NC Zahnmedizin

Zahnmedizin NC – Numerus Clausus Zahnmedizin 2018 pro Bundesland

Zahnmedizin zählt zu den beliebtesten Studiengängen in Deutschland und die Nachfrage übersteigt hier regelmäßig das vorhandene Angebot an Studienplätzen. Ebenso wie Medizin und Pharmazie zählt die Zahnmedizin daher zu den Fachrichtungen, in denen die Zugangshürden besonders hoch sind und eine zentrale Vergabe der Studienplätze erfolgt. Eine besondere Rolle spielt dabei jeweils der sogenannte Numerus Clausus (NC). Wörtlich bedeutet diese aus dem Lateinischen stammende Formulierung nichts anderes als „begrenzte Zahl“, doch bei näherem Hinsehen erweisen sich die entsprechenden Regelungen als etwas komplexer.

Numerus Clausus Zahnmedizin: Beschränkung für Studienplätze

Der Zahnmedizin NC wird durch die Abiturnote festgelegt. Jedoch gibt es in der Praxis letztlich keinen festen Numerus Claus, diese wird jährlich neu festgelegt. Er ergibt sich jeweils aus dem Verhältnis zwischen den in einem bestimmten Bewerbungszeitraum zu vergebenden Studienplätzen für das Zahnmedizin Studium einerseits und der Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um einen Studienplatz der entsprechenden Fachrichtung andererseits.

Die daraus resultierende Auswahlgrenze im Fach Zahnmedizin entspricht dann dem sogenannten Zahnmedizin-NC. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es sich bei den Angaben zu den Auswahlgrenzen stets um die Endergebnisse aus Bewerbungszeiträumen in der Vergangenheit handelt. Die spiegeln daher die Konkurrenzsituation der Bewerberinnen und Bewerber aus dem betreffenden Zeitraum wider und lassen sich nicht einfach 1:1 auf das aktuelle Jahr oder die nächsten Jahre übertragen. Gleichwohl können sie gewisse Anhaltspunkte geben, um die Zulassungschancen für künftige Studienbewerbungen zumindest in etwa abschätzen zu können.

Doch was bedeutet der Zahnmedizin-NC nun konkret? Zunächst einmal werden Jeweils 20 Prozent der verfügbaren Studienplätze nach den Abiturnoten der Bewerberinnen und Bewerber vergeben. Die dabei zugrunde gelegten Anforderungen variieren jedoch von Bundesland zu Bundesland.

NC Zahnmedizin – Die Bundesländer im Überblick

Zu beachten ist dabei zunächst, dass der sogenannte Landes-NC sich jeweils auf das Bundesland bezieht, in dem das Abitur abgelegt wurde, nicht aber auf das Bundesland des gewünschten Studienortes.

Im Wintersemester 2017/2018 lag die geforderte Durchschnittsnote für den Zahnmedizin-NC beispielsweise in Brandenburg bei 1,0, dicht gefolgt von Rheinland-Pfalz, Sachsen, und Sachsen-Anhalt mit jeweils 1,1. Die „schlechteste“ Durchschnittsnote im Rahmen des Zahnmedizin-NC lag bei 1,5 und bezog sich auf Abiturientinnen und Abiturienten aus Bremen.

Zahnmedizin Numerus Clausus nach Bundesland Wintersemester 2017 / 2018

BundeslandNC
Baden-Württemberg1,2
Bayern1,2
Berlin1,3
Brandenburg1,0
Bremen1,5
Hamburg1,2
Hessen1,2
Mecklenburg-Vorpommern1,2
Niedersachsen1,4
Nordrhein-Westfalen1,2
Rheinland-Pfalz1,1
Saarland1,2
Sachsen1,1
Sachsen-Anhalt1,1
Schleswig-Holstein1,4
Thüringen1,2

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung

Sind für jedes Bundesland Bewerberinnen und Bewerber über die Landesliste ausgewählt worden, so folgt im nächsten Schritt eine Entscheidung über den präferierten Hochschulstandort. Dabei gilt dann der sogenannte Hochschul-NC, der sich nur auf die jeweilige Hochschule oder Universität bezieht und vom auf das Bundeslang bezogenen Zahnmedizin-NC durchaus erheblich abweichen kann.

NC Zahnmedizin – Alternative Wartezeitquote

Alternativ kommt für weitere 20 Prozent der Studienplätze die sogenannte Wartezeitquote zur Anwendung. Das bedeutet, dass bei der Vergabe dieser Plätze die Zeit von der Erstbewerbung bis zur aktuellen Bewerbung eine zentrale Rolle spielt. Bewerberinnen und Bewerber, die die Wartezeit erreicht haben, können somit auch dann einen Platz erhalten, wenn sie bei der Vergabe nach dem Zahnmedizin-NC auf Basis der Abiturnote keinen Studienplatz erhalten hätten. Die Wartezeit lag beispielsweise im Wintersemester 2016/17 für Zahnmedizin bei 12 Halbjahren, bei Pharmazie dagegen betrug sie nur zwei Halbjahre. Daraus ist bereits ersichtlich, dass der Zahnmedizin-NC insgesamt eine vergleichsweise hohe Hürde darstellt, die erst nach mehreren Jahren mittels Wartezeitregelung überwunden werden kann.

Die dritte Alternative beim Zahnmedizin-NC: Auswahlverfahren der Hochschulen

Insgesamt 60 Prozent der dem Zahnmedizin-NC unterliegenden Studienplätze können schließlich nach Kriterien vergeben werden, die die einzelnen Hochschulen festlegen und ergänzend zu den Abiturnoten anwenden. Da die Kriterien von den Hochschulen selbst definiert werden, sind hierzu keine allgemeingültigen Aussagen möglich. Vielmehr ist es notwendig, sich jeweils nach den Kriterien für eine bestimmte Hochschule oder Universität zu erkundigen.

Dabei ist zunächst einmal zwischen Kriterien zu unterscheiden, die bereits im Rahmen einer Vorauswahl angewandt werden und solchen, die erst im eigentlichen Bewerbungs- beziehungsweise Auswahlverfahren zur Anwendung kommen. So kann beispielsweise ein Vorauswahlkriterium die erste Ortspräferenz sein.

Jedoch ist auch für einige Hochschulen selbst die Durchschnittsnote beim Abitur eines der wichtigsten Auswahlkritierien, so dass es auch für das Auswahlverfahren dieser Hochschulen indirekt einen Numerus Clausus für das Zahnmedizin Studium gilt.

Universitäten Zahnmedizin mit Durchschnittsnote als Kriterium

StudienortDurchschnitssnote
Aachen1,1
Bochum1,3
Bonn1,2
Düsseldorf1,2
Frankfurt1,4
Gießen1,8
Heidelberg1,5
Mannheim1,0
Kiel1,2
Köln1,2
Ulm1,1 (ohne Dienst) / 1,4 (mit Dienst)

Quelle: Stiftung für Hochschulzulassung

Daneben existieren jedoch auch einige Universitäten, bei denen die Auswahl der Hochschule nach anderen Kriterien erfolgt. Hierzu zählen beispielsweise die Universitäten in Dresden, Duisburg, Freiburg, Göttingen, Hamburg oder Lübeck. Hier sind die Ergebnisse des TMS (Test für medizinische Studiengänge) wichtig, in denen die Bewerberinnen und Bewerber vor allem ihren Kenntnisstand in den naturwissenschaftlichen Schulfächern unter Beweis stellen müssen.

Darüber hinaus interessieren sich die Hochschulen auch für eventuell bereits abgeschlossene Berufsausbildungen und erworbene Praxiserfahrungen, insbesondere natürlich in medizinischen oder pflegerischen Berufen. Wer den Numerus Clausus Zahnmedizin nicht erfüllen kann, findet hier weitere Infos zu wichtigen Ausbildungsberufen, die eine positive Wirkung auf die Bewerbung für das Studium haben:

Neben den abgeschlossenen Ausbildungen in medizinischen Berufen sind auch geleistete Dienste (Wehrdienst, Zivildienst, Freiwilliges Soziales Jahr) vorteilhaft.

An den Universitäten in Würzburg und Regensburg existieren Bonussysteme, bei denen die Abitur Durchschnittsnote aufgewertet werden kann, wenn die zuvor genannten Kriterien erfüllt worden sind.

Durch folgende Kriterien wird die Abitur Durchschnittsnote aufgewertet:

  • Ausbildung in medizinischem Beruf – 0,2
  • Test für medizinische Studiengänge – bis 0,6
  • Platz 1-3 bei Jugend forscht – 0,2

Damit ist die Verbesserung der Abitur Durchschnittsnote um 1,0 Bonuspunkte möglich, eine gute Möglichkeit, um doch noch den NC Numerus Clausus Zahnmedizin zu umgehen.

Durch | 17.01.2018 | Allgemein | 0 Kommentar

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