IStock 497862364

Praxisübernahme ohne Steuerjargon – Ein Erfahrungsbericht

Praxisübernahme ohne Steuerjargon – Wie die ABG-Berater bei einem Zahnarzt in Bad Aibling Licht ins Dunkel bringen

Selbstbestimmt und sein eigener Chef sein. Das war es, was sich Dr. Florian Kupper sehnlichst wünschte. Der 38-jährige Zahnarzt arbeitete mehrere Jahre angestellt in einer renommierten Praxis in München – bis ihn in das Abenteuer Selbstständigkeit reizte.

Im benachbarten Bad Aibling übernahm er die Praxis seines Vorgängers, der sich aus Altersgründen in den Ruhestand begab. Klingt kurz, oder? „Um ehrlich zu sein, war die Übernahme der Praxis auch eine recht kurzfristige Angelegenheit“, so der Zahnarzt. Das heißt aber nicht, dass der Prozess deswegen weniger komplex war. Ganz im Gegenteil: „Bis zum heutigen Tag, knapp drei Jahre später, befinden wir uns in einer Phase mit zahlreichen Veränderungen und Neustrukturierungen.“ Eine konstante Größe in der ganzen Zeit: Christine Mösbauer. Sie ist Geschäftsführerin der ABG-Steuerberatung am Bayreuther Standort. Den Zahnarzt und die Steuerberaterin verbindet eine Zusammenarbeit von mehreren Jahren.

Nach dem Studium auf Nummer Sicher

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Dr. Florian Kupper in den 80er Jahren ein Exot unter den Zahnmedizinabsolventen gewesen wäre. „Zu der Zeit war es üblich, dass man sich direkt nach Beendigung der Assistenzzeit mit seiner eigenen Praxis selbstständig macht“, so der Zahnarzt. Doch er verfolgte nach seinem Studium an der Universität Würzburg andere Pläne: „Mein Fokus lag vielmehr darauf, mich fachlich auf praktischer und wissenschaftlicher Ebene weiterzubilden: „Fast zehn Jahre war ich als angestellter Zahnarzt in renommierten Bayreuther und Münchner Praxen tätig.“ Seine letzte Station war eine Praxis in München. Dort arbeiteten fünf Zahnärzte, drei von ihnen waren Teilhaber. “ Dem damals Anfang 30-Jährigen war es irgendwann immer wichtiger, ausgestattet mit seinem fachlichen Know-how, eigene betriebswirtschaftliche und organisatorische Vorstellungen einer Praxis umzusetzen. Und das ohne von einer Vielzahl Anderer abhängig zu sein. Einer Neugründung stand er eher skeptisch gegenüber. Der 38-Jährige erklärt: „Gerade in München und Umgebung herrscht, was die Zahnarztlandschaft angeht, ein großer Wettbewerb. Ich entschied mich für die Übernahme einer bestehenden Praxis. So fing ich nicht bei Null an und konnte einen festen Patientenstamm übernehmen. Bei der Suche über einen Vermittlermarkt fand er schließlich eine Praxis in Bad Aibling, die zur Übergabe bereit stand.

Vom Angestellten zum Praxisinhaber in einem Monat

Bei Übergeber und Übernehmer haben sich die zwei Richtigen gefunden: Neben dem treuen und langjährigen Patientenstamm, den die Praxis in Bad Aibling vorweisen konnte, hatte der bisherige Praxisinhaber eine ähnliche Spezialisierung und kam dem Behandlungskonzept von Dr. Kupper sehr nahe. Außerdem war die Gelegenheit auch in zeitlicher Hinsicht optimal. „Der vorherige Inhaber wollte aus Altersgründen recht kurzfristig abgeben und ich konnte es kaum erwarten, loszulegen“, erinnert sich der Zahnarzt. In Zahlen: „Die vertraglichen Regelungen fanden zwar schon einige Zeit zuvor statt, zwischen dem Ende meines Angestelltenverhältnisses und der Übernahme der Praxis lagen gerade einmal vier Wochen.“ Pünktlich zum Jahresbeginn 2015 konnte er die Räumlichkeiten in der Münchner Str. 4 dann sein eigen nennen. „Die Vorbereitungszeit für die Übernahme war sehr kurz. Das war für alle Beteiligten nicht einfach“ – Und bei dem was Herr Dr. Kupper seitdem schon umgesetzt hat, ist das kein Wunder: der Umbau beziehungsweise die Umgestaltung der Räume, eine neue Organisationsstruktur und eine Digitalisierung der Verwaltungsvorgänge. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.

„Ein komplexer Übernahme- und Umstrukturierungsprozess“

„Einen angemessenen Führungsstil und mein Konzept zu etablieren – und dabei den Rückhalt des bestehenden Teams zu gewinnen. Das ist eine der großen Herausforderungen, denen ich mich stellen musste.“ Gerade Mitarbeiterführung und Verwaltung sind Bereiche der Selbstständigkeit, die ein Zahnarzt in seinem Studium nicht vermittelt bekommt „Ich musste mir alle betriebs- und finanzwirtschaftlichen sowie verwaltungstechnischen Aspekte selbst aneignen“, ergänzt Dr. Kupper. Unterstützend zur Seite stand ihm die Steuerberaterin Christine Mösbauer. Sie begleitete ihren Mandanten beim Kaufprozess und in der laufenden steuerlichen Beratung. Das betrifft beispielsweise die steuerrechtliche Betreuung, Personallöhne und das Controlling.

Keine steuerliche Beratung nach Schema F

Frau Mösbauer ist für den Zahnarzt kein unbeschriebenes Blatt: „Sie betreute mich schon in meiner Zeit als Angestellter als es um meine Einkommenssteuer und die steuerliche Behandlung von Fort- sowie Weiterbildungen ging“, so Dr. Kupper. Schon zu dieser Zeit fasste er Vertrauen zu ihr und überlegte nicht lange, als er beim Kaufprozess der Praxis nach einer steuerlichen Begleitung suchte. „Im Rahmen der Übernahme sind viele Entscheidungen zu treffen. Nicht alle Personen, mit denen ich im Rahmen der Praxisübernahme zu tun hatte, haben mich immer zu meinem Vorteil beraten – vor vielen Fehlentscheidungen hat mich Christine Mösbauer bewahrt.“ Doch nicht nur das: Der Zahnarzt hat das Gefühl, dass er bei ihr nicht einer von vielen anonymen Mandanten ist, bei dem man ein Schema F abarbeitet. „Vielmehr geht man darüber hinaus und berät mich in allen unternehmerischen Belangen. Die Zahlen werden für mich als Laie so aufbereitet, dass ich auch wirklich damit arbeiten kann und eine gute Basis für meine unternehmerischen Entscheidungen habe.“

Keine Angst vor der Selbstständigkeit – mit den richtigen Beratern an der Seite

Dr. Florian Kupper wird nicht der letzte sein, der sich mit dem Gedanken einer eigenen Praxis und allen damit zusammenhängenden unternehmerischen Aspekte beschäftigen muss. Allein im Wintersemester 2016/2017 waren rund 14.500 Studenten an den zahnmedizinischen Fakultäten der deutschen Universitäten eingeschrieben. Wie es im Anschluss des Studiums weitergeht – darüber sind sich viele der Absolventen noch unklar. Dr. Florian Kupper hat für alle, die darüber nachdenken, sich selbstständig zu machen einen guten Rat: „Man muss sich wirklich darüber in Klaren sein, was man will. Wie risikobereit bin ich, möchte ich eine Praxispartnerschaft eingehen oder eine Einzelpraxis eröffnen, sehe ich mich selbst als geeignete Führungsperson?“ Das will gut überlegt sein. Daran zweifeln offenbar einige: Denn laut aktuellen Zahlen des Bundesverbands der zahnmedizinischen Alumni in Deutschland (BdZA e.V.) geht der Trend in Richtung Anstellung. Was man aber bedenken sollte: Der Gesundheitsmarkt ist ein Wachstumsmarkt, der Bedarf nach zahnärztlicher Versorgung ist groß. Dem gegenüber steht ein prognostizierter Zahnarztpraxismangel – besonders in ländlichen Regionen.

Abg 238Alteingesessene Zahnärzte suchen fieberhaft nach einem Nachfolger. Steuerberaterin Christine Mösbauer bedauert diese Entwicklung: „Natürlich ist die Gründung kein Pappenstiel. Dennoch glaube ich, dass die jungen Absolventen keine Scheu vor diesem Schritt haben sollten. Der Start in die Selbstständigkeit und der Erfolg steht und fällt mit der Vorbereitung.“ Diese beinhaltet beispielsweise eine genaue Analyse der Investitionen und anfallenden Kosten, das Finanzierungskonzept sowie – sofern man sich für die Übernahme einer Praxis entschließt – einen professionell aufbereiteten und geprüften Kaufvertrag. „Neben den allgemeinen rechtlichen Aspekten muss dieser auch in steuerlicher Hinsicht wohl überlegt sein. Andernfalls drohen wirtschaftlich schwerwiegende Konsequenzen.“ Diese Sorgen können die Gründer nach Meinung der Steuerberaterin aber at acta legen, wenn sie sich entsprechende fachliche Unterstützung holen – so wie auch Dr. Florian Kupper, der im Falle seiner „besseren Hälfte“ nur positives berichten kann: „Mit Frau Mösbauer und ihrem Team habe ich feste Ansprechpartner und Leute an meiner Seite, auf die ich mich hundertprozentig verlassen kann. Ich werde ehrlich, objektiv sowie einzig und allein zu meinem Vorteil beraten.“ Christine Mösbauer ergänzt und berichtet über das Konzept des Beratungsverbundes ABG-Partner: „Wir betreuen an unseren Standorten in Bayreuth, München, Böblingen und Dresden bereits seit mehreren Jahren Mandanten aus den Heilberufen. So haben wir uns nach und nach eine Expertise in dem Bereich geschaffen und wissen um die vielen Besonderheiten dieser Branche. Mit unseren Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten, dem klassischen Consulting und unseren Marketingexperten sind zudem alle wichtigen Beratungsbereiche unter einem Dach. Somit steht einer erfolgreichen Gründung oder Nachfolge nichts mehr im Weg.“

Informationen zum Beratungsverbund ABG-Partner

ABG-Partner ist ein Beratungsverbund mit eigenständigen Gesellschaften der Steuer- und Unternehmensberatung, Marketing, Recht und Wirtschaftsprüfung. Gegründet 1991, betreut ABG-Partner mit rund 100 Mitarbeitern an den Standorten München, Bayreuth, Dresden, Böblingen Unternehmen und Institutionen in allen steuerlichen und wirtschaftlichen Themen. Wir unterstützen unsere Mandanten fachübergreifend bei Gründungen, in Wachstumsprozessen, bei Unternehmensnachfolgen sowie bei Sanierungen.

Kontakt zum Beratungsverbund ABG-Partner:

RZ MÖSBAUER NEU DSC01128ABG Steuerberatungsgesellschaft mbH

Dipl. -Kffr. Christine Mösbauer

Geschäftsführerin

Steuerberaterin

Telefon 921 78 77 850-5

Mail moesbauer@abg-partner.de

Vita zu Frau Christine Mösbauer

  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth, Abschluss als Dipl.kffr.
  • Steuerassistentin KPMG München
  • 2002 Bestellung zur Steuerberaterin
  • Gesellschafter-Geschäftsführerin der ABG Steuerberatung am Standort Bayreuth

Kontakt zu Dr. Kupper

Dr. KupperDr. Florian Kupper

Zahnarzt

Münchner Str. 4

83043 Bad Aibling

Telefon 08061 3331

Mail info@zahnarzt-bad-aibling.com

Durch | 22.11.2017 | Allgemein, Partner | 0 Kommentar

Einen Kommentar hinterlassen

Finde uns auf Facebook