Facharztausbildung Weiterbildung Dermatologie

Weiterbildung Dermatologie – Facharztausbildung Haut- und Geschlechtskrankheiten

Das Wort Dermatologie stammt aus dem griechischen wo „derma“ dem deutschen Begriff Haut entspricht. Das medizinische Fachgebiet der Dermatologie beschäftigt sich entsprechend mit Krankheiten der Haut sowie der Unterhaut und hautnahen Schleimhäute. Hierzu zählen beispielsweise Allergien, Neurodermitis und Tumore, aber auch Krankheiten von Nägeln und Haaren

Außerdem zählen zu diesem Fachgebiet auch die Geschlechtskrankheiten (Venerologie). Zu diesem Bereich zählen die sexuell übertragbaren Krankheiten wie Tripper (Gonorrhoe) und Syphilis. Wer sich auf dem Fachgebiet der Dermatologie spezialisiert, darf sich als Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten bezeichnen.

Weiterbildung zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Nach erfolgreichem Abschluss des Medizinstudiums und dem Erhalt der Approbation sind die Nachwuchsmediziner berechtigt, den Titel Arzt zu tragen. Nun ist man zunächst als Assistenzarzt tätig und kann sich durch eine Facharztausbildung in einem speziellen Bereich fortbilden, um einen Facharzttitel zu erlangen. Insgesamt existieren über 30 Facharztrichtungen wie beispielsweise die Chirurgie, die Anästhesie oder eben die Dermatologie.

Hat man schließlich die mehrjährige Facharztausbildung abgeschlossen, so darf der Titel Facharzt getragen werden. Wer mehr über die Ausbildung, Voraussetzungen und den Ablauf erfahren will findet alle Infos unter Facharztausbildung.

Dauer der Facharztausbildung Dermatologie

Die geplante Dauer für die Facharztausbildung Dermatologie beträgt insgesamt 5 Jahre (60 Monate). Der Abschluss der Weiterbildung ist Voraussetzung für den Erhalt des Facharzttitels.

Die Weiterbildungszeit von 5 Jahren wird bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 der Musterweiterbildungsordnung absolviert. Davon können 30 Monate im ambulanten Bereich absolviert werden.

Inhalte der Weiterbildung Dermatologie im Gebiet Haut- und Geschlechtskrankheiten

Folgende Inhalte sind in der Weiterbildung zum Facharzt für Haut und Geschlechtskrankheiten zu durchlaufen:

Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

  • der Gesundheitsberatung, (Früh-)Erkennung, konservativen und operativen Behandlung und Rehabilitation der Haut, Unterhaut und deren Gefäße, der Hautanhangsgebilde und hautnahen Schleimhäute einschließlich der gebietsbezogenen immunologischen Krankheitsbilder
  • der Vorbeugung, Erkennung, operativen Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Tumoren des Hautorgans und        der         hautnahen         Schleimhäute    einschließlich den Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapie
  • der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen
  • der Erkennung und Behandlung gebietsbezogener allergischer und pseudoallergischer Erkrankungen
  • der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen und Infestationen an Haut und hautnahen Schleimhäuten und Geschlechtsorganen
  • der Erkennung andrologischer Störungen und Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • der Erkennung          und        Behandlung       der         gebietsbezogenen          epifaszialen  Gefäßerkrankungen einschließlich der chronisch venösen Insuffizienz, des Ulcus cruris und der peripheren lymphatischen Abflussstörungen
  • der Erkennung proktologischer Erkrankungen und Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie einschließlich topischer und systemischer Pharmaka und der Galenik von Dermatika
  • der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation berufsbedingter Dermatosen
  • den Grundlagen der Gewerbe- und Umweltdermatologie einschließlich der gebietsbezogenen Toxikologie
  • der Wundversorgung, Wundbehandlung und Verbandslehre
  • der Notfallbehandlung des anaphylaktischen Schocks
  • der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse in das jeweilige Krankheitsbild
  • der Indikationsstellung und Überwachung physikalischer, balneologischer und klimatologischer Therapiemaßnahmen
  • der dermatologischen nicht ionisierenden Strahlenbehandlung und Lasertherapie
  • der Indikationsstellung und Einordnung von Befunden gebietsbezogener histologischer und molekularbiologischer Untersuchungen
  • ernährungsbedingten Hautmanifestationen einschließlich diätetischer Behandlung
  • den Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder einschließlich der Indikationsstellung für eine humangenetische Beratung

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

  • unspezifische und allergenvermittelte Provokations- und Karenztests einschließlich epikutaner, kutaner und intrakutaner Tests sowie Erstellung eines Therapieplans
  • Hyposensibilisierung
  • operative Eingriffe
  • Exzisionen von benignen und malignen Tumoren
  • lokale und regionale Lappenplastiken, auch unter Verwendung artefizieller Hautdehnungsverfahren (Gewebeexpandertechnik)
  • freie Hauttransplantationen durch autologe und andere Transplantate
  • phlebologische operative Eingriffe, z.B. epifasziale Venenexhairese, Ulcusdeckung, Unterbindung insuffizienter Venae perforantes, Crossektomie, superfizielle Thrombektomie
  • ästhetisch operative            Dermatologie    wie        Narbenkorrekturen,          Konturverbesserungen, Dermabrasionen, physiko-chemische Dermablationen
  • proktologische Eingriffe wie Haemorrhoidalsklerosierung, Mariskenexzision, Fissurektomie, Entfernung analer Condylomata acuminata
  • Eingriffe mit kryotherapeutischen Verfahren
  • Eingriffe mit lasertherapeutischen Verfahren, z.B. ablativ, korrektiv, selektiv-photothermolytisch
  • Mitwirkung bei Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade
  • Sklerosierungstherapie oberflächlich gelegener Venen
  • Sonographie der Haut und hautnahen Lymphknoten einschließlich Doppler/Duplexsonographie peripherer Gefäße
  • dermoskopische Verfahren
  • phlebologische Funktionsuntersuchungen wie Verschlussplethysmographie, Lichtreflexrheographie
  • Photochemotherapie, Balneophototherapie und photodynamische Therapie
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken
  • Lokal-, Tumeszenz- und Regionalanästhesien
  • Gestaltung von dermatologischen Rehabilitationsplänen
  • mykologische Untersuchungen einschließlich kultureller Verfahren und Erregerbestimmung
  • gebietsbezogene Diagnostik sexuell übertragbarer Krankheiten
  • Trichogramm

Facharztausbildung Dermatologie – Logbuch

Das Ausbildungslogbuch ist im Rahmen der Facharztausbildung ein verpflichtender Bestandteil.Es muss ausgefüllt und unterschrieben an die zuständige Ärztekammer geschickt werden, sobald alle Inhalte der Weiterbildung erfolgreich durchlaufen wurden.

Das Logbuch enthält den Weiterbildungsgang und die sauber dokumentierten Inhalte und Kenntnisse, die im Rahmen der Facharztausbildung vermittelt wurden. Entsprechend wird es bei der Antragstellung zur Zulassung zur Facharztprüfung eingereicht.

Die Bundesärztekammer bietet ein Muster-Logbuch Dermatologie zum Download an.

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