/www.praktischarzt.de
  • Login
    • Bewerber
    • Arbeitgeber
/www.praktischarzt.de
  • Login
  • Bewerber Registrierung Arbeitgeber Registrierung
  • Stellenangebote
    • Stellenangebote
      • Assistenzarzt
      • Facharzt
      • Oberarzt
      • Chefarzt
      • Leitender Arzt
      • Ärztlicher Direktor
      • Alle Arztstellen
      • Pharma
      • Famulatur
      • Praktisches Jahr
      • Leitender Arzt
      • Ärztlicher Direktor
      • Alle Arztstellen
      • Famulatur
      • Praktisches Jahr
  • Mein Lebenslauf
  • Arbeitgeber entdecken
    • Arbeitgeber entdecken
      • Alle Arbeitgeber
      • Kliniken
      • Unternehmen
      • Arztpraxen und MVZ
  • Arztkarriere
    • Arztkarriere
      • Arzt
      • Medizinstudent
  • Magazin
  • Für Arbeitgeber

praktischArzt Magazin Organspende: Alles Wichtige über die Widerspruchslösung

Organspende: Alles Wichtige über die Widerspruchslösung

Organspende Widerspruchslösung
Zuletzt aktualisiert: 01.02.2020
Themen: News
Mail Icon WhatsApp Icon Instagram Icon Facebook Icon LinkedIn Icon

Es ist ein hochumstrittenes Thema. Sollen die Bundesbürger künftig automatisch zu Organspendern werden, wenn sie nicht ausdrücklich widersprechen? So sieht es jedenfalls ein vor wenigen Tagen vorgestellter Gesetzentwurf zur Organspende vor. Dahinter stehen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und andere Bundestagsabgeordnete – nicht nur aus der Großen Koalition.

“Schweigen bedeutet Zustimmung” – dieses der Widerspruchslösung zugrundeliegende Prinzip würde eine Durchbrechung lange geübter Rechtstradition bedeuten. Danach ist für gravierende Eingriffe in Persönlichkeitsrechte – und dies bedeutet eine Organentnahme zweifellos – die aktive Zustimmung des Betroffenen erforderlich. Ob eine solche Lösung überhaupt mit dem Grundgesetz vereinbar wäre, wird zumindest kontrovers diskutiert. Auf der anderen Seite steht das berechtigte Interesse der Patienten, die dringend ein fremdes Organ benötigen – eine schwierige Güterabwägung.

Organspenden decken den Bedarf nicht

Die Zahlen lassen jedenfalls Handlungsbedarf erkennen. Denn bei Organspenden zeigen sich die Bundesbürger bislang zurückhaltend, obwohl in Umfragen meist eine positive Haltung dazu eingenommen wird. Doch zwischen theoretischer Befürwortung und praktischem Handeln klafft eine große Lücke. Rund 9.400 Patienten benötigen derzeit ein fremdes Organ, das auf Dauer ihr Überleben erlauben würde. Im vergangenen Jahr konnten aber nur 3.600 Transplantationen vorgenommen werden. Mehr war mangels Organspenden nicht möglich. Das notwendige Warten bedeutet einen Wettlauf mit dem Tod, den – statistisch gesehen – drei Betroffene am Tag verlieren, weil nicht rechtzeitig ein Organ verfügbar ist.

Doppelte Widerspruchslösung als Ansatz

Immerhin besitzt inzwischen gut jeder dritte Bundesbürger einen Organspende-Ausweis. Doch nur ein kleiner Bruchteil davon wird tatsächlich Organspender. Bisher kommen auf eine Million Einwohner in Deutschland lediglich zehn Spender. Das ist zu wenig, um den Bedarf zu decken. Gesundheitsminister Spahn und seine Mitstreiter wollen daher mit ihrem Gesetzentwurf zusätzliche Potentiale bei den rund zwei Drittel der Bevölkerung erschließen, die sich bisher nicht aktiv zur Organspende entschlossen haben. Dazu sieht der Gesetzentwurf die sogenannte doppelte Widerspruchslösung vor:

  • jeder erwachsene Bundesbürger, der nicht ausdrücklich einer Organspende widersprochen hat, soll künftig als potentieller Spender gelten;
  • ein Widerspruch dagegen ist jederzeit möglich, muss aber aktiv erfolgen;
  • steht tatsächlich die Frage einer Organentnahme an und ist vorher kein Widerspruch erfolgt, sollen zusätzlich Angehörige befragt werde, wenn der Betreffende nicht mehr selbst entscheiden kann;
  • Widersprüche sollen ebenso wie die Organspender in einem zentralen Register erfasst werden.

Diese Lösung ist nicht nur juristisch, sondern auch ethisch umstritten. Unter anderem wird befürchtet, es könne künftig verstärkt zu lebensverlängernden Maßnahmen kommen, um Organe für Entnahmezwecke zu erhalten. Der menschliche Körper als “Material-Lieferant” – für viele eine Horror-Vorstellung. Die Befürworter der Widerspruchslösung halten solche Sorgen für übertrieben und verweisen auf Beispiele in anderen europäischen Ländern, wo die Widerspruchslösung bereits gilt.

Alternativ-Entwurf von Baerbock und anderen

Der Gesetzentwurf von Spahn, Lauterbauch & Co. ist nicht der einzige Vorschlag. Zeitgleich legte Grünen-Chefin Annalena Baerbock einen Alternativ-Entwurf vor, der ebenfalls von Abgeordneten aus anderen Parteien unterstützt wird. Darin wird zwar am Erfordernis der aktiven Zustimmung festgehalten. Sie soll aber erleichtert und nachhaltiger angefragt werden. Dazu ist unter anderem die Einführung eines bundesweiten Online-Registers vorgesehen, in das sich jeder ohne großen Aufwand eintragen kann. In dem Register sollen Angaben erfasst werden, wie sie bisher auch im Organspende-Ausweis stehen. Um der Bereitschaft zu Organspenden mehr Nachdruck zu verleihen, soll künftig systematisch “bei passender Gelegenheit” danach gefragt werden – zum Beispiel bei Beantragung bzw. Verlängerung eines Personalausweises oder bei ärztlichen Untersuchungen.

Umsetzung vorerst offen

Ob und wann es zur Neuregelung der Organspenden kommt, ist noch offen. Bisher steht nur fest, dass es wohl noch intensive Debatten zu dem Thema geben wird. Vermutlich wird eine endgültige Entscheidung parteiübergreifend erfolgen. Wie bei anderen Fragen mit ethischem Bezug dürfte bei der Organspende-Regelung der Fraktionszwang entfallen. Schon die jetzigen Vorschläge sind über Parteigrenzen hinweg erarbeitet worden. Dem schwierigen Thema ist das wohl mehr als angemessen.

Mehr zum Thema

Reformpaket 2026
News
Koalitions-Reformpaket 2026: Das ändert sich für Ärzte
08.07.2026
Weiterlesen
Warnstreik An Unikliniken
News
Warnstreiks an Unikliniken: Was Ärzte jetzt wissen müssen
28.01.2026
Weiterlesen
Geplante Apotheken Reformen
News
Geplante Apotheken-Reformen: Ärzte warnen vor Aufweichung des Arztvorbehalts
29.09.2025
Weiterlesen
Redaktion
Jana Swientek
Jana Swientek
Redakteurin
Veröffentlicht am: 17.04.2019
Artikel teilen
Mail Icon WhatsApp Icon Instagram Icon Facebook Icon LinkedIn Icon

Themen

  • News
  • Weniger anzeigen
Mehr anzeigen
< Vorheriger Artikel Nächster Artikel >

Neueste Arztstellen

Neueste Arztstellen

Facharzt (m/w/d) für Allgemeinmedizin oder vergleichbar
Berlin
Arzt in Weiterbildung (m/w/d) für unsere Zentrale Notaufnahme
Berlin
Oberarzt für Innere Medizin – Schwerpunkt konservative Kardiologie (m/w/d)
Viersen
Oberärztin / Oberarzt Alterspsychiatrie 80-100%
Affoltern am Albis
Alle Arztstellen ansehen >>

First Ad

Registrierung Newsletter

Newsletter abonnieren

Mit dem praktischArzt Newsletter aktuelle Infos zu Karriere und Medizin erhalten.

Bitte eine gültige E-Mail-Adresse eingeben
Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung.

E-Mail-Adresse bestätigen

Second Ad

Arzt Jobs

Arzt Stellenangebote

Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Assistenzarzt/-ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Facharzt/-ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Oberarzt/ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Chefarzt/ärztin Stellenangebote
Alle Arztstellen ansehen >>

Jobs per Mail erhalten

Jobs per Mail erhalten

Erhalte die neuesten Job für jede Suchanfrage kostenlos per E-Mail.

Jetzt aktivieren

Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung. Abmeldung jederzeit möglich.

 
footer_logo
  • +49 621 180 64 150
  • kontakt@praktischarzt.de
Arbeitgeber
  • Warum praktischArzt?
  • Stelle schalten
  • Preise
  • Mediadaten
Jobsucher
  • Arzt Karriere
  • Medizinstudium
  • Medizinische Berufe
Direktsuche
  • Assistenzarzt Jobs
  • Facharzt Jobs
  • Oberarzt Jobs
  • Chefarzt Jobs
Fachwissen
  • Untersuchungen
  • Krankheiten
  • Behandlungen
  • Ratgeber

© 2026 praktischArzt
  • Impressum
  • Kontakt
  • AGB
  • Datenschutz
  • Gender-Hinweis
JETZT den praktischArzt Newsletter abonnieren

Erhalte alle 14 Tage

  • Aktuelle Karriere-Informationen
  • Neueste Jobangebote
  • News aus Gesundheitspolitik & Medizin
Bitte eine gültige E-Mail-Adresse eingeben
Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung.

E-Mail-Adresse bestätigen