Infos zum Entlassungsmanagement

Entlassungsmanagement: Auf die Strukturen kommt es an

Die Ernährungsmedizin sorgt für eine entscheidende Verbesserung der Versorgungsqualität, sagt die Endokrinologin Dr. Ulrike Zech. Im Medperts-Interview plädiert sie für eine interdisziplinäre und sektorenübergreifende Zusammenarbeit und ein strukturiertes Entlassungsmanagement bei der Ernährungstherapie.

Das Interview zum Entlassungsmanagement

Frau Dr. Zech, zahlreiche Fachgesellschaften haben sich im Juni zur Dreiländertagung Ernährung 2016 in Dresden getroffen. Erkrankungen der Niere oder der Leber haben fast immer prognoserelevante Auswirkungen auf die Ernährung und den Ernährungsstatus des Patienten. Wie sieht die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen aus?

Der Ernährungsstatus spielt bei zahlreichen Erkrankungen eine große Rolle. Mit Blick auf Lebensqualität, Komplikationsraten und Mortalität hat eine Mangelernährung etwa bei chronischen Nieren-und Lebererkrankungen eine erhebliche Relevanz in Blick auf den weiteren Verlauf. Dies konnte in zahlreichen Studien belegt werden. Eine therapiebedürftige Mangelernährung muss aber keineswegs mit Untergewicht einhergehen. Auch normal- oder sogar übergewichtige Patienten können mangelernährt sein. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen im Bereich Ernährung ist in Krankenhäusern sehr unterschiedlich und hängt meist vom persönlichen Engagement und Schwerpunkt der jeweiligen Vertreter der einzelnen Fachdisziplinen ab.

Welche Rolle spielt das Thema Entlassungsmanagement in den Kliniken? Nur wenige Kliniken verfügen ja überhaupt über ein klinisches Ernährungsmanagement.

Natürlich ist es relevant für die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei Schnittstellenprozessen. Doch eine strukturierte, ernährungsmedizinische Versorgung oder ein spezielles Entlassungsmanagement für künstlich ernährte Patienten existiert nicht an allen deutschen Kliniken. Obwohl ein adäquates Ernährungskonzept während des stationären Aufenthaltes und eine entsprechende Fortsetzung im ambulanten Bereich Komplikationsraten senkt, Kosten einspart und die Wiedereinweisungsraten verringert.

 

Den vollständigen Text lesen Sie auf dem Ärzteportal www.medperts.com.

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