Praktisches Jahr in der Anästhesie

Stellenbeschreibung

Liebe Studentinnen und Studenten,

die Sie Ihr Praktisches Jahr (oder Teile davon) im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide absolvieren möchten:

Auf diesen Seiten haben wir Ihnen wichtige Informationen für das Praktische Jahr am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide zusammengestellt.

Nach den allgemeinen Hinweisen finden Sie die Lerninhalte, praktischen Anforderungen und die speziellen Angebote der einzelnen Disziplinen, beginnend mit den beiden Pflichtfächern, Innere Medizin und Chirurgie, anschließend folgen die Wahlfächer.

Es ist das Ziel der Ausbildung im praktischen Jahr, Ihr theoretisches Wissen zu vertiefen, so dass Sie gut vorbereitet in Ihr Examen gehen können, und Sie auf Herausforderungen vorzubereiten, die Sie im Arztberuf später verantwortlich bewältigen müssen.

Allgemeine Kenntnisse

Der Studierende im Praktischen Jahr soll:

  • die Fertigkeiten der Untersuchung und Behandlung von Patienten einüben und schrittweise selbständig auf einzelne Patienten anwenden lernen
  • die psychischen, sozialen und rechtlichen Aspekte von Kranksein erkennen und in seinem eigenen Handeln gegenüber Patienten adäquat berücksichtigen lernen
  • die komplexen Organisationsstrukturen der Patientenversorgung in einem Krankenhaus, gegebenenfalls auch in einer allgemeinmedizinischen Facharztpraxis in ihren wesentlichen Aspekten kennen lernen
  • die Zusammenarbeit mit dem ärztlichen und nicht ärztlichen Personal einüben, den Stellenwert der Teamarbeit für die Betreuung der Patienten erkennen und sich in seine spätere Berufsrolle als Arzt bzw. Ärzten einfinden
  • die Formen, Erfordernisse und Probleme der Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens kennenlernen

Anästhesiologie

  • Anästhesiologische Voruntersuchung (gebietsbezogene Anamnese, körperliche Untersuchung, Beurteilung von EKG, Röntgen-Thorax und Laborwerten, Bewertung von Vorerkrankungen und Einschätzung perioperativer Risiken, Wahl des Anästhesieverfahrens, Patientenaufklärung, Prämedikation)
  • Pharmakologie von Injektions- und Inhalationsanästhetika einschließlich Muskelrelaxanzien und Anästhesieadjuvanzien
  • Gefäßzugänge und Monitoring
  • Sicherung des Atemwegs, manuelle und maschinelle Beatmung
  • Grundlagen der Allgemein- und Regionalanästhesie
  • Komplikationen der Allgemein- und Regionalanästhesie
  • Spezielle Anästhesie bei ausgewählten Krankheitsbildern
  • Spezielle Anästhesie bei ausgewählten Operationen
  • Perioperative Versorgung (z. B. präoperative Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz, perioperative Infusionstherapie, Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen, intraoperative Wärmekonservierung, postoperative Schmerztherapie)
  • Grundlagen der Intensivmedizin (Analgosedierung, enterale und parenterale Ernährung, Prinzipien der intensivmedizinischen Behandlung der respiratorischen und zirkulatorischen Insuffizienz, Beatmungstechniken und Beatmungsentwöhnung, Interpretation arterieller und zentralvenöser Blutgasanalysen, kontinuierliche Nierenersatztherapie, intensivmedizinische Behandlung ausgewählter Krankheits­bilder, Intensivtransport)

Die Studierenden durchlaufen die folgenden Stationen und sollen dabei folgende Leistungen erbringen:

1. Operationsabteilung (mindestens 8 Wochen)

  • Mitwirkung bei der anästhesiologischen Voruntersuchung (Prämedikation)
  • Vorbereitung von Patienten für die Einleitung einer Allgemein- oder Regionalanästhesie
  • Mitwirkung bei der Durchführung von Allgemein- und Regionalanästhesien
  • Beatmung mittels Gesichtsmaske
  • Anwendung einer Larynxmaske, endotracheale Intubation
  • Manuelle und maschinelle Beatmung
  • Narkoseführung und -überwachung
  • Interpretation hämodynamischer und respiratorischer Überwachungsparameter einschließlich Blutgasanalysen
  • Perioperative Infusions- und Hämotherapie
  • Postoperative Überwachung im Aufwachraum
  • Perioperative Schmerztherapie

2. Intensivstation (mindestens 4 Wochen)

  • Erwerb der im allgemeinen Teil genannten Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten
  • Aufnahme und/oder Transport von mindestens 5 beatmeten Patienten
  • Erstellung von Therapieplänen für mindestens 5 Patienten
  • Vorstellung von mindestens 5 Patienten mit intensivmedizinischer Komplexbehandlung bei den täglichen Visiten
  • Die Zentrale Operationsabteilung (ZOP), die interdisziplinäre operative Intensivstation 2 C, der Aufwachraum, die Prämedikationsräume und das Sekretariat des Instituts für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin befinden sich auf der Ebene 2.