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Medizin studieren an einer Privatuniversität

Medizin studieren gegen Geld?

Für 80-90% aller Bewerber bleibt das Medizinstudium ein Traum: Der Andrang auf das beliebte Studienfach ist nach wie vor ungebrochen. Der Numerus clausus bewegt sich irgendwo zwischen 1,1 und 1,0. Die Zahl der notwendigen Wartesemester kann mitunter die Regelstudienzeit überschreiten.

Privatuniversitäten für das Medizinstudium in Deutschland

Als exklusive Alternative zu den staatlichen Unis bieten sich Privatuniversitäten an, 5 davon gibt es mittlerweile in Deutschland.

An der Uni Witten/Herdecke, der Kassel School of Medicine, dem Asklepios Campus Hamburg, der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Nürnberg und der Medizinische Hochschule Brandenburg soll jeder Medizin studieren können, der sich die Studiengebühren leisten kann.

Diese bewegen sich zwischen 6.000 € und 11.500 € – pro Semester.

Notwendig für die Aufnahme an einer Privatuni sind jedoch nicht nur ausreichend liquide Mittel oder eines der begehrten Vollstipendien. Da die Studienplätze begrenzt und die Kurse klein sind, muss man als Bewerber detailliert seine Motivation und seinen festen Willen zum erfolgreichen Studium darlegen. Auch hier erwartet die Ärzte von Morgen also ein heikles Auswahlverfahren – nur dass hier der NC keine Rolle spielt.

Reisebereitschaft ist auch von Vorteil: Der Vorklinische Teil des Studiums am Asklepios Campus Hamburg muss an der Semmelweis-Universität in Ungarn abgeleistet werden. Und wer an der Kassel School of Medicine studiert, muss bereit sein, für alle Prüfungen an die angegliederte Universität Southhampton zu reisen.

Argumente Für und Wider das Studium an der Privatuniversität

Von den Traditionsfakultäten werden die Privatuniversitäten eher kritisch beäugt:
Dass Mediziner in Deutschland ohne das Zutun einer deutschen Universität und ohne Forschungsnähe ausgebildet werden, behagt ihnen nicht. Der Generalsekretär des Deutschen Ärztetages Volker Hildebrand spricht gar von einer „Mediziner-Ausbildung auf FH-Ebene“.

Die Argumente der privaten Universitäten sind jedoch auch stichhaltig: In einem Land, das unter Ärztemangel leidet, bieten sie Studienplätze für motivierte Jungmediziner.
Statt überfüllter Hörsäle gibt es hier kleine Kurse und individuellen Kontakt zu den Dozenten.
Ein neu strukturiertes Studium mit frühzeitigem Patientenkontakt ersetzt den angestaubten Lehrplan der staatlichen Unis, wo sich die Studierenden 2 Jahre lang durch trockene Grundlagenfächer schlagen, ohne einen einzigen Patienten zu sehen.

Fazit über das Medizinstudium an der Privatuniversität

Ob sich die privaten Universitäten zum Erfolgskonzept entwickeln, bleibt abzuwarten.
Fest steht jedoch: So lange die staatlichen Hochschulen motivierte Studierende mit utopischen NC’s und jahrelangen Wartezeiten vergrätzen, haben Alternativen ihre Daseinsberechtigung.

Auf welche Hochschule eure Wahl auch fällt – Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Bewerbung!

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Mehr Infos zum Thema Medizinstudium findest Du hier:

Medizin Studieren – Inhalte, Zulassung und Bewerbung

Medizin Studieren – Numerus Clausus für das Medizinstudium

Medizinstudium ohne NC

Links zu den privaten Universitäten Medizinstudium

P.S. die direkten Links zu den privaten Universitäten findet Ihr hier:

UniversitätHomepage
Kassel School of Medicinehttps://www.ksm-info.de/
Asklepios Campus Hamburghttps://www.asklepios.com/ach/
Paracelsus Universität Nürnberghttps://www.klinikum-nuernberg.de/DE/paracelsus-universitaet/
Privatuni Witten/Herdeckehttps://www.uni-wh.de/
Medizinische Hochschule Brandenburghttps://www.mhb-fontane.de/

1 Kommentar

  1. Richard P. 22.11.2017 um 10:40 - Antworten

    Vielleicht sollte man in diesem Artikel erwähnen, dass es an der Universität Witten/Herdecke einen s.g. umgekehrten Generationvertrag gibt. Dieses System ermöglicht jedem, der nicht das Geld besitzt sofort für sein Studium zu bezahlen, später sein Studium abzuzahlen. In Witten zu studieren ist keine Frage des Geldes!

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