NC Medizin - Numerus Clausus Medizinstudium 2018 nach Bundesland
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NC Medizin – Numerus Clausus Medizinstudium 2018 nach Bundesland

Numerus Clausus: Die Beschränkung für Studienplätze

Die Abkürzung „NC“ steht für „Numerus Clausus“ und bedeutet in der Übersetzung so viel wie „beschränkte Anzahl“. Der folgende Artikel erläutert Dir alles Wissenswerte zum Numerus Clausus so wie alle weiteren Möglichkeiten, um auch unabhängig davon Medizin studieren. Ein großer Teil von Studiengängen haben mittlerweile eine NC-Quote. Im Bundesland Bremen sogar 70 % aller Studiengänge.

Das Studium der Humanmedizin erfreut sich stets großer Beliebtheit. Wie inzwischen für verschiedene Studiengänge üblich, gibt es daher auch einen NC für Medizin. Neben dem Medizinstudium sind entsprechende Höchstzulassungszahlen regelmäßig beispielsweise auch für das Studium der Rechtswissenschaften, der Psychologie oder Architektur vorgegeben. Nirgends jedoch ist die Notenvorgabe so anspruchsvoll wie für das Medizinstudium.

Der NC bedeutet, dass lediglich eine beschränkte Kapazität von Studenten für das Medizinstudium zugelassen wird. Die Auswahl der Studenten, die sich nach dem erfolgreichen Abschluss des Bewerbungsverfahrens einschreiben und dann Medizin studieren dürfen, erfolgt anhand des Notendurchschnitts der jeweiligen Hochschulzugangsberechtigung. Im Regelfall handelt es sich dabei um das Abitur, eventuell aber auch um einen Abschluss auf dem zweiten Bildungsweg. Welcher NC für Medizin jeweils gilt, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, teilweise aber auch von Hochschule zu Hochschule.

NC für Medizin – Die Bundesländer im Überblick

Der jeweils erforderliche NC für Medizin pro Bundesland, um über die Abiturbestenquote aufgenommen zu werden, kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden (Spalte Numerus Clausus Medizin). Schlechte News: so hart wie im Wintersemester 2017 / 2018 war der NC Medizin noch nie, nur noch zwei Bundesländer haben keinen NC von 1,0.

BundeslandNumerus Clausus Medizin
Baden-Württemberg1,0
Bayern1,0
Berlin1,0
Brandenburg1,0
Bremen1,0
Hamburg1,0
Hessen1,0
Mecklenburg-Vorpommern1,0
Niedersachsen1,1
Nordrhein-Westfalen1,0
Rheinland-Pfalz1,0
Saarland1,0
Sachsen1,0
Sachsen-Anhalt1,0
Schleswig-Holstein1,1
Thüringen1,0

Der jeweils angegebene NC gilt natürlich nur für die Zulassung zu einem Medizinstudium. Er lässt sich nicht direkt auf artverwandte Studiengänge, d.h. auf ein Studium der Pharmazie, der Tiermedizin oder ein Studium der Zahnmedizin übertragen. Bei diesen Studiengängen liegt er meist ca. 0,1 bis 0,5 Noten höher. Für das Bewerbungsverfahren ist außerdem zu beachten, dass über den NC für Medizin nur etwa 20 % der Studienplätze vergeben werden. Weitere 20 % werden über die Wartezeitquote vergeben.

Für die restlichen 60 % kommt hingegen das Hochschulauswahlverfahren zum Tragen, bei dem die jeweilige Hochschule die Kandidaten auswählt. Dabei werden beim Hochschulauswahlverfahren folgende Kriterien berücksichtigt, wie zum Beispiel der Medizinertest (TMS), eine etwaige Berufserfahrung oder Berufsausbildung, die Ortspräferenz des Bewerbers, die Ergebnisse der Auswahlgespräche mit den Kandidaten und auch hier wieder wieder Einzelfachnoten aus dem Abitur. Mehr dazu wie man sich für die restlichen Studienplätze bewirbt gibt es in unserer großen Übersicht Medizinstudium – Voraussetzungen und Bewerbung.

TMS für schlechten NC

Der angesprochene Test für medizinische Studiengänge (TMS) wird immer häufiger in die Auswahlverfahren für die Zulassung zum Medizinstudium an deutschen Universitäten aufgenommen.

Für Studienbewerber ohne Bestnoten soll dieser Test eine Möglichkeit bieten sich bundesweit objektiv und chancengleich für einen Studienplatz zu qualifizieren. Wie sehr und in welcher Konstellation der TMS an den Universitäten Einfluss auf ihre Auswahl haben, bleibt den Unis jedoch selbst überlassen. Daher lohnt es sich vorab an den Universitäten zu recherchieren.

Weitere Informationen gibt es in unserem Artikel zum TMS Medizinertest – Test für medizinische Studiengänge.

Möglichkeiten zum Medizinstudium ohne Numerus Clausus

Wartezeitquote

Wer dem Numerus Clausus nicht entspricht, kann entsprechend über die Wartezeitquote dennoch Medizin studieren. In diesem Fall gilt es jedoch, dass man einige Jahre auf seinen Studienplatz warten muss, bevor man mit dem Studium loslegen kann.

Die Wartezeit in Halbjahren entspricht der Zeit, die seit dem Erwerb der Hochschulstudienberechtigung vergangen ist. Nicht berücksichtigt bei der Wartezeit werden Semester, in denen man in einer deutschen Hochschule in einem anderen Studiengang eingeschrieben war. Diese Semester bezeichnet man als so genanntes Parkstudium und sie werden von der Wartezeit abgezogen.

Gemäß Hochschulstart.de liegt die aktuelle Wartezeit im Jahr 2018 bei einer Durchschnittsnote von bei 14 Semestern und auch hier wird eine Durschnittsnote von 2,6 vorausgesetzt. So kann es also aktuell sein, dass man mit einer Note von 2,6 stolze 7 Jahre auf einen Studienplatz warten muss. Alle Infos zur Wartezeit gibt es im Artikel Wartesemester Medizin: Wie lange ist die Wartezeit fürs Medizinstudium?

Private Universität

Eine dritte Alternative stellt die Möglichkeit dar, an einer privaten Universität Medizin zu studieren. Auch hier wird kein Numerus Clausus für das Medizinstudium benötigt. Jedoch ist das Studium kostenpflichtig und jedes Semester muss ein Betrag an die Universität bezahlt werden. Die Kosten betragen pro Semester zwischen 6.000 und 11.500 Euro.

In Deutschland gibt es aktuell 5 private Universitäten, die ein Medizinstudium anbieten. Hierzu zählen die Medizinische Hochschule Brandenburg, die Medizinische Privatuniversität Nürnberg, die Kassel School of Medicine, die Privatuniversität Witten/Herdecke sowie der Asklepios Campus Hamburg.

>> 5 Wege gibt es ausführlich in unserem Artikel Medizin studieren ohne NC

Medizinstudium im Ausland

Du interessierst dich für ein Medizinstudium im Ausland? StudiMed ist dein kompetenter Ansprechpartner für die Planung und Durchführung deines Studienaufenthalts. Von der Erstinformation über die zielführende Auswahl der Bewerbungsuniversitäten, der Begleitung bei gewünschten Vor-Ort-Terminen zur Gewinnung persönlicher Eindrücke, der Betreuung beim Bewerbungsverfahren, der Vorbereitung und Begleitung bei Eignungstests bis hin zur Orientierung am Studienort einschließlich Wohnungssuche und behördlicher Anmeldeverfahren begleitet StudiMed seine Kunden sicher auf dem Weg, der zum Arztberuf führt.

StudiMed verfügt über langjährige Erfahrungen, gewachsene Kontakte und ein enges Betreuungsnetz für seine Kunden. Nutze die Erfahrung und Kompetenz von StudiMed. Unter diesem Link zu StudiMed gibt es alle Infos zu den Unis und Angeboten.

Zusammenfassung und Fazit

Auch wenn die Zulassung nicht einfach ist, gibt es genügend Wege in das Medizinstudium. Ob mit oder ohne Medizin Numerus Clauses, mit Wartezeit und Privatuni stehen Alternativen zur Verfügung. Wer wirklich Medizin studieren will, kann einen Weg finden.

Wir wünschen Euch viel Erfolg und hoffen, dass Ihr Euren Studienplatz zeitnah findet.

Mehr Infos zum Thema Medizinstudium findest Du hier in unserer großen Übersicht:

Medizin Studieren – Voraussetzung, Ablauf und Bewerbung

3 Kommentare

  1. Robin Kaus 05.11.2017 um 15:29 - Antworten

    Toller Artikel!! 😀
    Total motivierend und inspirierend!
    Vielen Dank für dieses umfassende Info Spektrum!
    Weiter so!

  2. Lisa 25.12.2017 um 0:39 - Antworten

    Klasse Artikel – vielen Dank! Ich suche gerade nach Wegen und Möglichkeiten, wie und wo ich mit meinem 1,9er Abi noch Medizin studieren kann. Praktischarzt.de hat mir hierzu einige spannende Anregungen liefern können – nicht nur in dem Artikel :D! Tolle Infos gabs auch mediziner-test.de. falls hier noch jemand auf der Suche sein sollte. Ich hoffe das Teilen ist erlaubt/erwünscht? Ich befürchte ich bin hier nicht die einzige mit dem Problem 😛 ….

  3. Jacqueline 08.08.2018 um 16:33 - Antworten

    Wirklich guter Artikel. Ich frage mich nur, wohin das mit dem NC noch führen soll, nur noch 1,0 für die Garantie auf einen Studienplatz? Sind Abiturienten mit einem schlechteren Abi etwa nicht dafür geeignet? Was sagt das Abi mit 1,0 denn über die Persönlichkeit und Eignung des Menschen aus? Das Erreichen der Abiturnote ist von Bundesland zu Bundesland schon unterschiedlich. Viel hängt hier auch vom Lehrer ab, welche Noten fürs Punkte sammeln erreicht werden.

    Ein Aspekt wurde im Artikel nicht erwähnt, die Möglichkeit eines Teilstudienplatzes. Diese werden unter allen abgelehnten Studienplatzbewerbern für Medizin verlost, sodass auch junge Leute mit einem schlechten Abi die Chance bekommen.
    Wir haben den Fall in der Familie, Tochter hat nur ein Abi 1,7, möchte seit Kind an Ärztin werden. Sie hatte wirklich das große Glück, ohne Wartezeit bei der ersten Bewerbung , aus dem Lostopf gezogen zu werden, wir hatten damit nicht gerechnet.
    Und ich kann eins feststellen, da ist jemand mit keinem 1,0-er Abi, aber dermaßen engagiert beim Studium, davor schon das Krankenpflegepraktikum absolviert, wo man ihr bescheinigte, einen sehr guten Draht zu Menschen zu haben. In der Klinik wurde ihr die Möglichkeit geboten, an einer Operation anwesend zu sein, auch dies kein Problem, mehr als spannend. Im Studium selbst jede Prüfung im ersten Versuch bestanden, geschenkt bekommt man nichts und das Medizinstudium ist sehr lernintensiv. Im Unterschied zu den Vollstudienplatzinhabern( die gerne 2 bis 3 Anläufe zum Bestehen der Prüfung brauchen), ist bei den Teilstudienplatzinhabern noch mehr Druck da, denn für diese Studenten heißt es, nach dem vorklinischen Teil wird man exmatrikuliert. Somit muss ein sehr guter Notenschnitt/Prüfungseregbnisse erreicht werden, um sich die Chance zu bewahren, als Nachrücker bei anderen Unis genommen zu werden. Und dafür bewirbt sich derjenige bei jeder Uni selbst und jede Uni hat ein anderes Verfahren. Wir haben 14 Tage gebraucht, um uns alle Inforamtionen von den Seiten zusammen zu suchen und entsprechende Bewerbungsunterlagen zusammen zu stellen. Motivierend ist dies nicht gerade, da die Bewerbungsfristen auch noch gleichzeitig in die Klausurenphase fallen. Eine Garantie auf einen Vollstudienplatz gibt es nicht, es besteht die Chance einen zu bekommen, wenn Plätze frei werden.
    Aber ein Teilstudienplatz ist ein Anfang des Traumes, Mediziner werden zu können und glauben Sie mir, diesen Studenten wird von den beiden Unis, die diese Plätze anbieten, eine hohe Motivation und Lernbereitschaft zugeschrieben.

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