PJ Schweiz

PJ (Praktisches Jahr) in der Schweiz

Das Praktische Jahr ist in drei Teile zu je 4 Monaten unterteilt.

Diese drei Teile des praktischen Jahres müssen nicht am gleichen Standort durchgeführt werden: ein Krankenhaus der Heimat-Universität, ein Lehrkrankenhaus in einem anderen Bundesland oder auch ein Tertial im Ausland, alles ist möglich.

Viele PJler gehen heute zumindest für ein Tertial ins Ausland. Wie auch bei Fachärzten ist dabei das beliebteste Medizin-Exil der Medizinstudenten die Schweiz. Wie haben für Euch untersucht, welche Bedingungen die Schweiz für das praktische Jahr bietet.

PJ Bezahlung und Lebenshaltungskosten

Für viele Medizinstudenten spielt beim praktischen Jahr das Einkommen eine wichtige Rolle.

Bei vielen Kliniken in Deutschland ist das praktische Jahr heute noch unbezahlt oder es wird lediglich ein geringes Entgelt gezahlt.

In der Schweiz ist das praktische Jahr immer bezahlt.

Das Gehalt beträgt pro Monat zwischen 700 Franken und 1500 Franken, was ca. 580 – 1200 Euro entspricht. In der Regel wird neben dem Grundgehalt auch anteilig ein dreizehnter Monatslohn ausgezahlt.

Natürlich müssen dem Gehalt auch die Kosten gegenübergestellt werden. Für das Zimmer im Personalwohnhaus kommen zwischen 400 und 450 Franken auf Euch zu (ca. 350 EUR). Das Mittagessen im Krankenhaus kostet Euch um die 10 Franken pro Tag (ca. 8,30 EUR). Daneben sind natürlich generell die Lebenshaltungskosten in der Schweiz wesentlich höher als in Deutschland. So wird auch der Gang zum Supermarkt oder das Ausgehen am Wochenende zu einer höheren Belastung führen als hierzulande. Fazit Gehalt: die Schweiz bietet beim praktischen Jahr zwar bessere Verdienstmöglichkeiten, jedoch sind auch die Kosten höher als in Deutschland, wodurch der höhere Verdienst wieder kompensiert wird.

Arbeitsbedingungen

Bezüglich den Arbeitsbedingungen wird von vielen PJlern in der Schweiz ein durchweg positives Fazit gezogen. Die Medizinstudenten fühlen sich in der Schweiz besser behandelt.

Natürlich fallen auch in der Schweiz die Standardtätigkeiten wie die Assistenz im OP und Haken halten an. Jedoch werden die angehenden Assistenzärzte schon im praktischen Jahr sehr aktiv in den Tagesbetrieb eingebunden. So wird den Jungmedizinern die Möglichkeit geboten, die Grundlagen der Medizin durch selbstständiges und interdisziplinäres Arbeiten an vielseitigen Patienten zu erlernen. Dies wird bei den Medizinstudenten als durchweg positiver Faktor im praktischen Jahr wahrgenommen.

Daneben wird auch oft von tollem Kollegium und gutem Arbeitsklima berichtet. Die Oberärzte und Assistenzärzte haben mehr Zeit für die PJler, nehmen sich Zeit für Erklärungen und auch beispielweise bei der Patientenvisite wird kein Zeitdruck wahrgenommen. Man fühlt sich als unverzichtbarer Bestandteil des Teams und wird wertgeschätzt, Bitte und Danke gehören wie selbstverständlich zur Tagesordnung dazu.

Lebensqualität

Neben den Arbeitsbedingungen bietet die Schweiz eine sehr hohe Lebensqualität. Die Auswahl an tollen Orten für das praktische Jahr, um etwas anderes im Vergleich zur Heimat zu sehen, ist groß.  Zu Auswahl steht zum Beispiel die Region Zürich mit der international (31 Prozent Ausländer) und weltoffen geprägten Kantonshauptstadt um den schönen Zürichsee sowie die ländliche Ostschweiz, mit der Nähe zu Deutschland und dem Bodensee oder die Alpenregion im Süden, wo Ihr die besten Skipisten direkt vor der Haustüre findet.

Fazit

Gesamtfazit Schweiz: Wer sich in der Schweiz im praktischen Jahr ein gutes Einkommen erträumt, wird nicht enttäuscht, jedoch wird dies durch die höheren Kosten direkt wieder aufgebraucht. Die Schweiz bietet jedoch für das praktische Jahr tolle Arbeits- und Lebensbedingungen. Die Grundlagen der Medizin aktiv erlernen und gleichzeitig dafür eine hohe Wertschätzung erhalten, dies sind klare Mehrwerte des praktischen Jahres in der Schweiz.

Du hast auch bereits Erfahrungen im Ausland machen können?

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PJ im Ausland

Wir haben alle Informationen zusammengestellt, um Dir schnell und einfach zu zeigen, wie man ein praktisches Jahr im Ausland durchführt.

Hier findest Du alle Informationen zum Thema PJ im Ausland. Alle weiteren Informationen findest Du in unserem Übersichtsartikel zum praktischen Jahr.

1 Kommentar

  1. Johanna 22.11.2014 um 14:56 - Antworten

    In der Schweiz verdienen die Ärzte und Studenten zwar sehr angemessen, aber das Geld ist auch hier schnell verbraucht. Ausserdem helfen auch Studenten aus dem Ausland kaum dabei, dass der Ärzte-Mangel auf dem Land beseitigt wird, da sie, verständlicher Weise, ihre Erfahrung in grossen Kliniken sammeln wollen. Dabei stehen wahrscheinlich für junge Ärzte Städte wie Basel oder Zürich sehr weit oben im Ranking.

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