Cannabis auf Rezept Legalisierung

Cannabis auf Rezept: so bekommt man es 2017 in Deutschland

Im Januar 2017 war es endlich soweit und die Cannabis Legalisierung wurde in Deutschland durchgeführt: medizinisches Marihuana in Form von Cannabis auf Rezept wurde vom Bundestag in freigegeben. Ärzte können nun kranken Menschen medizinisches Cannabis auf Rezept verschreiben und die Krankenkassen müssen den Patienten die Kosten dafür erstatten.

Somit steht der Nutzung von Cannabis als Medizin nichts mehr im Wege, sollte man meinen. Doch bekommt man ab sofort wirklich so einfach Cannabis auf Rezept in Deutschland? Ist für alle kranken Menschen durch die Cannabis Legalisierung der Weg frei, um medizinisches Marihuana zu erhalten? Mehr dazu in diesem Informationsartikel.

Folgende Themen werden behandelt in diesem Artikel behandelt:

Cannabis als Medizin hat Tradition

Cannabis als Medizin zu verwenden ist nichts Neues, sondern hat eine jahrtausendealte Tradition. Lediglich der Gesetzgeber hat in fast allen Ländern in dieser Welt in der Vergangenheit jegliche Nutzung von Cannabis verboten. Hierzu zählt auch die Nutzung als medizinisches Marihuana.

Dabei wurde schon im alten China im Jahre 2737 vor Christus das Cannabis als medizinisches Arzneimittel eingesetzt, welches durch das älteste bekannte Buch über Heilpflanzen „Shennong Bencaojing“ übermittelt wird. Medizinisches Cannabis wurde als Heilmittel bei Verstopfung, Gicht oder Rheuma verwendet.

Auch in Ägypten wurde Cannabis als Medizin eingesetzt. Dies geht aus einem Papyrus mit dem Namen „Papyrus Ebers“ hervor, welcher zu den ältesten, noch erhaltenen ägyptischen Schriften überhaupt gehört und ca. 1600 Jahre vor Christus verfasst wurde. Dort steht geschrieben, dass medizinisches Cannabis als Heilmittel bei Verletzungen des Zehennagels eingesetzt wurde.

Erstmalig in Europa wurde Cannabis als Medizin durch den irischen Arzt William Brooke O’Shaugnessy in einem Bericht im Jahre 1839 erwähnt. O’Shaugnessy war in Indien stationiert und experimentierte mit dem indischen Hanf (Cannabis Indica). Wie schon bei den alten Chinesen hat der Arzt auch eine schmerzstillende, entspannende und krampflösende Wirkung festgestellt und einen Einsatz von medizinischem Marihuana bei Rheuma, Cholera und Tetanus empfohlen.

Die USA als Treiber von Verbot und Legalisierung von medizinischem Cannabis

Trotz dieser Tradition des Einsatzes von Cannabis in der Medizin und der beschriebenen, positiven Wirkungen blieb Cannabis weitestgehend gesetzlich verboten, was jedoch keine wissenschaftlichen sondern vielmehr politische und wirtschaftliche Hintergründe hatte.

Einer der Treiber des Cannabis Verbots war dabei vor allem die USA. Zu den ersten Einschränkungen der Nutzung von Cannabis in den USA kam es zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es wurden Gesetze zur Regulierung und Einschränkung des Cannabis Handels geschaffen.

Als schließlich 1933 die Alkoholprohibition ein offizielles Ende hatte, wurde auf ein endgültiges Cannabis Verbot durch die US-Regierung hingearbeitet. Durch das Ende der Alkoholprohibition waren 8.000 Menschen ohne Arbeit, die vorher für die Überwachung der Alkoholprohibition tätig gewesen waren. Daneben arbeitete vor allem der Politiker und Lobbyist Harry J. Anslinger daran, dass Cannabis nicht mehr wie bisher gehandelt und verwendet werden konnte. Seine breite Anti-Cannabis Kampagne wurde finanziert durch den Waldbesitzer und Zeitungsmagnaten Hearst. Der Grund hierfür war klar: das amerikanische Landwirtschaftsamt hatte festgestellt, dass etwa ein Viertel der Nutzfläche für Hanf-Anbau gegenüber dem Holz-Anbau ausreicht, um die gleiche Menge Papier herzustellen.

Somit gab es für ein Cannabis Verbot in den USA weniger wissenschaftliche Begründungen, sondern vielmehr kommerzielle Gründe. Schließlich kam es am 14. April 1937 zu dem „Marihuana Tax Act“, dem Gesetz zu einer sehr hohen Besteuerung von Cannabis bzw. Marihuana, welches im Oktober des gleichen Jahres in Kraft trat. Das Gesetz kam einem Verbot von Cannabis gleich, da eine Unze Cannabis mit 100 Dollar besteuert wurde und somit die Cannabisherstellung für alle Produzenten unrentabel wurde.

Die Kriminalisierung von Marihuana in den USA fand schließlich in der Drogenpolitik von Richard Nixon ihren Höhepunkt. Im Jahre 1970 unterzeichnete er den „Controlled Substances Act“, welche den „Marihuana Tax Act“ aus 1937 ersetzte. Darin wurde Cannabis in der „List of Schedule I drugs“ mit Drogen wie MDMA (Ecstasy) und LSD gleichgestellt und endgültig verboten. In den Folgejahren startete Nixon seinen berühmten „war on drugs“ und erklärte Drogen zum „public enemy number one“ erklärt. Schließlich wurde 1973 durch Nixon die DEA gegründet, welche für die Bekämpfung illegaler Drogen bis heute zuständig ist.

Historie Des Cannabis In USA Und Deutschland PraktischArzt

Zu einem Ende dieser Politik kam es im Jahre 2012. Colorado war der erste Bundesstaat, welcher einer Cannabis Legalisierung zustimmte und den Besitz von Marihuana für Menschen erlaubte, die älter als 21 Jahre sind. Anschließend folgte der Bundesstaat Washington im gleichen Jahr. In Washington ist der Besitz legal seit dem 26. Februar 2015 und der Besitz von bis zu 28 Gramm Cannabis fallen unter die Legalität.

Bis ins Jahr 2017 sind diesen Beispielen etliche Bundesstaaten der USA gefolgt. In 25 Bundesstaaten ist bis heute die Cannabis Legalisierung umgesetzt und der Bezug von Cannabis auf Rezept in Form von medizinischem Marihuana wurde erlaubt.

In 8 Bundesstaaten wurde die Cannabis Legalisierung komplett umgesetzt, d.h. der Besitz bis zu einer gewissen Grenze ist generell für alle Menschen über einer Altersgrenze erlaubt. Dazu gehören neben Colorado und Washington auch Alaska, Oregon und Maine. Im Jahr 2016 kamen Kalifornien, Nevada und Massachusetts hinzu.

Cannabis Legalisierung Deutschland – medizinisches Cannabis ab 2017 per Gesetz erlaubt

Die Cannabis Legalisierung für medizinische Zwecke wurde 2017 durchgeführt. Während Cannabis als Medizin dadurch in Deutschland durch die Gesetzesänderung eine neue Bedeutung erhält, ist in Deutschland hingegen bis heute der Besitz von (nicht-medizinischem) Cannabis nicht legal und strafbar. Dies ist in § 29 des Betäubungsmittelgesetz geregelt.

Hier steht geschrieben, dass wer „Betäubungsmittel besitzt, ohne zugleich im Besitz einer schriftlichen Erlaubnis für den Erwerb zu sein“ mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren belegt werden kann. Zu den genannten Betäubungsmitteln wird in Deutschland auch Cannabis gezählt. Jedoch existieren in den verschiedenen Bundesländern erlaubte Cannabis-Mengen, bis zu welchen von einer Strafverfolgung abgesehen wird. Diese liegen in der Regel bei 6 Gramm, in einzelnen Bundesländern auch bei 10 Gramm. Eine allgemeine Cannabis Legalisierung und Freigabe, wie es in den USA der Fall ist, ist also in Deutschland zur Zeit nicht vorgesehen.

Hingegen hat sich für Cannabis als Medizin mit einem Beschluss der Bundesregierung vom 19.01.2017 einiges geändert, welcher im März 2017 in Kraft trat. „Schwerkranke Menschen müssen bestmöglich versorgt werden. Dazu gehört, dass die Kosten für Cannabis als Medizin für Schwerkranke von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders wirksam geholfen werden kann“, betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Infografik Cannabis Einsatzgebiete PraktischArzt

Demnach soll für Cannabis als Medizin folgende Punkte gewährleistet sein:

  • für schwer Erkrankte
  • auf ärztliche Verschreibung
  • in kontrollierter Qualität
  • aus Apotheken
  • mit Erstattungsmöglichkeit

Dies bedeutet für die Zielgruppe von schwer erkrankten Menschen ist Cannabis ab dem Jahr 2017 in Deutschland legal, wenn es denn zuvor durch einen Arzt verschrieben wurde.

In welcher Form gibt es medizinisches Cannabis und wie wird es konsumiert?

Medizinisches Cannabis wird in Deutschland durch Apotheken an Patienten ausgegeben. Zuvor hat der Arzt ein Rezept erstellt und mit dem Rezept die Dosierung und Anwendung bestimmt.

Durch die Cannabis Legalisierung können Ärzte medizinisches Cannabis in Form von Cannabisblüten, Extrakten und oder als Arzneimittel mit dem Hauptwirkstoff Dronabinol (auch als „THC“ bekannt) verschreiben. Für einen Patienten gilt dabei eine Höchstmenge für Cannabisblüten von 100 Gramm, die in 30 Tagen verschrieben werden darf.

Cannabis Als Medizin Ernte PraktischArztUm die korrekte Dosierung durch den Patienten zu gewährleisten, geben die Apotheken Cannabis als Medizin als Rezepturarzneimittel aus. Dabei wird in der Regel nicht direkt die Cannabisblüte ausgegeben, mit der Begründung, dass diese in unverarbeitetem Zustand nicht korrekt zu dosieren seien. Daher mahlen die Apotheken die Cannabisblüten nach vorgegebenen Bedingungen und geben diese dann in der gemahlenen Form mit einem Dosierlöffel an die Patienten ab. Der Patient kann dann zu Hause mit dem von der Apotheke erhaltenen Dosierlöffel die pulverisierten Blüten in einer vorgegeben Dosierung für den Gebrauch abmessen.

Die Apotheker berät den Patienten auch und gibt Ihm hinsichtlich der Anwendungsform, die zuvor vom Arzt festgelegt wurde, entsprechende Empfehlungen und Anweisungen. Generell kann Cannabis als Medizin vom Patienten inhaliert werden oder nach Abkochung als Tee getrunken werden.

Auch wenn die altbekannte Methode des Joints nach wie vor die bekannteste Möglichkeit des Inhalierens ist, gibt es heute gesündere Möglichkeiten. Eine effektiviere und gesündere Möglichkeit ist die Verwendung eines Verdampers, eines so genannten Vaporizers. Bei diesem Gerät findet keine Verbrennung des medizinischen Cannabis statt, sondern es wird lediglich erhitzt und dadurch wird Dampf erzeugt. Dieser hat bedeutend weniger schädliche Nebenprodukte als eine Verbrennung erzeugt. Auch werden beim Verdampfen größere Mengen der Wirkstoffe des medizinischen Cannabis aufgenommen, wodurch kleinere Mengen an Rohstoff benötigt werden. Dadurch stellt sich der gewünschte Effekt der Wirkstoffe wie eine Entspannung auch schneller ein und beispielsweise akute Schmerzen können schnell bekämpft werden.

Um Cannabis Tee zuzubereiten wird ein Teebeutel mit den Cannabis Blüten und gegebenenfalls anderen Zutaten gefüllt. Anschließend wird Wasser gekocht und der Teebeutel kommt für bis zu 30 Minuten in das heiße Wasser. Danach ist die Tee verzehrfertig und kann getrunken werden. Die Wirkung setzt hier bedeutend später ein als beim Vaporizer, es dauert ca. 30 bis 90 Minuten, bevor die Wirkung vollständig einsetzt.

Medizinisches Cannabis und Cannabisöl (Cbd Öl) gegen Krebs

Zu den schwer erkrankten Menschen, für die Cannabis auf ärztliche Verschreibung erhältlich sein wird, zählen sicherlich auch Krebspatienten.

Nicht zu verwechseln ist das nun legalisierte Cannabis mit Cannabisöl, was schon seit einigen Jahren eine gewisse Bekanntheit erreicht hat. So behauptete ein gewisser Rick Simpson, bei dem im Jahre 2002 Hautkrebs diagnostiziert wurde, er hätte diesen selbst mit Hilfe von Cannabisöl geheilt. Als ihm chirurgische Eingriffe nicht halfen den Krebs zu besiegen, behandelte er seine Wunden selbst mit Cannabisöl. Nach einigen Tagen waren seine Wunden laut Rick Simpson verschwunden und das Cannabisöl hatte den Hautkrebs geheilt. Die Geschichte von Rick Simpson ist in einem Video verfilmt worden. Hier liegt jedoch keine offizielle Studie und somit kein wissenschaftlicher Beweis vor, dass das Cannabisöl in diesem Fall wirklich das Heilmittel war.

Jedoch gibt es Studien, die belegen, dass Wirkstoffe von Cannabis wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) krebshemmend sind. Dies wurde bei Tierversuchen mit Mäusen und Ratten sowie Zellstudien schon vor vielen Jahren bestätigt. Im Jahre 2006 schließlich hat der Spanier Manuel Guzmán die weltweit erste Studie an Menschen durchgeführt und veröffentlicht. Er verabreichte schwerstkranken Krebspatienten, die an Hirntumoren litten, THC direkt in das Gehirn. Ohne Nebenwirkungen zeigte sich, dass sich bei einigen Teilnehmern die Wachstumsrate der Tumore stark verringerte.

Aktuell im Jahre 2017 finden durch die weltweit immer verbreitetere Cannabis Legalisierung immer mehr und neue Studien statt vor allem in den USA und Kanada, wo medizinisches Marihuana immer mehr verbreitet und von Ärzten eingesetzt wird. Vermutlich könnten die Studien schon fortgeschrittener sein, aber Pharmakonzerne hatten in der Vergangenheit wenig Interesse an den Studien, vermutlich vor allem aus Angst um das eigene Geschäft mit hauseigenen, teuren Arzneimitteln.

Nebenwirkungen des Cannabis Konsums

Medizinisches Cannabis ist ein natürliches Medikament, dass heißt es kann prinzipiell unverändert wie es uns durch die Natur angeboten wird verwendet werden. Im Gegensatz dazu muss bei der Herstellung von Medikamenten durch Pharmahersteller zuerst der Wirkstoff hergestellt und isoliert werden und dann zusammen mit Hilfs- und Füllstoffen in Tabellenform gebracht werden.

Auch wenn es ein natürliches Medikament ist, können auch bei medizinischem Cannabis Nebenwirkungen auftreten. Diese sind von Mensch zu Mensch verschieden. Folgende akute, körperliche Nebenwirkungen können dabei auftreten:

  • Herzfrequenzbeschleunigung
  • Blutdruckabfall
  • Mundtrockenheit
  • Bindehautreizung
  • Verminderte Reaktionsfähigkeit (keine Kraftfahrzeuge fahren!)

Bei extrem hohen Dosierungen sind in selten Fällen auch schon Übelkeit und Erbrechen festgestellt worden.

Wichtig zu wissen ist auch, dass beim Rauchen des klassischen Joints natürlich körperliche Schäden der Atemwege entstehen durch den Rauch, welcher Teer und Benzpyren enthält. Bei der Konsumierung von medizinischem Cannabis mittels Vaporizer (Verdampfer) wird das Marihuana jedoch nur erhitzt und nicht verbrannt. Durch dieses Verdampfen und das Inhalieren tritt keine Schädigung der Atemwege auf.

Ein weiterer Nachteil ist, dass bei manchen Patienten psychische Nebenwirkungen auftreten. Hierzu zählen folgende:

  • Angst und Panikgefühle (akut)
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen sowie verminderte Lernfähigkeit
  • Auslösung von Psychosen (langfristig)

Bei langfristigem und regelmäßigen Cannabis Konsum besteht auch die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit.

Cannabis auf Rezept nur bei der Cannabisagentur?

In vieler Munde ist seit der Cannabis Legalisierung als Medizin auch die sogenannte Cannabisagentur. Doch was macht die Cannabisagentur eigentlich?

Diese ist nicht wie man meinen könnte für die Ausgabe von medizinischem Cannabis an Patienten zuständig. Die Ausgabe von Cannabis als Medizin findet durch Apotheken statt, nach dem die Patienten ein gültiges Rezept eines Arztes vorweisen können.

Vielmehr soll die Cannabisagentur für die Umsetzung der Cannabis Legalisierung zuständig und soll den zukünftigen Anbau von medizinischem Marihuana in Deutschland regeln. Denn nur, dass nun Cannabis als Medizin in Deutschland legalisiert wurde, heißt noch lange nicht, dass genug davon vorhanden wäre. Aktuell muss der Bedarf über Importe gedeckt werden. Zukünftig jedoch soll Cannabis als Medizin in Deutschland selbst angebaut werden.

Medizinisches Cannabis Bundesinstitut Für Arzneimittel

Die Cannabisagentur wird zukünftig vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gebildet und soll den Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland steuern und kontrollieren. Demnach wird die Cannabisagentur den Anbau, die Ernte, die Verarbeitung, die Qualitätsprüfung sowie Lagerung und Verpackung als auch die Abgabe an Großhändler und Apotheker kontrollieren. Interessant: die Cannabisagentur wird das medizinische Cannabis nach der Ernte komplett in ihren Besitz nehmen.

Der Anbau selbst wird nicht durch die Cannabisagentur durchgeführt, sondern durch geeignete Unternehmen. Diese können sich in einer öffentlichen Ausschreibung im Amtsblatt der EU für den Anbau von medizinischem Cannabis direkt bewerben.

Cannabis auf Rezept in Deutschland erhalten

Cannabis auf Rezept gibt es seit 2017 auch in Deutschland, wie es bereits zuvor beispielsweise die USA oder auch Kanada vorgemacht hat. Doch wer kann nun in Deutschland Cannabis auf Rezept erhalten?

Der Gesetzgeber nennt im Rahmen der Cannabis Legalisierung nur die schwer erkrankten Menschen, eine genaue, klare Abgrenzung auf einzelne Krankheiten wurde nicht vorgesehen. Zu den schwer erkrankten Patienten zählen jedoch sicherlich beispielsweise die Krebspatienten, wie zuvor beschrieben.

Voraussetzung hierfür ist die persönliche Einschätzung des behandelten Arztes bezüglich des Therapieerfolges. Das heißt, man kann nicht einfach zum Arzt gehen und eine Verschreibung von Cannabis auf Rezept vom Arzt verlangen. Der Arzt selbst hingegen muss einschätzen, dass sich die Verschreibung von medizinischem Cannabis deutlich positiv auf den Krankheitsverlauf und dessen Symptome auswirkt. Es kommen also insbesondere Patienten in Frage, bei denen eine Standardtherapie keinen Erfolg versprechen würde.

Infografik Cannabis Als Medizin PraktischArzt 2017

Bisher wird Cannabis auf Rezept vor allem Menschen verschrieben, die an chronischen Schmerzen leiden. Dazu zählen Krankheiten wie Rheuma oder multiple Sklerose. Daneben kann medizinisches Cannabis auch verschrieben werden als Appetitanreger zum Beispiel bei Aids oder Alzheimer sowie bei Übelkeit nach Chemo-Therapien. Werden weitere Studien zum medizinischem Cannabis zukünftig abgeschlossen, kann es sicherlich auch bei anderen Krankheiten eine Verschreibung von Cannabis auf Rezept geben.

Was kostet das medizinische Cannabis?

Die Cannabis Legalisierung hat zwar für eine Freigabe des Naturheilmittels gesorgt, doch Cannabis als Medizin ist in Deutschland nicht günstig. Dies hat zwei Gründe, die Apotheken und die Verfügbarkeit.

Zum einen muss medizinisches Cannabis aktuell komplett importiert werden, da es in der Vergangenheit in Deutschland nicht angebaut wurde. Daher wird es aktuell heute vor allem aus den Niederlanden und Kanada importiert. In diesen Ländern wurde die Cannabis Legalisierung bereits vor Jahren umgesetzt, daher ist dort genügend Rohware verfügbar. Zukünftig soll es jedoch auch in Deutschland angebaut werden.
Zum anderen wollen die Apotheken mitverdienen und zwar nicht wenig. Wie zuvor beschrieben geben diese die Cannabisblüten nicht direkt aus, sondern als Rezepturarzneimittel. Sie mahlen die Blüten, um dem Anwender später eine bessere Dosierung zu erlauben. Und dies lassen sich die Apotheker gut bezahlen: 90 bis 100 Prozent Zuschlag kostet der einfache Vorgang des Zermalens.

Dr. Franjo Grotenhermen, ein Forscher der Cannabinoide, rechnet vor: „Werden 5 g Cannabisblüten als Fertigarzneimittel behandelt, so kosten diese den Patienten 68,61 Euro, und der Apotheker verdient etwa 10 Euro. Werden die Cannabisblüten als Rezepturarzneimittel behandelt, so kann der Apotheker auf den Einkaufspreis 100 Prozent aufschlagen, sodass der Abgabepreis bei 113,31 Euro liegen würde und der Apotheker fast 50 Euro verdient.“ (Quelle: apotheke-adhoc.de)

Nach dieser Rechnung kostet als medizinisches Cannabis in Deutschland in der Apotheke:

  • Cannabisblüten unverarbeitet: 13 – 15 EUR pro Gramm
  • Cannabisblüten als Rezepturarzneimittel: 23 – 30 EUR pro Gramm


Durch die weltweit einsetzende Cannabis Legalisierung ist ein internationaler Preisvergleich möglich. Im Ausland zahlt man für medizinisches Cannabis ungefähr die folgenden Preise:

  • Niederlande: je nach Sorte 4 – 15 EUR pro Gramm
  • Tschechische Republik: Je nach Sorte 250 bis 350 CZK = 9 bis 13 EUR pro Gramm
  • Italien: je nach Sorte zwischen 15 – 25 EUR pro Gramm (importiert aus den Niederlanden)
  • Kanada: je nach Sorte sind die Kosten 5 – 11 CAD pro Gramm = 3,5 – 7,5 EUR pro Gramm
  • USA: je nach Sorte 5 – 20 USD pro Gramm = 3,5 – 18 EUR pro Gramm
  • Chile: je nach Sorte 7.000 bis 8.000 CLP pro Gramm = 9 – 19 EUR pro Gramm
  • Uruguay: fester Preis von 1 USD pro Gramm = 0,9 bis 1 EUR pro Gramm

Preis Gramm Medizinisches Marihuana PraktischArzt

In allen Ländern sind die Preise für medizinisches Marihuana also deutlich günstiger als in Deutschland. Die klare Preisführerschaft hat Uruguay. Hier gilt ein durch die Regierung festgelegter Preis von einem Dollar. Die Gründe sind einleuchtend. Die Regierung hat festgestellt, dass der Anbaupreis 0,5 Dollar pro Gramm ist und somit der Verkauf zu einem Dollar ein fairer Preis ist. Außerdem kostet auf der Straße schlechtes Marihuana 1 Dollar pro Gramm und durch das Anbieten von hoher Qualität zum gleichen Preis, hat man sich das Ziel gesetzt die Illegalität zu bekämpfen.

Wird die Cannabis Legalisierung durch weitere Länder vorangetrieben, bleibt zu hoffen das ein offener Handel stattfinden wird und dadurch auch die Preise in Deutschland sinken werden.

Kostenerstattung von Cannabis auf Rezept durch die Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen sind in Deutschland durch die Cannabis Legalisierung dazu verpflichtet, die Kosten von Cannabis auf Rezept zu übernehmen. Nur in begründeten Fällen darf eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen abgelehnt werden. Dennoch ist das Thema medizinisches Cannabis in Deutschland auch für die Krankenkassen in 2017 noch Neuland.

Grundbedingungen für die Kostenübernahme von medizinischem Cannabis sind:

  • ein Rezept von einem kassenärztlich zugelassenen Arzt
  • das Vorliegen einer schwerwiegenden Krankheit

Es entscheidet also der Arzt und nicht die Krankenkasse. Daher sollten die Kosten im Normalfall zukünftig auf einfachem Wege durch die Krankenkassen übernommen werden:

  • Kostenübernahmeantrag per Post oder E-Mail an die Krankenkasse senden
  • Krankenkasse prüft und bestätigt den Antrag zur Kostenübernahme
  • Falls schon Rezepte in Anspruch genommen wurden, diese an die Krankenkasse zur rückwirkenden Kostenübernahme einreichen

Leider werden auch im Mai 2017 noch viele Anträge auf die Erstattung der Kosten für medizinisches Cannabis durch die gesetzlichen Krankenkassen zu Unrecht abgelehnt, auch wenn der Arzt Cannabis auf Rezept verschrieben hat. Die Krankenkasse muss sich dabei jedoch wie folgt an das Gesetz und Fristen halten:

  • Die Entscheidungsfrist der Krankenkasse nach Eingang des Antrags beträgt 3 Wochen.
  • Die Krankenkasse kann den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) mit einbeziehen. Dieser prüft den Fall und kann den Antrag mit Begründung ablehnen. Die Frist verlängert sich in diesem Fall auf 5 Wochen.
  • Kann sich die Krankenkasse an die 3 Wochen oder 5 Wochen Frist nicht halten, muss dies mit Begründung schriftlich mitteilen.
  • Sendet die Krankenkasse keine Mitteilung oder liefert keinen Grund, gilt der Antrag als genehmigt.

Auch bei Ablehnung durch die Krankenkasse bleibt jedes Rezept durch die Cannabis Legalisierung gültig. In diesem Falle kann man beispielsweise die Medikamente per Privatrezept in der Apotheke beziehen und die Kosten müssen von der Krankenkasse übernommen werden. Hat man ein Privatrezept, kann man auch bei berechtiger Ablehnung durch die Krankenkasse medizinisches Cannabis in der Apotheke direkt beziehen, muss es jedoch selbst bezahlen.

Lehnt die Krankenkasse einen Antrag zur Kostenerstattung von Cannabis auf Rezept ab, muss durch den Patienten ein schriftlicher Widerspruch eingelegt werden. Viele Fälle und weitere Informationen hierzu sind im Detail auf der Seite cannabis-med.org beschrieben.

Deutsche Ärzte, die Cannabis verschreiben

Die Cannabis Legalisierung wurde in 2017 umgesetzt. Doch welche deutschen Ärzte verschreiben medizinisches Cannabis auf Rezept?

Ärzte aller medizinischer Fachgebiete dürfen nun medizinisches Cannabis auf Rezept in Deutschland zur Behandlung von schwer erkrankten Menschen verschreiben. Das heißt, man kann beispielsweise zu seinem Hausarzt gehen und dieser kann Cannabis als Medizin verschreiben.

Jedoch müssen wie zuvor beschrieben zwei entscheidende Sachverhalte vorliegen:

  • schwerwiegende Krankheit
  • Einschätzung des Arztes, dass medizinisches Cannabis zum Therapieerfolg beiträgt

Somit kann prinzipiell jeder Arzt ein Rezept für medizinisches Cannabis ausstellen, es muss jedoch kein Arzt. Nicht jeder Arzt will mit medizinischem Cannabis arbeiten. Hier wird es auch nach der Gesetzesänderung genügend Ärzte geben, die mit den bisher bekannten Medikamenten arbeiten werden. So einfach bekommt man Cannabis auf Rezept in Deutschland also nicht, es muss eine schwere Erkrankung als Grund vorliegen.

Vor der Cannabis Legalisierung durch das neue Gesetz im Jahre 2017 war eine Ausnahmeregelung nötig, um medizinisches Cannabis zu beziehen beziehungsweise anzubauen. So wurde beispielsweise der Anbau einem 52jährigen Mann erlaubt, der an multipler Sklerose leidet. Er darf seit 2016 für den Eigenbedarf medizinisches Marihuana anbauen. Bisher erhielten in ganz Deutschland schon ungefähr 1000 Patienten medizinisches Marihuana auf Basis einer Ausnahmeregelung.

Zukünftige Schätzungen gehen von 5000 Patienten aus, die deutschlandweit medizinisches Cannabis auf Rezept beziehen werden. Zuverlässige Schätzungen existieren jedoch noch nicht.

Durch | 05.06.2017 | Allgemein | 16 Kommentare

16 Kommentare

  1. Steffen 19.06.2017 um 18:12 - Antworten

    nix da einfach…war bei 3 Ärzten und bekomme kein Cannabis. Hab einen Bandscheibenvorfall bekomme Tilidin, Tramal alles was geht nur kein Cannabis das mir hilft! Meine Hausärztin wills nicht verschreiben weil sie keine Ahnung davon hat ich habe sämtliche Unterlagen geliefert und trotzdem weigert sie sich genau wie Orthopäde und Schmerztherapeut…obwohl mir von einer Operation abgeraten wurde. Ich bin Ratlos.

    • Aaron Seitz 06.08.2017 um 15:55 - Antworten

      Da hilft halt nur illegal besorgen… und dazu zwingt dich der Staat in gewisser Weise…traurig

  2. Hans 16.08.2017 um 16:47 - Antworten

    Habe seid 14 Jahren Morbus Crohn, mehrfach wurden Teile vom Darm entfernt, habe ständig schmerzen und bereits die 4.
    Imunnrepräsiv Therapie hinter mir.
    Und denoch bekomme ich von jedem Arzt ( 13 an der Zahl) vom Hausarzt, über Gastroentereologen mit spezialisierung auf Schmerz und Heiltherapie zu hören, das Cannabis nicht im Medikamentenindex stehen würde und ich erst austherapiert sein müsse.
    Der Witz an der ganzen sache ist, dass die Ärzte selbst nicht wisssen wie oder welches Medikament bei Morbus Crohn hilft.
    Mir wurden sogar schon Opiode angeboten,. Aber Cannabis … „Da haben wir keine Erfahrung mit“. Oder: “ Fragen sie mich in 10-15 Jahren nochmal“
    Aus meiner sicht wird kein Arzt der vorher nichts mit Cannabis zu tun haben wollte auch heute oder in zukunft nicht damit zu tun haben wollen.

    • Sebastian 26.09.2017 um 13:45 - Antworten

      Hi Hans,
      Falls du Unterlagen und Studien bezüglich Cannabis in der Morbus Crohn Therapie brauchst, dann kontaktier mich doch bitte 👍🏼
      Viele Grüße

      • Ruben 23.10.2017 um 13:39 - Antworten

        Hey Sebastian,
        ich leide unter Colitis Ulcerosa finde aber
        keine vernünftigen Studien. Da die Krankheiten
        Verwandt sind könnte ich mir Vorstellen, dass deine Unterlagen interessant für mich sind.
        Bekommst du Cannabis auf Rezept?

        Viele Grüße

      • Nicole 16.11.2017 um 16:51 - Antworten

        Ich habe auch Morbus Chron und wollte meinen Arzt über diese Therapie reden aber ich weiß nicht was für Unterlagen
        Kannst du mir helfen?

    • Nicholas 26.09.2017 um 13:47 - Antworten

      Ich habe seit über einem Jahr Morbus Crohn, habe schon 3 Therapien hinter mir. Ich werde demnächst versuchen meinen Arzt zu überreden, mir Cannabis zu verschreiben. Ich antworte nochmal, wenn sich etwas ergeben hat.

  3. Der Kommentator 28.08.2017 um 0:10 - Antworten

    Den anderen Kommentaren nach wird man es sich wohl immernoch Illegal beschaffen müssen. Naja das ist ja auch nicht besonders schwer, wer welches will bekommt auch welches. Oder einfach selbst anbauen, man kann ja im Wald immer mal 2-3 Pflanzen pflanzen für den eigenbedarf ist am sichersten.

  4. Sascha 30.08.2017 um 13:42 - Antworten

    Mir ist das einfach zu dumm mir jemanden zu suchen der mir das zeug verschreibt! Ich verletz mich selber, Bewege mich den ganzen Tag, esse kaum, schlafe schlecht und spät und bin über den Tag müde, mir schmerzen die Wunden die ich mir manchmal zufüge, bin depressiv bekomme Wutanfälle und schlage mit der faust gegen Gegenstände. Mich macht die diese Hyperaktivität oft fertig, ich besorg mir dann irgendwo etwas Cannabis und vaporisiere es und es geht mir viel besser ich werde auch nicht süchtig aber es hilft für ein paar Tage ich brauch nicht mal viel, Ich wünschte ich könnte einfach um die ecke in meinem Laden des Vertrauens. Mich macht es wütend das sich jeder vollsaufen lassen kann aber die Leute die es eventuell benötigen haben wenig Chance 🙁 Ich bin schüchtern rede kaum, aber oft werde ich total ausfällig wenn es mein Recht geht, die Polizei hat mich des öfters auf der Straße angehalten, weil ich anfange zu Tanze oder mein Blut am Körper schmiere, das Cannabis hilft gegen diese Dinge, aber ich würde mich nicht trauen jemanden aufzurufen der mir hilft

  5. Mansour 05.09.2017 um 14:10 - Antworten

    Habe es mit der schon seit Jahren mit der Bauchspeicheldrüse. Gesoffen, ja…ist es davon, eventuell. Eltern sind schon seit Jahrzehnten Alkoholiker.
    Vor 3 Jahren wurde mit die halbe Bauchspeicheldrüse entfernt, und noch so einiges mehr. Seit dem, wie auch vorher, Schmerzpatient. Auf Grund der resultierenden Arbeitsunfähigkeit(und keinem Rentenanspruch) schwerstdepprimiert, leide unter Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit. Von Antriebslosigkeit und wie meine Familie darunter leidet möchte ich gar nicht erst anfangen.
    Den Arzt auf Cannabis angesprochen kam: Ich will keine Ersatzdroge ausstellen!
    Herrgott ich will keine Ersatzdroge, sondern eine Lösung!!! Cannabis hilft bei fast allen meinen Leiden. Ich schlug ihm auch vor es nur erstmal zu versuchen….aber nein! Es kotzt mich an!!!

  6. Mariana 08.09.2017 um 11:42 - Antworten

    Ich habe in den vergangenen Jahren einige traumatische Erlebnisse erfahren müssen. Ich bin depressiv und habe täglich negative Gedanken die um das Thema Tod kreisen. Habe nun längere Zeit Cannabis konsumiert und festgestellt das es sich positiv auf meine Gedankenwelt und mein Empfinden auswirkt. Es kommt bei mir auf die Dosis und die Sorte an. Nehme ich zu viel, bekomme ich Angstzustände, ein zu wenig gibt es natürlich nicht. Mit der Zeit konnte ich die richtige Dosis auf mich anpassen. Keine roten Augen, keine Angst, positive Lebenseinstellung, Optimismus in fast allen Bereichen usw. Es schenkt mir sehr viel Kraft und Energie.

    Meine vertrauensvolle Cannabis-Quelle ist aber seit einigen Monaten „versiegt“. Die Staatsgewalt hat ganze Arbeit geleistet. Auf der Straße möchte ich nichs kaufen, da ich nicht weiß was ich da bekomme und es wirkt auch nur eine bestimmte Sorte positiv auf meine Stimmung. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Arzt. Ich war bei 3 Ärzten (Allgemeinmedizin) aber keiner will mir Cannabis verschreiben. Alle 3 Ärzte unterstellten mir Drogensucht. ICH BIN NICHT DROGENSÜCHTIG, sont würde ich mich innerhalb von 1 Std. mit fast jeder beliebigen Droge versorgen können! Ich brauche eine ganz bestimmt Sorte Cannabis die mir hilft, alles andere hilft mir nicht weiter, oder verschlechtert sogar meine ohnehin negativen Gedanken und Gefühle (auf Dauer gesehen). Cannabis ist nicht (nur) eine Droge, es ist eine Medizin. Es kommt darauf an welche Mengen man davon konsumiert. Man kann jede Medizin missbrauchen und behaupten es wäre eine Droge. Umgekehrt könnte man natürlich auch zu jeder Droge sagen es wäre eine Medizin. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Für mich ist es eine Medizin, weil es mir mehr Vorteile bringt als Nachteile. Würde es mir mehr Nachteile bringen, wie z.b Alkohol, Kokain, Heroin, Crystal und der ganze Dreck, dann würde ich von einer Droge reden.

    Ich habe den Ärzten alles wahrheitsgemäß erzählt, auch das ich ein paar Tage so etwas wie einen Entzug verspürt hatte als ich nichts mehr genommen habe. (Schlafstörungen, schwitzen in der Nacht). Nach 2-3 Tagen ist es aber komplett weg. Dieses kurze Unwohlsein ist aber nicht zu vergleichen mit dem Elend was ich täglich durchmache wenn ich diese Medizin nicht zu mir nehme. Übriggeblieben sind jetzt nur noch meine negativen Gedanken, die ich jetzt seit Wochen und Monaten mit mir herumschleppe.

    Ich bin verzweifelt, wütend und unendlich traurig über diese Ungerechtigkeit. Jeder Kranke bekommt seine Medizin in Deutschland. Cannabiskonsumenten werden als Drogenabhängige Personen dargestellt. Die einzige die wirklich krank ist, ist unsere Gesellschaft! Ich werde mir das aber nicht länger gefallen lassen und nur herumjammern. Ich werde Wege finden um an meine Medizin zu kommen. Mit allen Konsequenzen!!!

    • Birte 07.11.2017 um 13:21 - Antworten

      Marina können sie mir bitte das bedtimmte Canabis bennen was ihnen hilft? Ich habe mit ähnlichem zu kämpfen und würde es gern versuchen. Danke

  7. Dennis 15.10.2017 um 6:02 - Antworten

    Ich finde das ganze Thema sehr interessant, da ich verschiedene, schwerwiegende gesundheitliche Problem habe. Schmerz Medikamente wirken bei mir nicht gut, was dazu führt dass ich relativ hohe Dosen nehmen muss, was meinem Magen und dem Rest meines Körpers nicht immer gefällt. Genauso wie es ja wohl auch gegen Schlaf Probleme helfen soll, was ich auch sehr interessant finde, da ich unter Schlaf Problemen leide, was im Alltag sehr anstrengend ist mittlerweile. Deswegen hatte ich die Hoffnung damit meine Probleme ohne starke Medikamente in den Griff zu bekommen. Aber wenn schon Menschen mit so schwerwiegenden Problemen schlechte Aussichten haben, habe ich wohl gar keine Chance. Trotz alle dem Wünsche ich euch allen gute Besserung und hoffe das ihr eure Medikamente bekommt.

  8. Maxine 16.10.2017 um 16:34 - Antworten

    Hallo, ich leide seit ich 11 bin an chronischen magenschleimhautentzündungen, seit ich 14 bin an psychischen Problemen weshalb ich manchmal 2-3 Wochen kaum essen kann (weil ich entweder sofort magenschmerzen bekomme oder einfach keine lust auf essen jeglicher art hab) oder sobald ich was esse von allein erbreche (mittlerweile passiert das auch in stresssituationen) was wieder in magenschleimhautentzündungen endet. Ich nehme ständig zu und ab was für mich wieder Stress bedeutet. Dazu kommt dass meine Arbeit recht anstrengend ist (ich gehe um 8:00 aus dem Haus und bin um 20:00 wieder da arbeitsbeginn ist um 8:45 Ende um 19:25 währenddessen eine Stunde Pause die immer an anderen Uhrzeiten ist weshalb mein Körper oft überfordert ist). Kann ich hierbei auf medizinisches Cannabis hoffen oder eher weniger? Psychopharmaka möchte ich nicht nehmen da ich davon eher noch müder werde (obwohl es sich um stimmungsaufhellende Medikamente handelt) und die mir wieder auf den Magen schlagen.

  9. Dennis 25.10.2017 um 10:28 - Antworten

    Hallo ich leide unter Postraumatische Belastungsstörung und habe sämtliche schlaf und anti dep tabletten genommen war jetzt ungefähr bei 20 ärzte nicht einer hilft ein cannabis zu verschreiben hier in Schleswig-Holstein also um ehrlich zu sein hat das Gesetz garnichts gebracht weil die ärzte einfach drauf scheißen und sich damit auch nicht auseinander setzen wollen

  10. Uwe 12.11.2017 um 14:46 - Antworten

    Habe chronisches Schmerzsyndrom,außerdem PTBS -sex. Missbrauch,Hepatitis C und
    schw. Depressionen,Bis heute,dem 12..12.17 habe ich noch keinen einzigen Arzt in Saarbrücken
    gefunden,der mir Cannabisblüten verschreiben will.Aber ich bekomme jede Menge OXYCODON,
    Tramal usw. Das kann es ja wohl nicht sein.Also bleibt mir nichts anderes übrig,selbst ANBAUEN!!!

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