Gewalt Gegen Rettungskräfte

Gewalt gegen Rettungskräfte – auch Krankhauspersonal betroffen

Ausschreitungen gegen Polizisten gibt es schon seit langem. Doch auch die Aggression und Gewalt gegenüber Rettungskräften wird immer größer: Patienten gehen auf das Krankenhauspersonal los, Sanitäter werden mit Schusswaffen bedroht, Feuerwehrkräfte handgreiflich oder mit Flaschen angegriffen und Polizisten treffen selbst bei kleinen Einsätzen auf massiven Widerstand. Das Ausmaß ist gravierend und immer wieder stellt sich die Frage: Was ist los in Deutschland? Wie ist solch eine Gewalt gegen Rettungskräfte möglich?

Immer mehr Feuerwehrmänner erleben Gewalt

Ausschreitungen sind nichts Ungewöhnliches, doch erschreckend ist, dass sich die große Aggression immer mehr auch gegen Feuerwehrleute richtet und die Täter immer brutaler werden. Die Feuerwehrmänner erleben Gewalt, obwohl sie kommen, wenn andere Hilfe brauchen. Das Spektrum der Gewalt gegen Rettungskräfte ist breit gefächert: Sie werden bepöbelt, getreten, geschlagen oder mit Steinen, Flaschen oder Molotow-Cocktails beworfen. Zum Teil kommt es zu lebensgefährlichen Angriffen. Fassen können viele Bürger die Gewalt gegen Rettungskräfte nicht. Sie fragen sich „Was geht in diesen Menschen vor? Warum tun sie so etwas?“ Die Gründe sind vielfältig und reichen vom fehlendem Verständnis, dass Absperrungen erforderlich sind bis hin zu alkoholisierten Personen. Gewaltbereite Menschen erschweren den Feuerwehrkräften die Arbeit ganz erheblich. Dabei kommt es oftmals auf jede Minute an.

Sogar Krankenhauspersonal ist von Gewalt betroffen

Immer häufiger greifen auch im Krankenhaus die Patienten die Ärzte oder Krankenschwestern an. Oft sind Alkohol oder Drogen im Spiel. Doch nicht immer sind es psychisch kranke oder betrunkene Menschen. Auch in den Kliniken nimmt die Gewalt gegen Rettungskräfte immer mehr zu. Für den Notfall steht im Klinikum ein vorbereitetes Fixierbett oder wenn es sehr schnell gehen muss, Fixiermaterial.

Viele Fachärzte und Assistenzärzte kämpfen seit Jahren dafür, dass der Schutz der Rettungskräfte erhöht wird. Doch offenbar sieht das Gesetz die Schutzbedürftigkeit des Personals nicht als dramatisch genug. Es wird vermutet, dass die Zunahme der Gewalt gegen Rettungskräfte ein gesellschaftliches Problem ist. Die Anspruchshaltung und Gewaltbereitschaft ist bei einigen Bevölkerungsgruppen gewachsen, was das Krankenhauspersonal zu spüren bekommt.

In Notaufnahmen kommt es zu Gewaltausbrüchen

Immer häufiger haben es die Ärzte und Pfleger in der Notaufnahme mit gewalttätigen Patienten oder Angehörigen zu tun. Auch hier sind die Gründe wieder verschieden, beispielsweise wenn die Patienten das Gefühl haben, dass sie nicht schnell genug behandelt werden. Sie stellen sich in den Türrahmen, brüllen herum und fordern, dass sie jemand sofort behandeln soll. Wird dem nicht nachgegangen, kommt es zu den Ausschreitungen.

Das Uniklinikum Regensburg hat auf diese Entwicklung reagiert und veranstaltet für die Mitarbeiter Deeskalationstrainings, wo der Umgang mit aggressiven Patienten geübt wird. Um sich gegen die Gewalt gegen Rettungskräfte zu wehren, werden in einigen deutschen Kliniken zudem Sicherheitskräfte eingesetzt. Im Notfall sind sie schnell zur Stelle. In den meisten Fällen bekomme man die Situation alleine in den Griff. Aber eben nicht immer.

Fazit

Die Gewalt gegen Rettungskräfte ist seit längerer Zeit nicht mehr wegzudenken. Das Thema wurde lange Zeit totgeschwiegen. Doch mittlerweile vergeht kaum noch ein Tag, an welchem es nicht irgendwelche Ausschreitungen gibt und die Feuerwehrmänner und das Krankenhauspersonal angepöbelt oder sogar angegriffen werden. Über die Angriffe auf die Polizisten wundern sich schon viele gar nicht mehr, denn daran hat man sich nahezu gewöhnt. Es ist wichtig, dass per Gesetz dagegen vorgegangen wird. Gewalt gegen Rettungskräfte darf nicht ignoriert werden. Es gibt viele Rettungskräfte, die ehrenamtlich im Einsatz sind, um den Menschen in Not zu helfen. Sie sollten bei ihrer Arbeit keine Angst um ihre eigene Gesundheit oder sogar ihr Leben haben müssen.

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Durch | 02.05.2018 | Allgemein | 0 Kommentar

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