Low Carb Diät: Abnehmen ohne Hunger

Eine Diät mit Genuss

Zugegeben, Ideen zum Abnehmen sind nichts Neues. Viele gute Ideen scheiterten immer wieder am Jojo-Effekt, der darauf hinausläuft, dass Personen mit dem Willen zum Abnehmen nicht durchhielten und so schnell wieder ihr altes Gewicht bekamen oder aufgrund des reduzierten Grundumsatzes noch mehr wogen als zuvor. Doch bei dem Low-Carb-Konzept von Benjamin Oltmann werden diese Probleme vermieden. Zum einen hebt Oltmann hervor, dass es sich bei seinem Konzept um keinen Verzicht handelt. Ein Beweis für seine These ist sein Rezeptbuch, das Gaumenfreunden mit der Zunge schnalzen lässt. Zum anderen ist sein Diätkonzept wissenschaftlich fundiert. Wir erklären, was es mit Low-Carb im Allgemeinen und der Low-Carb-Diät von Benjamin Oltmann im Speziellen auf sich hat.

Positive Erfahrungen

Dass die Diät von Oltmann mit Genuss verbunden wird, bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber eher radikalen Konzepten. Der Leidensdruck wird geringer und die Motivation größer. In der Folge werden wesentlich mehr diätwillige Personen mit dieser Ernährungsumstellung durchhalten als bei anderen Diätkonzepten. Auch ist die Anzahl derjenigen beachtlich, die mithilfe von Oltmanns Diät ihr Traumgewicht realisieren konnten, denn 200.000 Personen fanden nach Oltmann den Schlüssel zu ihrem Gewichtsproblem. Der Erfinder selbst ging mit gutem Beispiel voran. Er nahm nach eigenen Angaben in fünf Monaten um 30 kg ab, was er durch Vorher-nachher-Fotos belegen konnte.

Warum Zucker für die Figur schlimmer als Fett ist

In der heutigen Forschung haben Kohlenhydrate, die im Prinzip nichts anderes als unterschiedlich lange Ketten von Zuckermolekülen sind, den Fetten als Dickmacher den Rang abgelaufen. Zwar beanspruchen Kohlenhydrate nur vier Neuntel an Kilokalorien wie Fette. Dies wird allerdings durch zahlreiche andere Faktoren wettgemacht: Erstens sind Gerichte, die reich an Kohlenhydrate sind, überhaupt nicht sättigend. Im Gegenteil, durch den zuckrigen Geschmack wird der Appetit sogar noch angeregt als gestillt. Dies gilt insbesondere für Gerichte mit einem hohen Anteil an ein- und zweikettigen Zuckermolekülen (Monosaccharide und Disaccharide). Dies kann sich jeder leicht vorstellen, wenn er an Schokolade, Bonbons, Kuchen, Stuten, Baguette, Brötchen, Croissants, Teilchen, Burger und sogar an Nudeln denkt, auch wenn die Zuckerketten bei Nudeln bereits verzweigter sind. Wenn er sich nicht bremsen würde, würde er diese Lebensmittel in rauen Mengen vertilgen.

Zweitens wirkt die Sättigung durch Kohlenhydrate nur kurzfristig, sodass der Hunger schnell wiederkommt. Ein Ernährungsexperte hat den Effekt mit Papier verglichen, was als Zucker im Kamin verbrannt wird. Um im Bilde zu bleiben, wirken Fette in dieser Beziehung eher als Briketts, denn fetthaltige Gerichte wie die berühmte Weihnachtsgans stillen schnell den Hunger und halten extrem lange satt.

Drittens gehen Zucker und Fette eine ungute Wechselwirkung miteinander ein, weswegen Ernährungswissenschaftler von der Fett-Zucker-Falle sprechen. Tatsächlich wird die Verwertung von Zucker vom Stoffwechsel als erstes vorgenommen, sodass die Fette schlechter abgebaut werden können. Insbesondere, wenn auf Bewegung als Kompensation für die falsche Ernährungsweise verzichtet wird, führt dies dazu, dass diese Fette sich als Polster am Körper sammeln. Auch überschüssige Kohlenhydrate können als Fettpolster dem Körper erhalten bleiben. Insgesamt wird bei der Low-Carb-Diät die „Ketose“ angestrebt, die für den Stoffwechsel eine Art Notfallplan ist, die Fettreserven zu verbrennen, um den Energiebedarf zu decken. Dies funktioniert aber nur, wenn die Kohlenhydrate verbrannt sind.

Weitere Gefahren durch Zucker

Zucker steht zusammen mit dem Bewegungsmangel an erster Stelle, wenn es darum geht, die berüchtigten Zivilisationskrankheiten zu identifizieren. Denn so wie der moderne Mensch sich heute wesentlich weniger bewegt, wie es eigentlich seiner biologischen Grundkonstitution entsprechen würde, nimmt er auch ein Vielfaches dessen an Zucker auf, was ihm guttut. An dieser Stelle sei daran erinnert, dass noch im Mittelalter die meisten Menschen Zucker allenfalls in Form von Honig und Früchten kannten, während Kohlenhydrate heute bereits die Hälfte dessen ausmacht, was wir insgesamt verzehren. Die fabrikmäßige Erzeugung von Zucker zunächst durch das Zuckerrohr und später durch die Zuckerrübe haben zu dieser problematischen Entwicklung geführt.

Durch die Ausschüttung von Insulin werden durch Zucker Entzündungen hervorgerufen, was der Auslöser für verschiedene Krankheitsbilder sein kann. Sogar Krebszellen benötigen Wachstumshormone und erhalten diese durch das Insulin. Darüber hinaus schwächt Zucker die Immunabwehr, schädigt die Tätigkeit des Darms und belastet die Leber. Zucker provoziert Pilzbefall, verunreinigt die Haut und ist auch mental ein Risikofaktor.

In diesem Zusammenhang haben Wissenschaftler nämlich eruiert, dass Zucker im Gehirn genau an den Gehirnregionen andockt wie Drogen und damit das Belohnungssystem aktiviert. Dadurch, dass nun das „Glückshormon“ Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird, wird wie bei Drogen zwar kurzfristig eine Stimmungsaufhellung erzielt. Langfristig aber gewöhnt sich der Körper an die neuen Mengen an Serotonin und benötigt zum persönlichen Glück immer größere Serotonin-Anteile. Die Folgen sind eine dauerhafte Unterversorgung mit Serotonin und damit Depression, Angst, Nervosität und Schlafstörungen.

Welche Nahrungsmittel gemieden werden sollten

Neben Getreideprodukten und Süßigkeiten ist auch Obst aufgrund der Fructose problematisch. Low-Carb-Experten sprechen in diesem Zusammenhang von Gemüse als dem besseren Obst, weil Gemüse eine ähnlich gesunde Matrix aufweist, aber weniger den Fruchtzucker enthält. Auch Milchprodukte sollten wegen des Milchzuckers (Maltose) nur moderat verkostet werden. Generell gilt, dass kurzkettige Kohlenhydrate problematischer sind als langkettige Kohlenhydrate, weil der enzymatische Abbau von kurzkettigen Kohlenhydraten abrupt verläuft. Insofern sind zum Beispiel Vollkornprodukte weniger riskant als Weizenprodukte und in einem geringen Umfang als Stärkemittel sogar nützlich, um die Darmflora anzuregen, die wiederum für ein gesundes Immunsystem gebraucht wird.

Schlafend abnehmen

Ein weiterer Pfeiler, auf dem das Low-Carb-Konzept von Benjamin Oltmann basiert, ist die Ausnutzung der Nacht als einer langen Zeitspanne, in welcher der Körper in aller Ruhe die Reserven verbrennt. Insbesondere am Abend sollte deswegen möglichst auf Kohlenhydrate verzichtet werden, denn dann kann sich der Körper in der Nacht ausschließlich der Fettverbrennung widmen.

Der Diätplan

Benjamin Oltmann empfiehlt für den Morgen eine gesunde und ausgewogene Nahrungsaufnahme, bei der das Gewicht der Nahrungsmittel nicht mehr als 300 Gramm und das Gewicht an Kohlenhydrate nicht mehr als 30 Gramm betragen sollte. Das Frühstück sollte zur Vermeidung des Jojo-Effekts spätestens eine halbe Stunde nach dem Aufstehen eingenommen werden. Es ist sogar wichtig, da es den Körper den Tag über mit Energie versorgt. Ähnliche Grenzwerte empfiehlt Oltmann für das Mittagsmahl, während nur am Abend eine radikalere Reduktion von Kohlenhydraten angestrebt werden sollte. Beim Abendmahl empfiehlt Oltmann, nicht mehr als 10 Gramm Kohlenhydrate zu sich zu nehmen bei demselben Limit von 300 Gramm für das Gesamtgewicht des Abendessens.

Die „Abnehmbibel“

Für seine Diät bietet Benjamin Oltmann eine Fülle an schmackhaften Rezepten sowie zahlreiche weiterführende Ideen. Während ein paar dieser Ideen an dieser Stelle besprochen werden, sind weitere Ideen sowie die Rezepte in Oltmanns Bestseller: „Abnehmen ohne Hunger – Abnehmtricks & Abnehmtipps“ enthalten. Zudem erhält jeder, der diese Diät umsetzen möchte, mit dem Kauf des in der Szene bereits als „Abnehmbibel“ gehandelten Werkes den Schlüssel für die Premium-Facebook-Gruppe. Oltmann und sein Team beantworten in ihr gezielte Fragen und leisten weitere Unterstützung.

Weitere Tricks und Tipps für eine erfolgreiche Diät

Zu den Ideen, die Oltmann selbst präsentiert hat, gehört zunächst die Integration von Getränken in den Diätplan. Da mit jedem Liter Wasser 100 kg an Reserven verbrannt werden, empfiehlt Oltmann, zwischen zwei und drei Litern Wasser am Tag zu trinken sowie vor jeder Mahlzeit 0,3 bis 0,5 Liter Wasser. Auch schwarzer Tee und Kaffee unterstützen bei der Diät, indem diese Getränke das Hungergefühl unterdrücken und subtil sättigen. Dabei sollte Zucker durch Süßstoff und Milch durch Sojamilch light ersetzt werden, weil dieses Substitut keinen Milchzucker und nur wenig Kohlenhydrate enthält.

Des weiteren sollte jeder, der die Diät umsetzen möchte, sich auf höchstens drei Mahlzeiten am Tag beschränken und zwischen den Mahlzeiten vier bis fünf Stunden durchhalten. Oltmann begründet diesen Vorschlag damit, dass die Insulinpumpe dadurch weniger in Betrieb sei. Verrichtet hingegen die Insulinpumpe ihre Arbeit, steigt der Insulinspiegel und die Verwertung der Nährstoffe ist blockiert. Sollte das Hungergefühl zwischendurch überwältigend sein, seien lediglich Käse, Nüsse und Krustenchips gerade noch tolerierbar.

Damit man es bei den Mahlzeiten nicht übertreibt und das Limit von 300 Gramm für jede Mahlzeit einhält, schlägt Oltmann vor, die Mahlzeiten mit kleinen Tellern und kleinem Geschirr vorzunehmen, damit die Mahlzeiten insgesamt üppiger wirken. Schließlich helfe es bei der Motivation, sich jede Woche einmal zu wiegen, um von den Erfolgserlebnissen zu profitieren und sich selbst zu ermahnen, mit der Diät am Ball zu bleiben.

28.05.2019

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