Medizinstudium Kroatien

Medizinstudium Kroatien – Bewerbung, Aufbau, Kosten, Universitäten

Kroatien gilt mittlerweile als die Perle der Adria. Nach den politischen Umbrüchen der 90er Jahre und der Öffnung des Landes nach Europa, ist das Land nicht mehr nur für Touristen attraktiv. Mittlerweile entwickelt sich das Land auch zum beliebten Wirtschafts- und Hochschulstandort. Die sieben staatlichen Hochschulen des Landes haben den europäischen Bologna-Prozess vollständig umgesetzt, sodass einem Medizinstudium in Kroatien nichts mehr im Wege steht.

Wer sich für ein Medizinstudium in Kroatien entscheidet, sollte dennoch einige Dinge beachten. Damit das Studium in einem der schönsten Länder Südosteuropas zur Erfolgsgeschichte wird, haben wir hier einige hilfreiche Hinweise zusammengestellt.

Kroatien als Studienland

Kroatien ist mit Slowenien zusammen eine der nördlichen Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawien. Nach der Herauslösung aus diesem Staatenverbund hat das Land schnell Anschluss an internationale Standards gefunden. Kroatien ist schon seit Langem Mitglied der Europäischen Union.
Das südosteuropäische Land bietet auf kleinstem Raum vielfältige kulturelle und landschaftliche Höhepunkte. Von der pannonischen Tiefebene im Osten, über das wilde Küstengebirge im Osten bis zur zerklüfteten Adriaküste mit seinen malerischen Hafenstädten voller Leben bietet das Land wundervolle Lebensräume und lädt geradezu zur Entdeckung ein. Ein Medizinstudium in Kroatien verspricht also nicht nur beste Ausbildung, sondern auch eine hohe Lebensqualität mit tollen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Welche Universitäten kommen für ein Medizinstudium in Kroatien infrage?

Für ein Medizinstudium in Kroatien eignen sich dreit der sieben kroatischen Hochschulen in besonderem Maße:

Alle diese Universitäten bieten eine fachlich hervorragende Ausbildung, die den Vergleich mit anderen europäischen Spitzenuniversitäten nicht zu scheuen braucht.

Zagreb ist die größte Stadt und zugleich Hauptstadt des Landes. Sie liegt in der pannonischen Tiefebene sehr zentral im Land und ist über den internationalen Flughafen hervorragend zu erreichen. Eine Vielzahl kultureller Einrichtungen und eine malerische Altstadt bieten ein wunderbares Umfeld für das Medizinstudium in Kroatien. Die School of Medicine der Universität Kroatien wurde bereits 1918 gegründet und ist führend in Kroatien. Seit 2003 werden internationale Studierende angenommen. Bereits über 1000 Studenten aus der ganzen Welt wurden hier zu Ärzten ausgebildet.

Split wird oft auch als die Perle der Adria bezeichnet. Seine direkte Lage am Meer und das UNESCO-Welterbe machen die Stadt zu einem beliebten Reiseziel, in der das ganze Jahr über das Leben pulsiert. Die Universität Split nimmt jährlich 50 Studenten für das Studium der Medizin an. Die Uni wurde 1974 gegründet und bietet seit 2011 den Studiengang Medizin in Englisch an. 2012 wurden die Gebäude des Fachbereichs Medizin neu fertiggestellt, so dass alles auf dem neuesten Stand der Technik ist.

Rijeka ist die drittgrößte Stadt Kroatiens und hat ca. 150.000 Einwohner. Die Stadt befindet sich direkt an der Adriaküste und ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Die Faculty of Medicine an der Universität Rijeka besteht seit 1955. Der internationale Studiengang Medizin richtet sich unter anderem an Deutsche, hier ist man als Deutsche/r sehr willkommen.

An allen Universitäten werden Kurse in Englisch und der Landessprache Kroatisch angeboten. Hervorragende Englischkenntnisse sind deshalb Pflicht für ein Medizinstudium in Kroatien. Zusätzlich bieten beide Universitäten studienbegleitende Kurse in der Landessprache an. Diese Sprachkurse können auch schon vor dem eigentlichen Medizinstudium in Kroatien belegt werden.

Voraussetzungen für ein Medizinstudium in Kroatien

Wie in ganz Europa üblich, ist auch für ein Medizinstudium in Kroatien das Abitur oder ein gleichwertiger Abschluss die wichtigste Zugangsvoraussetzung, um an einer der Universitäten Kroatiens studieren zu dürfen. Jedoch ist in Kroatien in Gegensatz zu Deutschland ein Medizinstudium ohne Numerus Clausus möglich.

Die Universität Zagreb wählt ihre Studierenden nicht nach der Abiturnote aus. Vielmehr müssen Bewerber sich einem Aufnahmetest in den Fächern Physik, Chemie und Biologie unterziehen. Bewerber, die hier Lücken bei sich sehen, sollten diese vor dem Test auffüllen, um ein Studium an der Universität Zagreb aufnehmen zu können.

Auch das Studium an der Universität Split und der Universität Rijeka ist ohne Numerus Clausus möglich. Hier trifft eine Aufnahmekommission die Entscheidung über zukünftige Studierende. Darüber hinaus erwarten diese Universitäten von ihren Bewerbern exzellente Englischkenntnisse, die durch eine gute Abiturnote oder die international anerkannten Sprachtests TOEFL oder IELTS nachgewiesen werden müssen.

Bewerbung für ein Medizinstudium in Kroatien

Die Bewerbung für ein Medizinstudium in Kroatien kann direkt an eine der drei Universitäten gerichtet werden. Die Websites der der Universität Zagreb, der Universität Split und der Universität Rijeka geben Auskunft über einzuhaltende Fristen und die notwendigen Unterlagen.

Wer lediglich ein Auslandssemester, beispielsweise im Rahmen des ERASMUS-Programms plant, kann sich bereits in Deutschland beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD informieren.

Inhalte des Medizinstudiums in Kroatien

Die Umstellung des Studiums nach dem europäischen Bologna-Prozess hat ein Medizinstudium in Kroatien besser vergleichbar mit Studien an anderen europäischen Hochschulen gemacht.

Landesweit sind alle Studiengänge in drei Zyklen unterteilt:

  • Bachelorstudiengang
  • Masterstudiengang
  • Aufbaustudiengang

Die erzielten Studienleistungen werden mithilfe der übertragbaren Leistungspunkte ECTS dokumentiert und bewertet. Dies vereinfacht einen späteren Wechsel an eine deutsche Universität oder europäische Hochschule.

Wer lediglich ein Auslandsjahr plant, sollte unbedingt vor der Abreise klären, welche Leistungen später anerkannt werden. Das erspart mitunter böse Überraschungen nach einem Medizinstudium in Kroatien.

Kosten für ein Medizinstudium in Kroatien

Anders als in manchen anderen Fachbereichen fallen für ein Medizinstudium in Kroatien Semestergebühren in unterschiedlicher Höhe an.

Derzeit schlägt ein Medizinstudium an der Universität Zagreb mit etwa 9.200 Euro pro Jahr zu Buche. Die Universität Split sowie die Universität Rijeka verlangt von ihren Studenten und Studentinnen der Fächer Human- und Allgemeinmedizin halbjährliche Gebühren von ungefähr 4.500 Euro. Über die jeweils aktuell geltenden Gebührenordnungen informieren die Websites der Universitäten Split und Zagreb.

Neben den Studiengebühren für ein Medizinstudium in Kroatien fallen die allgemeinen Lebenshaltungskosten an. Diese sind in Kroatien immer noch recht günstig. Wer monatlich 400 bis 700 Euro für eine Wohnung, Essen, Trinken, Mobilität und Freizeitgestaltung einplant, kann als Studentin oder Student in Kroatien gut leben.

Wie in den meisten Großstädten ist der Besitz eines eigenen Autos eher hinderlich. Zagreb und Split verfügen über einen gut ausgebauten und preisgünstigen Personennahverkehr. Für Touren im Land bieten sich regelmäßig verkehrende Busse an, die die großen Städte auf gut ausgebauten Straßen miteinander in einem dichten Takt verbinden. Das Zugsystem Kroatiens ist gegenüber dem Busverkehr wenig konkurrenzfähig.

Das ganze Land ist gut mit den Mobilfunknetzen der derzeit drei Betreiber abgedeckt. Breitbandinternetverbindungen gehören in den Großstädten zum Standard, lediglich auf dem Land kann es noch zu Engpässen kommen.

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Fazit:

Kroatien wird als Bildungsstandort leider immer noch unterschätzt. Die Universitäten in Zagreb, Split und Rijeka bieten eine international anerkannte Ausbildung auf höchstem fachlichen Niveau. Die Kurse finden zumeist in englischer Sprache statt, allerdings sind Kenntnisse der Landessprache Kroatisch unverzichtbar.

Wer Studienerfahrungen abseits ausgetretener Auslandspfade sucht, ist mit einem Medizinstudium in Kroatien bestens beraten.

Weiter interessante Länder gibt es in unserer großen Übersicht Medizinstudium im Ausland.

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