Elite Universitäten Medizin

Elite-Unis: Das sind die 11 deutschen Elite-Unis

Eliteunis gibt es nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland: Insgesamt 11 deutsche Universitäten dürfen sich derzeit so betiteln. Doch welche Vorteile hat es für Studierende der Medizin, an einer dieser Exzellenz-Hochschulen immatrikuliert zu sein? Wir sagen euch, was genau dahinter steckt!

11 deutsche Elite-Unis

Diese Universitäten zählen zu den auserwählten:

Sie wurden im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder für besonders gute Forschungskonzepte ausgezeichnet und in besonderem Maße finanziell gefördert, genießen einen hervorragenden Ruf und werden umgangssprachlich als Eliteunis betitelt. Bis auf Konstanz und Bremen haben alle oben genannten Universitäten auch eine medizinische Fakultät.

Elite-Uni = Elite-Lehre ?

Doch Vorsicht: Mit exzellenter Lehre hat diese Auszeichnung überhaupt nichts zu tun!
Es geht hier allein um die Forschungsleistung: Allein die Förderung von Doktoranden, das Erforschen von Themen mit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz, sowie die langfristige strategische Weiterentwicklung der Universitäten werden durch die Exzellenzinititative ausgezeichnet und finanziell unterstützt.

Das bedeutet, dass nur die Studierenden von dem Elitestatus der Universitäten profitieren können, die auch Berührungspunkte zu Forschung und Wissenschaft haben.

Auch werden Universitäten nicht auf unbegrenzte Zeit in die Exzellenzinititative aufgenommen:
Die Unis Göttingen, Freiburg und Karlsruhe haben die Förderung schon wieder hinter sich.

Massig Bewerbungen durch Elitesiegel

Organisatorisch und Ausstattungstechnisch kann es jedoch für Studierende auch von Vorteil sein, an einer Uni ohne Elitesiegel zu studieren: Der Titel der Eliteuni zieht oft massenhaft Studierende an, sodass Vorlesungen und Kurse völlig überlaufen sein können. Andernorts gibt es mehr Platz in Hörsälen und Seminaren, und die Sekretariate haben mehr Zeit, sich um die Belange ihrer Studierenden zu kümmern.

Auch die Stimmung und das Verhalten unter den Studierenden kann an Universitäten der Exzellenzinitiative leicht kippen: Durch überlaufene Studiengänge führen Selektion, verstärkter Notendruck und überzogener Ehrgeiz leicht zu einer Ellbogenmentalität und zu unkollegialem Verhalten unter den Kommilitonen. Dass mancherorts Bibliotheksbestandsbücher versteckt oder Seiten herausgerissen werden, um sich einen Vorteil gegenüber der „Konkurrenz“ zu verschaffen, ist eine traurige Wahrheit.

Unirankings sind sehr gut

In den allgemeinen Unirankings schneiden die Eliteuniversitäten regelmäßig sehr gut ab. Was die Medizin angeht, können aber auch Universitäten ohne Elitestatus durchaus vorne mitreden: Im Staatsexamenvergleich 2013 belegten die Universitäten Regensburg, Aachen, Würzburg, Freiburg und Münster die vordersten Ränge – 4 davon sind Universitäten ohne Elitestatus.

Es zeigt sich also: Für das Studienfach Humanmedizin hat es keinen signifikanten Vorteil, an einer von Deutschlands Eliteuniversitäten zu studieren. An Unis ohne Elitestatus kann die Atmosphäre durchaus günstiger und die Betreuung besser sein. Auch was die Lehre angeht stehen die normalen Universitäten den Eliteunis in nichts nach, was die Ergebnisse in den Staatsexamina der letzten Jahre wiederspiegeln.

In diesem Sinne: Frohes Studieren – egal an welcher Universität!

Weitere interessante Uni-Rankings

Die folgenden Links bringen euch zu weiteren interessanten Listen und Rankings für deutsche und internationale Elite-Unis.

Die 20 besten Unis für Medizin in Deutschland: Nach CHE Ranking

Top 25: Welche sind die besten Unikliniken in Deutschland?

Die Top 25 der größten Unikliniken in Deutschland

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1 Kommentar

  1. Michael Sonntag 02.06.2016 um 14:07 - Antworten

    Da habt ihr doch tatsächlich die Uni Ulm vergessen?!
    LG, Michi

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