Haus Und Familienpfleger Ausbildung Beruf Gehalt

Haus- und Familienpfleger/in – Ausbildung, Beruf, Gehalt

Die Mutter ist krank und kann sich nicht mehr um den Haushalt und die Familie kümmern – genau in solchen Situationen springt man als Haus- und Familienpfleger ein, ist Helfer in der Not und gibt vor allem für die ganz kleinen Schützlinge vollen Einsatz. Die Haus- und Familienpflege ist ein schöner und sinnvoller Beruf, bei dem man einen tollen Beitrag für Familien leistet.

Ausbildung zum Haus- und Familienpfleger – Dauer

Bei der Ausbildung als Haus- und Familienpfleger handelt es sich um eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung, die an Berufsfachschulen stattfindet. Sie dauert je nach Bundesland zwei bis drei Jahre und beinhaltet sowohl theoretischen als auch praktischen Unterricht.

Ausbildung zum Haus- und Familienpfleger – Voraussetzungen

Als Zugangsvoraussetzung wird meist die mittlere Schulreife (Realschulabschluss) verlangt. In einigen Bundesländern reicht auch ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit praktischer beruflicher Erfahrung. Stellenweise kann der Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales Jahr als Berufspraxis angerechnet werden. Ein Praktikum im sozialen Bereich ist immer zu empfehlen.

Einige Bundesländer bestehen auf ein Mindestalter (zum Beispiel 17 Jahre in Baden Württemberg).

Zu den persönlichen Eignungskriterien gehören Offenheit gegenüber Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, Flexibilität, Organisationstalent, Geduld, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, guter Umgang mit Problemen Anderer, Verschwiegenheit und die Rolle einer Vertrauensperson einnehmen zu können. Wichtig ist auch eine gewisse Distanz, damit Probleme der Patienten nicht mit nach Hause genommen werden.

Ausbildung zum Haus- und Familienpfleger – Inhalt

In der Berufsschule wird zuerst Theorie gepaukt. Dazu gehören Fächer wie Wirtschaftslehre des Haushalts, Ernährungslehre, Gesundheits- und Krankheitslehre, Gesprächsführung, Pädagogik, Psychologie, Berufskunde und Rechtslehre aber auch einige allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Englisch, Ethik/Religion, Sozialkunde und Wirtschaft. Der Fokus der Ausbildung als Haus- und Familienpfleger liegt aber auf der Praxis. So wird sichergestellt, dass sich jeder angehende Haus- und Familienpfleger die hauswirtschaftlichen und pädagogischen Fähigkeiten und Kompetenzen aneignet. Dafür steht Unterricht in der Lehrküche sowie im Näh- und Bügelzimmer auf dem Stundenplan. Auch die häusliche Krankenpflege wird geübt. Die in der Berufsschule gewonnenen Kenntnisse werden im Rahmen von Betriebspraktika (Einsätze bei Familien) angewendet und vertieft.

Beendet wird die Ausbildung als Haus- und Familienpfleger mit einer staatlichen Abschlussprüfung, die aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. Mit der Ausbildung kann man nicht nur in der Familienpflege, sondern in zahlreichen Bundesländern auch in der Altenpflege arbeiten.

Als Haus- und Familienpfleger gibt es zahlreiche Spezialisierungen

Nach der Ausbildung bestehen zahlreiche Optionen zur Spezialisierung (beispielsweise auf Kinderbetreuung) und Weiterqualifikation. Allen voran die HOT-Weiterbildung (HOT steht für Haushalts- und Organisationstraining), die für besonders schwierige Fälle qualifiziert, bei denen die Familien mit dem Haushalt oder den Kindern völlig überfordert sind. Als ambitionierter Haus- und Familienpfleger ist ein Studium der Sozialpädagogik denkbar. Auch die Selbstständigkeit mit einem eigenen Unternehmen für hauswirtschaftlich-soziale Dienstleistungen ist möglich.

Haus- und Familienpfleger Ausbildung Gehalt

Leider muss man während der Ausbildung als Haus- und Familienpfleger auf ein Gehalt verzichten. Das ist bei schulischen Ausbildungen wie dieser der Normalfall.

Der Beruf Haus- und Familienpfleger – Tätigkeiten und Alltag

Der Arbeitsalltag als Haus- und Familienpfleger ist vielfältig und abwechslungsreich. Deshalb gehört Flexibilität zu diesem Beruf dazu. Immer wenn ein Notruf kommt, fährt man als Haus- und Familienpfleger direkt zum Patienten, verschafft sich einen Eindruck von der Situation und erstellt einen Arbeitsplan. Die Aufgaben im Haushalt sind umfangreich und können Kochen, Putzen, Bügeln, Einkaufen, Kinderbetreuung und Krankenpflege umfassen. In der klassischen Familienpflege dauern die Einsätze maximal zwei Wochen, etwa wenn eine Mutter krank oder hochschwanger ist und sich nicht ausreichend um den Haushalt und die Kinder kümmern kann. Es kommt aber auch vor, dass kinderlose Einzelpersonen, Menschen mit Behinderung oder chronisch Kranke betreut und versorgt werden. Wie viel Zeit bei einem Patienten oder einer Familie verbracht wird, ist unterschiedlich. Es können nur drei oder ganze sechs Stunden am Tag sein.

Beschäftigung findet man bei kirchlichen Wohlfahrtsverbänden, in Kindergärten, in der Familienhilfe, bei ambulanten Familienpflegediensten oder in Altenheimen. Die Einsätze erfolgen bei Privatpersonen. Insgesamt ist man als Haus- und Familienpfleger eine gesuchte Fachkraft. Denn es gibt immer mehr Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Darunter auch Personen, die erst kürzlich aus Krisengebieten nach Deutschland gekommen sind.

Haus- und Familienpfleger Gehalt

Als ausgelernter Haus- und Familienpfleger verdient man bei einer öffentlichen oder kirchlichen Einrichtung zwischen 2.150 Euro und 3.250 Euro brutto pro Monat. Das Gehalt steigt mit den Aufgaben (beispielsweise als Teamleitung). Zudem gibt es Zuschläge für Nacht- und Sonntagseinsätze.

Bei privaten Einrichtungen fällt das Gehalt in der Regel geringer aus, da sie nicht an einen Tarifvertrag gebunden sind. Grundsätzlich kann der Verdienst dann aber frei verhandelt werden.

Interesse an anderen Berufen im Gesundheitswesen? Alle Ausbildungsberufe gibt es als Übersicht auf der Seite medizinische Berufe.

Durch | 04.02.2018 | Allgemein | 0 Kommentar

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