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Multiple Sklerose – Symptome, Verlauf, Lebenserwartung und Therapie von MS

Multiple Sklerose: Eine unheilbare, jedoch behandelbare Krankheit betrifft über 100.000 Menschen alleine in Deutschland. Wir stellen alle wichtigen Informationen zu der MS Krankheit dar, beginnend mit einer Definition, den Ursachen, den Symptomen und der Behandlung. Wir zeigen ebenfalls auf wie hoch die Lebenserwartung von Betroffenen ist.

MS Krankheit: Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose (Multiple Sclerosis) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervengewebes. Betroffen sind in der Regel Gehirn, Sehnerven und Rückenmark.

Symptome und Beschwerden treten häufig schubweise auf und können bereits im Alter von jungen Erwachsenen beginnen.

In Deutschland leiden über 100.000 Menschen an MS. Ohne nachweisliche Begründung kommt die Krankheit in kühleren Klimazonen wie Nordeuropa, Südkanada oder Neuseeland häufiger vor.

Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. In den meisten Fällen zeigt sich die Krankheit im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

Die Fakten auf einem Blick:

  • Multiple Sklerose ist unheilbar, aber behandelbar
  • Über 100.000 Menschen sind in Deutschland betroffen
  • Frauen leiden doppelt so häufig unter MS wie Männer
  • Die Krankheitssymptome treten in der Regel im Alter zwischen 20 und 40 ein

Multiple Sklerose: Ursachen

Bis heute leider unerforscht sind die belegten Ursachen für Multiple Sklerose. Verschiedene Annahmen deuten darauf hin, dass es sich um eine Autoimmunreaktion handelt. Körpereigene Strukturen werden von Abwehrzellen fälschlicherweise angegriffen, woraufhin ein Abbau der Nervenfaser-Schutzhülle beginnt. Dadurch werden Nervenfasern geschädigt und Nervenimpulse und -Reize nicht mehr vollständig oder schlechter weitergeleitet.

Die Ursachen für Multiple Sklerose:

  • Die Ursachen sind bisher unklar und unerforscht
  • Es wird angenommen, dass es sich um eine Autoimmunreaktion handelt
  • Abwehrzellen zerstören fälschlicherweise Nervenfaser-Schutzhüllen was zu Störungen führt

Wie sind die Symptome von Multipler Sklerose?

So verschieden die Annahmen für die Ursachen sind, so unterschiedlich können auch die Anzeichen für MS leider sein. Dadurch, dass Nervenfasern angegriffen werden, kann jedes neurologische Symptom auftreten.

Beispiele in unterschiedlichen Schweregraden sind:

  • Muskelschwäche
  • Sehschwäche
  • Lähmungen
  • Krämpfe und Spastik, Gangstörung
  • Gefühl- und Empfindungsstörungen an Armen und Beinen
  • Sprechstörungen

Diese und weitere Anzeichen sind möglich. Am häufigsten kommt es bei den ersten Anzeichen zu Empfindungsstörungen in Armen und Beinen oder Sehstörungen.

Wie ist der Verlauf der MS Krankheit?

Wie eingangs beschrieben verläuft diese Krankheit in Schüben. In unregelmäßigen Abständen treten somit oben genannte Symptome in unterschiedlicher Dauer und Schwere auf. Diese Schübe können in vielen Fällen mit entsprechender Therapie reduziert oder unterbunden werden. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen nehmen Schübe und Symptome leider im Verlauf der Krankheit zu.

Multiple Sklerose kann in drei verschiedenen Formen verlaufen:

  1. Schubförmig in unterschiedlicher Schwere und vollständiger Zurückbildung der Symptome – so beginnt die Erkrankung bei etwa 80 % der Betroffenen
  2. Sekundär chronisch voranschreitender Verlauf, bei dem neben den Schuben das Krankenheitsbild voranschreitet – betrifft etwa 40 % der Erkrankten
  3. Primär voranschreitender Verlauf, bei dem sich das Krankheitsbild kontinuierlich verschlechtert – betrifft etwa 10 % – 15 % der Erkrankten von Beginn an

Behandlung von MS

Multiple Sklerose ist bis heute unheilbar, durch medikamentöse Ansätze jedoch behandelbar. So wird durch den Einsatz von Medikamenten dafür gesorgt, dass Schübe reduziert oder gar unterbunden werden. Eine Behandlung erfolgt aufgrund der Symptom- und Verlaufsvielfalt individuell.

Die Behandlung baut auf drei Säulen auf:

1. Akutbehandlung bei Schüben

Bei einem akuten Schub mit auftretenden Beschwerden wird für wenige Tage in der Regel mit einem Kortisonpräparat gearbeitet. Dies geschieht intravenös und soll die Entzündungsreaktion eindämmen. Dadurch werden die Beschwerden reduziert oder gar unterbunden.

Dieser Vorgang kann bei nicht verschwindenden Beschwerden wiederholt und in der Dosis erhöht werden. Jedoch können bei der Behandlung mit Kortison starke Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden, Schlafstörungen oder Erhöhung des Blutdrucks auftreten.

Der nächste sinnvolle Schritt wäre daher eine Blutwäsche, bei der Blut entnommen, gereinigt und zurückgeführt wird. Diese Behandlung ist in der Hälfte der Fälle erfolgreich und wird an speziellen MS-Zentren durchgeführt.

Zusammengefasst wird als Akutbehandlung also folgendes angewandt:

  • Behandlung mit Kortison
  • Gegebenenfalls wiederholte Behandlung mit Kortison
  • Durchführung einer Blutwäsche

2. Immunmodulatorische Langzeitbehandlung

Die immunmodulatorische Langzeitbehandlung kann in drei verschiedene Therapieformen untergliedert werden.

  1. Verlaufsmodifizierende Therapie des moderaten Krankheitsverlaufes
  2. Reservemittel der Basistherapie
  3. Verlaufsmodifizierte Therapie des aktiven Krankheitsverlaufes

In den verschiedenen Therapieformen werden unterschiedliche Behandlungen oder Medikamente angewandt. Bei der verlaufsmodifizierten Therapie bei einem moderaten Krankheitsverlauf kommen beispielsweise Interferon-beta-Präparate oder die Wirkstoffe Glatirameracetat, Teriflunomid oder Dimetyhilfumarat zum Einsatz.

Mittel wie Azathioprin oder die Antikörper Immunglobuline, die in der Vergangenheit häufig eingesetzt wurden, werden aufgrund von fehlenden Zulassungen oder starken Nebenwirkungen heute nur noch als Reservemittel zur Basistherapie in Ausnahmesituationen betrachtet.

Im aktiven Krankheitsverlauf, nachdem Betroffene auf die Basistherapie nicht mehr anspringen, wird der Einsatz von stärkeren Medikamenten und Behandlungen begonnen. Zulassung haben hierzu unter anderem Alemtuzumab, Cyclophosphamid, Fingolimod, Natalizumab und Mitoxantron.

3. Symptomatische Behandlung

Um die Lebensqualität von Multiple Sklerose betroffenen Menschen aufrecht und hoch zu halten, ist in vielen Fällen eine symptomatische Behandlung sehr wichtig. Der Fokus liegt hierbei auf der Behandlung und Linderung von auftretenden Schmerzen und Beschwerden während des Krankheitsverlaufs.

Zu diesen Beschwerden, die in einem vorigen Kapitel bereits ausführlich aufgeführt wurden, gehören neben physischen Schmerzen auch psychische Beschwerden wie Depressionen. So vielfältig die Symptome sind, so unterschiedlich sehen auch hier die Behandlungen aus. Dazu gehören Ernährungsumstellung, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie Psychotherapie oder zusätzliche Medikation.

Alternative Medizin

Nicht wissenschaftlich anerkannt, aber immer beliebter ist die Anwendung von alternativer Medizin. Dazu gehört die Akupunktur, autogenes Training, Homöopathie oder generell die traditionelle Chinesische Medizin. Diese können jedoch kein Ersatz für die herkömmliche Behandlung sein, sondern vielmehr eine Unterstützung oder ein Zusatz.

Lebenserwartung Multiple Sklerose

Trotz der unheilbaren Krankheit und möglicherweise schwerwiegenden Symptomen ist diese Krankheit nicht tödlich. MS-Erkrankte werden nach kanadischen Forschern durchschnittlich 77 Jahre alt. Diese Zahlen gingen aus einer Studie über 7.000 Erkrankte hervor. Dabei wurden Frauen durchschnittlich 79 Jahre alt und Männer 74. Dies ist nicht wesentlich kürzer als beispielsweise die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland. Bis vor kurzem lag diese bei Männern noch bei 78,18 Jahren und bei Frauen bei 83,06 Jahren wie man aus der Statistik von statista entnehmen kann.

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Durch | 26.04.2017 | Allgemein | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Dr. Stefanie Hillinger 05.10.2017 um 15:39 - Antworten

    Aktuelle Behandlungserfolge gegen die sogenannten Autoimmunkrankheiten.
    Das wissenschaftliche Forschungscenter der Dayeng Stiftung hat entscheidende Fortschritte zur Behandlung sogenannter Autoimmunkrankheiten gemacht. Es betrifft vor allem Krebs, Multiple Sklerose, Parkinson und weitere Nervenschädigungen, Asthmatische Erkrankungen und Allergien im Allgemeinen, AIDS, Neurodermitis und weitere Hautkrankheiten und einige weitere Krankheiten. All diese Krankheiten fallen unter die Bezeichnung Autoimmunkrankheiten. Die Forschungsergebnisse haben folgendes nachgewiesen.

    Das Immunsystem ist die Verteidigungs-Armee des Körpers. Dieses natürliche Abwehrsystem beginnt bereits auf der Haut. Schleim in den Atemwegen bindet unerwünschte Eindringlinge. Gelangen Keime dennoch in die Blutbahn, so warten hier Makrophagen. Diese Fresszellen erkennen und vernichten die Erreger. Eine weitere Abwehrfront sind die Lymphozyten namens T- und B-Zellen. Die Lymphozyten müssen ständig bereit sein, Eindringlinge mit unbekannten Identitäten zu erkennen. Das Immunsystem produziert deshalb ununterbrochen Zellen und Moleküle mit neuen Identifikationsprogrammen. Aber das Immunsystem ist weitaus komplexer in seiner Funktion. So hat das wissenschaftliche Forschungscenter der Dayeng Stiftung weiterhin herausgefunden, dass sowohl die Zellen als auch bestimmte Systeme im menschlichen Körper kommunizieren und ständig Botenstoffe aussenden zur Regulierung und zum Zusammenspiel verschiedenster Funktionen.

    Im Falle der Autoimmunkrankheiten versagt dieses Zusammenspiel. Damit dieses umfangreiche System des Körpers aus dem Gleichgewicht kommt und die Krankheiten ausbrechen, braucht es ein Ereignis. Dieses Ereignis entsteht nicht im Innern des Körpers, sondern kommt von außen und aus der Umwelt.
    Die Menschen tun alles um das bewährte, natürliche Immunsystem aus dem Gleichgewicht zu bringen. Es beginnt bereits im Babyalter durch Impfungen. Nun sagen sicherlich viele Menschen, aber Impfungen werden doch durchgeführt zum Schutz des Organismus. Mitnichten.

    Ein Beispiel: Damit die T-Lymphozyten ihre Aufgabe verrichten können, müssen sie zuerst in der Thymusdrüse „lernen“, zwischen körpereigenen und fremden Zellen zu unterscheiden. Folglich ist die Thymusdrüse ganz wesentlich am Aufbau des Immunsystems beteiligt. Bis zur Pubertät wächst die Thymusdrüse. Später nimmt ihre Größe ab und ihr lymphatisches Gewebe wird durch Fettgewebe ersetzt. Wenn nun zum Beispiel Säuglinge und Kleinkinder geimpft werden, passiert genaugenommen das Gegenteil von dem was angeblich erreicht werden soll. Die Thymusdrüse kann, durch diese Impfungen, erheblich gestört oder auch komplett ausgeschaltet werden. Die Folgen sind gravierend, das Immunsystem kann sich nun nicht mehr korrekt entwickeln und Krankheiten wie Spastische Lähmungen, Epilepsie, Multiple Sklerose und weitere Nervenerkrankungen, Parkinson, Autismus, Krebs und weitere Krankheiten sind dann meist die Folge. Aber auch ein vermeintlich gesundes Immunsystem bei Erwachsenen kann völlig zusammenbrechen bei bestimmten Einflüssen von außen. Diese negativen Einflüsse sind besonders Pharmazeutika aber auch Chemikalien in Lebensmittel, Chemikalien in Körperpflegemitteln und Zahncremes, Chemikalien in Kosmetik, negativ belastete Atemluft, Stress und so weiter.

    Das gefährlichste an Impfungen sind die beigemischten Inhaltsstoffe die für die teilweise oder komplette Zerstörung des Immunsystems verantwortlich sind. Diese Beimischungen sind vor allem Quecksilber und Aluminium. Aber auch weitere toxische Chemikalien haben wir bei unseren internationalen Untersuchungen der Seren gefunden. Weitere Pharmazeutika geben dem Immunsystem sozusagen den Rest. Wir erforschen die Biologie und besonders das Immunsystem des Menschen bereits seit über 30 Jahren, in Zusammenarbeit mit weiteren internationalen Wissenschaftlern. Daraus resultieren unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen. Aus diesen Erfahrungen haben wir spezielle Therapien entwickelt die, zu einem großen Teil, das gestörte Immunsystem sozusagen reparieren. Im Jahr 2001 wurde dann das Therapie-Center der Dayeng Stiftung eröffnet. Die Behandlungserfolge seit dieser Zeit betragen annähernd 100%. Unsere Stiftung ist eine Non Profit Organisation, das bedeutet, wir sind nicht Profitorientiert, wir arbeiten unabhängig und aus Überzeugung.
    Dr. Stefanie Hillinger vom Team der Dayeng Stiftung

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