwerte bei Diabetes Typ 2?
  8. Blutzuckerwerte im nüchternen Zustand über 110 mg/dl (6,1 mmol/l) bzw. über 140 mg/dl (7,8 mmol/l) 2 Stunden nach einer Mahlzeit können ein Indiz für Diabetes Typ 2 sein.

  9. Wie fühlt man sich, wenn die Blutzuckerwerte zu hoch ist
  10. ?

    Bei erhöhten Blutzuckerwerten treten vorwiegend Symptome wie Durstgefühl, übermäßiger Harndrang sowie Sehstörungen auf. Ist der Wert in einem enorm zu hohen Bereich, besteht die Gefahr eines lebensbedrohlichen Komas und langfristigen Schädigungen der Gefäßwände. Dies kann einen Schlaganfall, Nierenversagen und den Verlust der Sehkraft zur Folge haben.

Mehr zu Blutzucker

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  • Blutzucker senken – Die 10 besten Hausmittel
Quellen

1. A. Dormann, B. Isermann, C. Heer: Laborwerte, Urban & Fisher (Verlag), 7. Auflage, 2018
2. N. Schaenzler, W. P. Bieger: Laborwerte: Alles über Normbereiche, Befunde und Co., GRÄFE UND UNZER Verlag, 4. Auflage, 2016
3. H. Schatz: Diabetologie kompakt, Thieme (Verlag), 4. Auflage, 2006
4. P.M. Suter: Checkliste Ernährung, Thieme (Verlag), 2. Auflage, 2005

Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Autor
Dr. med. Marie-Hélène Manz
Ärztin
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12 Kommentare

  1. Elfi STATTMANN | Berg/Drau 08.07.2026

    Ich habe einenNz höchstens 123.Nicht immer Nach 2 Stunden um 110.Langzeitzucker 6,4.Bin ich Diabetikerin.Mach mir große Sorgen.

    Kommentieren
  2. Virginia-Cheyenne Mattekowitsch | Thüringen - Bleicherode 08.05.2026

    Hey ich finde diese Diabetes Tabellen sehr hilfreich und gut, außerdem ist alles sehr gut erklärt worden. Das muss ich postiv anmerken. Jedoch kann ich gar nichts über den Typ3c lesen, es ist generell sehr schwer was über diesen typ herraus zu finden. Können sie dort vielleicht auch etwas zu erklären ? Ich würde mich gern mehr damit befassen da ich an einer Chronischen Pankreatitis leide ich bin 20 Jahre alt und würde gern mehr verstehen was das jetzt alles für mich bedeutet.

    MFG

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  3. Oliver Mezger | Wuppertal 15.03.2026

    Meine Langzeit Werte liegen immer bis jetzt bei 5,7 deabetis wurde festgestellt da war der Wert auf 9 ich habe 17 kg. Abgenommen und treibe regelmäßig sport und habe die Ernährung umgestellt essen wenig Zucker wenn ich backe mit volkornmehl ich nehme noch metformin 2 mal täglich. Frage bin ich da noch diabetiker?

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  4. Ist es Diabetes? Max Meyer | Berlin 24.04.2025

    Hallo, ich habe im Januar meine Ernährung umgestellt. Bis dahin war mit meinem Blutzucker alles in Ordnung. Seit 14tagen merke ich jedoch, dass an meinem Gewicht keinerlei Veränderung trotz eines KCAL Defizites stattfindet. Ich tracke akribisch jede kcal und achte auf wenig Kohlenhydrate und reichlich Eiweiß. Zusätzlich betreibe ich Sport, 4 mal die Woche Ausdauer mit schwimmen oder laufen und jeden Abend 10min kraftsport. Nun stelle ich neben dem fehlenden Gewichtsverlust fest, dass ich wieder zunehme und mein Blutzucker ist 4h nach dem Essen noch immer bei 170 und nüchtern habe ich Werte zwischen 103 bis Spitzenwert 140. mein Arzt nimmt das nicht ernst und sagt, es ist normal, ich fühle jedoch starke Veränderungen wie kleine Flechten auf der Haut, Ich seh links ab und zu nicht richtig (auch die Pupille verändert sich in dem Auge). Nun habe ich 14h gefastet, wirklich nur Wasser zu mir genommen und noch immer ist mein Blutzucker bei 103. mache ich mich verrückt oder ist da was und keiner glaubt mir?

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  5. Jens Schönherr | Bad Karlshafen 05.12.2024

    Wie bekomme ich als Biaberiker 2 den Blutzuckerwert von 400 runter Die Soritze mit dem Nachtinsulin 12 Einheiten ist in 1 ner Stunde gerade mal um 6 Einheiten zurückgegangen!! Kann ich mir das Tagesinsulin nachspritzen um 15 Einheiten ??? !!!!

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    • Reinhard Ulmer | Erkelenz 26.06.2025

      Lieber Herr Schönherr!
      Mein Hausarzt meinte, das ich alle zwei Stunden etwas essen sollte.Das kam mir doch eigenartig vor.Ich stieß dann im IT
      auf Dr. Limpinsel. Seitdem ernähre ich mich nach seinen Vorschlägen und alles ist gut.Keine Medikamente mehr.
      Der Normalarzt ist nicht daran interessiert,das ein Diabetiker gesund wird.
      MfG
      R.ulmer

      Kommentieren
  6. Christian Schmidt | Hannover 04.12.2024

    Ich habe stark schwankende Blutzuckerwerte. Morgens ungefähr 50 mg/dl, dann nachmittags über 300 mg/dl und abends 100 mg/dl. Teilweise fühle ich mich auch sehr müde. Normal ist dies nicht oder? Wie soll ich damit umgehen?

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  7. Tina Maibach | Bremen 28.11.2024

    Mein Glucose Toleranztest hat folgende Werte ergeben die Blutzuckerwerte HbA1c 6.2% sowie GL0F 117, GL60F 141 und GL120F 131. Was bedeutet dies? Habe ich Diabetes? Falls ja, welcher Typ?

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  8. Hermann Richter | Ochsenhausen 26.11.2024

    Diese Werte für den Blutzucker werden ja von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) definiert: Nüchtern sollten sie unter 90 mg/dl liegen, und eine Stunde nach der Belastung unter 140 mg/dl. Doch wie sehen die durchschnittlichen Werte bei einem gesunden Menschen aus?

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    • pA Medien Gmbh 26.11.2024

      Der durchschnittliche HbA1c-Wert von gesunden Menschen ohne Diabetes liegt in Deutschland zwischen 4,5 und 5,7 Prozent. Bei einer Überschreitung von 6,5 Prozent spricht man von Diabetes.

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    • Herr Karlheinz Zirbel | Alzey 13.07.2025

      Für mich ist dss völliger Käse diese Werte. natürlich schwankt der Blutzucker .Ich habe meist nüchtern zwischen 70 und 90. Ab und an auch mal 200 . Aber ich nehme kein Metformin und kein Langzeitinsulin mehr. Ich mache einen Körper nicht kaputt für nichts. Der Körper ist sehr komplex und diese Vorgaben an Werten sind rein der Pharmaindustrie geschuldet. Diese Werte sind ständig nach unten korrigiert worden. Weshalb wohl?. Einzig des Kommerzes wegen………….

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      • Stefan Taubert | Eisenhüttenstadt/Ex-Westberliner 19.11.2025

        Nun Hr. Zirbel – so dachte ich auch einmal. Ich habe Metformin nicht gut vertragen undzwar in der Form, dass ich einen dauerhaften Durchfall von dem Zeug bekam, der an Inkontinenz grenzte. Ich habe selbst herumexperimentiert und mein Durchfall verschwand ohne Metformin immer.Zwei Jahre trotz Verordnung nicht genommen. Mitte August letzten Jahres ging es mir dann schlagartig extrem dreckig an einem Tag. Ich habe es auf die Hitze geschoben, die ich generell nicht gut vertrage. Gegen Abend hatte ichn ein Gefühl von sodbrennen, obwohl kein Sodbrennen vorlag. Ich habe auch ein echtes Angstgefühl gehabt plötzlich. Ich bin dann zu Fuss ins nahegelegene Krankenhaus gelatscht bei Einbruch der Dunkelheit. Nach Schilderung meiner Symptome habe ich ne halbe Stunde gewartet, dann kam der erste check – Blutdruck messen. Die Schwester die das bei mir gemacht hat, hat gestutzt und gesagt sie müsste nochmals messen. Hat sie getan. Dann war auf einmal Alarm. Ich fragte was los ist und sie sagte, 265 zu 135 RR. Ich sollte mich auf ne ´Trage packen und kam in einen Notbehandlungsraum. Dort gleich Dauerblutdruck und EKG. Ein zuständiger Arzt hat dadrauf geguckt und gesagt, “Glückwunsch – Infarkt”. Ich dachte bisher selbst nicht daran, denn ich hatte kein einziges der als “typisch” bezeichneten Infarktsymptome. Das war an einem Freitagabend. Es wurde auch ein Schnellabor dann gemacht und die werte, so sagte mir der Arzt, deuteten darauf hin, dass ich den Infarkt schon rund zwei Tage zuvor gehabt hatte. Und da habe ich schon gar nichts bemerkt ausser das mir eben bei den 36 Grad Tagestemperatur entsprechend warm war und ich mich schlapp fühlte, was bei Hitze bei mir aber schon immer so
        war. Die haben eine anwesende Notärztin dann um Rat gefragt und die hat auf die Werte und EKG geschaut und den Verdacht bestätigt. Sie sagte dann, sie müsse sowieso nach Frankfurt-Oder zurückfahren und mich gleich mitnehmen. Die Fahrt war dann mit Licht- und Tonsignalen und ich habe mehrfach starke Blutdrucksenker erhalten weil ich in akuter Lebensgefahr steckte. Im Uniklinikum Frankfurt-Oder dann war schon Alles vorbereitet und ich habe notfallmäßig 4 Stents gesetzt bekommen. Ich habe dem Arzt während des Setzens der Stents erzählt, was ich erlebt habe und er sagte, “stille Infarkte” sind durchaus möglich. Nun, 3 wochen später wurden zwei weitere Stents eingesetzt und dabei war es sogar nötig die beiden Gefäße zuvor auszufräsen. Entgleiste Blutzuckerwerte fördern sowas leider und das war bei mir der Fall. Ich habe zuvor weder den ständig zu hohen Blutzucker noch den ständig zu hohen Blutdruck bemerkt. Jetzt sitze ich also mit 6 Stents da und muss wesentlich mehr fressen als nur etwas Metformin. Das abgestorbene Herzmuskelgewebe wächst, im Gegensatz zu anderen Muskelgeweben, nicht wieder nach sondern vernarbt, was die Herzleistung einschränkt. Jetzt bringt meine Pumpe nur noch 58% Dessen was sie bringen sollte und das merkt man deutlich. Ich bin 57 Jahre alt und lebe nun von Erwerbsminderungsrente und habe einen GdB von 80. Wenn ich mit zwei Kilo Einkaufstüte 100 Meter langsam gegangen bin, is schon Feierabend. Sie haben “Kommerz” erwähnt – mit Kommerz is nich mehr so mit 700 euro, mal nebenbei bemerkt. Ich bereue mein Experiment mit dem eigenmächtigen Absetzen. ZITAT:”Ich habe meist nüchtern zwischen 70 und 90. Ab und an auch mal 200″. Haben Sie einen guten Hammer zum Einschlagen der Sargnägel? Gruß!

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