Wie Finanziere Ich Mein Studium

Wie finanziere ich mein Studium?

Studium finanzieren, aber wie am besten?

Immer mehr Schulabgänger möchten nach ihrem Schulabschluss studieren und den meisten stellt sich die gleiche Frage: „Wie finanziere ich mein Studium?“ Die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten finden sich nachfolgend im Überblick.

Wie finanziere ich mein Studium? Alle Finanzierungsmöglichkeiten

Diese Frage nach der Finanzierung kann mitunter ziemlich bedeutend sein, gerade dann, wenn die Eltern einem aus welchen Gründen auch immer nicht dabei unterstützen können. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten der Studienfinanzierung. Dazu gehören das BAföG, Stipendien, Studienkredite und Nebenjobs.

BAföG

Das BAföG wird nicht nur an Studierende gezahlt. Auch Auszubildende, zum Teil auch Schüler können Anspruch darauf haben, wenn das Einkommen der Eltern nicht ausreicht, um die jeweilige Ausbildung zu finanzieren. Wer sich die Frage „Wie finanziere ich mein Studium“ stellt, sollte daher direkt mit dem zuständigen Studentenwerk Kontakt aufnehmen, wo regelmäßig entsprechende Beratungen angeboten werden.

Im Medizinstudium beträgt der Höchstsatz des BAföG beispielsweise aktuell 649,00 Euro im Monat. Zusätzlich wurde ein Freibetrag auf etwaiges Einkommen angehoben und somit kann man inklusive Anrechnung von Werbungskosten monatlich nochmal bis zu 450 Euro verd

In 2016 wurde das BAföG zusätzlich erhöht. Alle Änderungen, Voraussetzungen und Informationen zum BAföG gibt es in unserem Artikel: BAföG Erhöhung: So viel mehr gibt es ab sofort.

Stipendien

Gleiches gilt für Stipendien. Ob beim Studieren in Deutschland oder zum Beispiel für ein Medizinstudium im Ausland – es gibt verschiedene Stiftungen und Vereine, die gegen den Nachweis besonderer Leistungen bei der Finanzierung des Studiums helfen. Seit dem Sommersemester 2011 gibt es zum Beispiel das Deutschland-Stipendium. Finanzdienstleister und Klinik-Konzerne bieten ebenfalls regelmäßig Stipendienprogramme an.

Ein weiterer Vorteil neben der Möglichkeit damit sein Studium zu finanzieren, ist das Netzwerk, das mit einem Stipendium oft einhergeht. In vielen Fällen erhält man inhaltliche Unterstützung für das Studium oder eine Arbeitsplatz-Aussicht nach dem Abschluss. Somit kann sich ein Stipendium also in vielerlei Hinsicht lohnen.

Da diese natürlich auch aufgrund der vielen Vorteile heiß begehrt sind, muss man sich in der Regel immer auf diese bewerben und unter die Glücklichen gehören, die den Zuschlag erhalten.

Studienkredite

Schließlich gibt es noch die Möglichkeit der Studienkredite, die in Deutschland von der KfW-Bank bereitgestellt werden und zu vergleichsweise günstigen Konditionen zurückzuzahlen sind. Dabei werden für die Lebenshaltungskosten immerhin bis zu € 650,00 im Monat gewährt und das für bis zu 10 Semester sowie für zwei weitere, wenn auf diese Examensphasen entfallen. Damit wäre immerhin die Regelstudienzeit für ein Medizinstudium abgedeckt.

Daneben gibt es zahlreiche Fods, die für Zinssätze zwischen 3 % und 7 % Kredite von bis zu 55.000 Euro vergeben für kostspielige Studiengänge. Hier muss man jedoch darauf achten, wann die Rückzahlung fällig wird. In den meisten Fällen ist es so, dass die Rückzahlung nach Ende des Studiums beginnt unabhängig davon ob eine Arbeitsstelle gefunden wurde oder etwa ein weiteres Studium begonnen wird. Einige Anbieter arbeiten mit einer einkommensabhängigen Rückzahlung, die in vielen Fällen haarige Situationen wegen einer eventuellen Geldknappheit  vermeiden kann.

Nebenjobs am Beispiel Medizinstudium

Gerade während dem Medizinstudium kann man sich für verschiedene Nebenjobs bewerben um den Geldbeutel etwas aufzufüllen und das Studium zu finanzieren.

Mögliche Nebenjobs sind:

  • HiWi an einem Institut oder Lehrstuhl
  • Hakenhalter im OP
  • Bibliotheks-Aufsicht
  • Tutor im Repetitorium oder Präp-Assistenz im Anatomie Kurs
  • Sitzwache im Krankenhaus

Stundenlöhne liegen etwa bei 8 bis 13 Euro. Alle ausführlichen Infos zu den aufgezeigten Nebenjobs und Verdienstmöglichkeiten gibt es im Artikel: Der perfekte Nebenjob für Medizinstudenten

Rechtlich gesehen: Eltern müssen sich beteiligen

Die Frage „Wie finanziere ich mein Studium?“ lässt sich rein rechtlich vergleichsweise einfach beantworten. Grundsätzlich müssen die Eltern ihrem Kind eine Ausbildung ermöglichen, die den Begabungen entspricht. Wer also die Zugangsvoraussetzungen für eine Hochschule erfüllt, kann entsprechend eine Unterhaltszahlung von den Eltern einfordern. So sieht der Gesetzgeber einen regelmäßigen Unterhalt von ca. € 600,00 im Monat vor. Gleichzeitig kann nicht verlangt werden, dass der Studierende nebenbei arbeitet. Dabei verbleibt es natürlich bei dem Problem, dass sich das nicht alle Eltern im erforderlichen Umfang leisten können.

Zum Glück gibt es jedoch auch die beschriebenen anderen Finanzierungsmöglichkeiten, wenn die Eltern nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen um das Studium zu finanzieren.

Bürokratie gehört in vielen Fällen dazu

Wer sich also die Frage „Wie finanziere ich mein Studium?“ stellt, hat verschiedene Möglichkeiten, diese zu beantworten. Zwar sind alle Finanzierungsmöglichkeiten mit etwas Bürokratie verbunden. Auf den Studienplatz muss man so aber auf jeden Fall nicht verzichten.

Medizin – der teuerste Studiengang

Sich um eine langfristige Finanzierung des Studiums zu kümmern ist immer ratsam. Auch wenn es in Deutschland für das Studium in den meisten Fällen keine Studiengebühr gibt, sind die Lebensunterhaltskosten ein großer Block, den es während der Zeitknappheit im Studium zu bewältigen gibt. Generell sind die Kommilitonen aus dem Ausland in Sachen Studiengebühren nicht zu beneiden. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, was Medizin studieren im Ausland kostet und in welchem Land ihr bis zu 30.000 Euro im Semester hinlegen müsst, schaut in unserem Artikel vorbei: Medizin – der teuerste Studiengang: was die Kommilitonen im Ausland bezahlen müssen

2 Kommentare

  1. Philipp 13.10.2016 um 8:26 - Antworten

    Ein super Beitrag! Ich beginne nächstes Jahr auch mein Studium und stelle mir auch bereits seit Wochen die frage, wie ich das alles finanzieren kann. BAföG und Minijobs sind mir natürlich bekannt, aber von einen Studentenkredit habe ich bis jetzt noch nichts gehört.

    Vielen Dank für diese hilfreichen Tipps 🙂

  2. Renate Radtke 24.10.2016 um 18:58 - Antworten

    Es gibt inzwischen auch einige Kliniken, die ab Physikum eine Unterstützung von meist ca.400€ anbieten, wenn man sich hinterher verpflichtet, eine bestimmte Zeit als Assistenzarzt in der Klinik zu arbeiten. …Klinikum Ingolstadt z.b…..einfach mal auf die Internetseiten der Krankenhäuser schauen ob in deiner Nähe sowas geboten wird.

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