Jobsuche Von Ärzten

Jobsuche bei Ärzten: Welche Kanäle sind am beliebtesten?

Der Jobmarkt ist brisanter denn je – auch unter Ärzten. Doch auf welchen Kanälen suchen die meisten Bewerber überhaupt nach Jobs? Und wo ist die höchste Anzahl an Stellenangeboten zu finden? Die bekannte Umfrage „Jobbörsenkompass“ von dem Portal Crosswater Jobguide hat mehr als 40.000 Bewertungen unter die Lupe genommen und die besten Jobbörsen präsentiert. Die Online-Stellenbörsen nehmen dabei die Spitzenposition ein. Als Schlusslicht zeigt sich Print mit einer weiterhin abnehmenden Tendenz.

Jobsuche im Wandel

Die Welt wird immer digitaler und hat in all unsere Lebensbereiche bereits Einzug genommen. Auch die Jobsuche ist von digitalen Medien geprägt.

Denn heute erfolgt die Jobsuche fast ausschließlich über das Internet. Nicht zuletzt auch wegen der viel höheren Anzahl an Jobangeboten und der einfachen und zielgerichteten Suche. Denn online hat der Bewerber die Möglichkeit, seine Suche anhand von Kriterien – wie Karrierestufe, Ort oder Fachbereich – zu verfeinern und sich so eine Auswahl an passenden Jobs anzeigen lassen. So kann er schneller zu den Jobs kommen, die fachlich und persönlich zu ihm passen. Die Bewerbung ist dann oftmals nur noch einen Klick entfernt, statt wie vor einigen Jahren noch mühsam mit Bewerbermappen und in Papierform.

Die Umfrage unter über 40.000 Bewerbern zeigt, wie die Jobsuche von heute und morgen aussieht.

Print mit verschwindend geringer Relevanz – Online dominiert

Führend bei den Neueinstellungen sind Online-Jobbörsen. Rund 36 % der Vakanzen werden über Online-Jobbörsen besetzt. Dicht auf folgt mit 28 % die Karriereseite der Arbeitgeber. Mit 7 % sichern sich Mitarbeiterempfehlungen den dritten Platz. Dahinter kommen Printmedien, das Jobportal der Arbeitsagentur und Karrierenetzwerke. Sie kommen jeweils auf magere 4 % und nehmen damit eine untergeordnete Rolle bei der Besetzung von Vakanzen ein.

Insbesondere die geringe Relevanz der Printmedien ist im Hinblick auf die Digitalisierung nicht überraschend. Das Schlusslicht bilden soziale Netzwerkplattformen, weitere Social Media Kanäle und sonstige Medien. Diese Medien werden hauptsächlich für Direktansprachen seitens der Recruiter und Arbeitgeber genutzt.

Jobsuche Von Ärzten Grafik Neueinstellungen

Das zentrale Medium für Neueinstellungen sind Online-Jobbörsen. Auch den Weg über die Unternehmenswebsite gehen viele Bewerber. Unternehmenswebsites und Karriereportale haben oft einen fließenden Übergang zu und mit Online-Jobbörsen. Während vor einigen Jahren noch ein spürbarer Teil von Stellen über Printanzeigen besetzt wurde, hat dieses Medium heute jedoch kaum noch Relevanz.

Jobsuche im Gesundheitswesen – Jobbörsen bei 59 % und Print bei 0,9 %

Noch drastischere Ergebnisse zeigen sich, wenn man bei der Bewerbung nur das Gesundheitswesen hervorhebt. Online-Jobbörsen sorgen hier sogar für 59 % der Neubesetzungen. Dahinter kommen Karriereseiten und Job-Suchmaschinen. Print zeigt hier nahezu keine Präferenz mehr. Hier sind es sogar nur 0,9 % der Vakanzen, die über Printmedien besetzt werden.

Jobsuche Von Ärzten Grafik Neueinstellungen Gesundheitswesen

95% empfehlen Spezialjobbörsen weiter

In der Befragung der über 40.000 Teilnehmer wurde ebenfalls nach der Weiterempfehlungsrate der verschiedenen Arten von Online-Stellenbörsen gefragt.

Das Ergebnis ist mehr als deutlich. Spezialjobbörsen mit einem Fokus auf eine einzige Zielgruppe werden zu 95% von Bewerbern weiterempfohlen. Generalisten und Jobsuchmaschinen liegen mit 83% und 81% wesentlich unter diesen Werten.

Jobsuche Von Ärzten Grafik Weiterempfehlungsrate

Fazit

Ein Großteil der Bewerber bevorzugt also die Jobsuche über Online-Stellenbörsen. Die Unternehmenswebsite sollte aber keinesfalls vernachlässigt werden. Denn sie dient nicht nur zur Jobsuche für Bewerber, sondern sollte insbesondere zur Präsentation des Unternehmens genutzt werden.

Moderne Online-Stellenbörsen bieten die Möglichkeit zur Veröffentlichung von HTML-Stellenanzeigen, Karriereportalen und sonstigen Präsentationsflächen für Arbeitgebern, die in dem Design der Karriereseiten der Arbeitgeber dargestellt werden können. Damit kann die Reichweite zu Jobsuchern erhöht und die Arbeitgebermarke dennoch beibehalten werden.

Auftritte auf den sozialen Netzwerken schneiden zwar in den Neubesetzungen am unteren Ende der Ergebnisskala ab, jedoch sollte dies eher als Werkzeug zur generellen Darstellung als attraktiver Arbeitgeber genutzt werden.

Print wie Tageszeitungen und Fachmagazine sind heute aufgrund der einfachen und transparenten Bedienung von Online-Suchen irrelevanter denn je. Auch das Nichtvorhandensein einer direkten Bewerbe-Möglichkeit oder weiterer direkter Informationsbeschaffung bei Printanzeigen, sorgt für nochmals geringere Bewerberquoten.

25.03.2019

Einen Kommentar hinterlassen