Burnout Symptome - das sind die häufigsten Anzeichen für Burnout
Burnout Syndrome

Burnout Symptome – das sind die häufigsten Anzeichen für Burnout

Eine Arbeitswelt, die Multitasker lobt sowie täglich neue, sich verändernde Anforderungen stellt und hohen Leistungsdruck erzeugt, begünstigt schwerwiegende Erkrankungen und immer mehr Menschen weisen die typischen Burnout Symtome auf.

Gepaart mit zahlreichen privaten Verpflichtungen und einem hohen Anspruch an sich selbst führt der Weg oft in diejenige tiefe Erschöpfung, aus der auch ein langes, erholsames Wochenende keinen Ausweg mehr darstellt. Burnout Symptome können die Vorboten des Burnouts sein und sollten nicht ignoriert werden. Was ist Burnout und welche Burnout Symptome zeigen sich bei Betroffenen ganz konkret?

Burnout-Syndrom – eine komplexe Erkrankung

Beim Burnout-Syndrom handelt es sich um eine schwerwiegende persönliche Krise, bei der sich mehrere Störungsbilder gegenseitig überlagern können, was eine eindeutige Diagnose erschwert. Zu den klaren Auslösern des Burnout zählt ein hoher Stresslevel, der über lange Zeit bestehen bleibt. Dieser kann von außen an den Betroffenen herangetragen werden, beispielsweise in Form von großem Stress am Arbeitsplatz. Aber auch Umweltfaktoren können den für ein Burnout-Syndrom notwendigen permanenten Stress auslösen.

Persönliche Faktoren spielen beim Entstehen von Burnout ebenfalls eine große Rolle. Individuelle Tendenzen, wie beispielsweise Perfektionismus oder mangelhaftes Abgrenzen von fremden Erwartungen sorgen für hohen Stress bei den Betroffenen. Phasen mit besonders hohem Stress gehören zum Leben dazu. Gefährlich wird dies vor allem dann, wenn Stressphasen nicht mehr durch Regenerationsphasen abgelöst werden.

Ein typisches Burnout-Anzeichen ist, dass auch Erholungsphasen nicht mehr zur Wiederherstellung von Wohlbefinden, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit ausreichen. Gerade permanente Überforderung durch unerfüllbare Aufgaben, hohen Zeitdruck und ein schlechtes Betriebsklima erhöhen die Chance auf das „Ausbrennen“. Mit dem Verlust der Regenerationsfähigkeit kommt es zu einem totalen Erschöpfungszustand, der die eigene Lebensbewältigung massiv erschwert.

Abgrenzung von anderen Erkrankungen

Von Burnout wird erst dann gesprochen, wenn keine andere Krankheit zugrunde liegt, welche die Berufsunfähigkeit auslöst. Zu Diagnose ist daher auch der Gang zum Hausarzt als erster Ansprechpartner unerlässlich. Betroffene haben davor oftmals Angst, da der Arztbesuch als „Outing“ gilt. Dennoch ist es sehr wichtig den Arztbesuch nicht zu lange aufzuschieben und die Krankheit Ernst zu nehmen. Oftmals stelle Ärzte bei Burnout direkt eine Krankschreibung aus, damit der Betroffene behandelt werden kann und sich wieder erholt.

Die Burnout-Anzeichen werden dabei in der Regel näher erforscht. Zur Beurteilung kommen Tests zum Einsatz, außerdem kann anhand eines Phasenmodells der Burnout identifiziert werden. Folgende Burnout-Symptome sind typischerweise häufig festzustellen.

Burnout-Symptome im Überblick

Emotionale Erschöpfung

Ein tiefes Erschöpfungsgefühl auf emotionaler Ebene gehört zu den wichtigsten Burnout-Symptomen. Dieses kann infolge emotionaler aber auch physischer Anstrengung entstehen. Weil die notwendige Regeneration nicht erfolgt entsteht beim Betroffenen infolge der Erschöpfung ein Gefühl der Schwäche und Kraftlosigkeit. Burnout-Betroffene fühlen sich häufig außergewöhnlich matt. Aber auch Antriebsschwäche und besonders leichte Reizbarkeit sind klare Burnout-Anzeichen.

Depersonalisierung

Um die permanente Überbelastung bei gleichzeitig hohen Leistungserwartungen zu kompensieren kommt es bei vielen Betroffenen zu Depersonalisierung. Bei diesem Burnout-Symptom schaffen Betroffene zwischen sich und dem Stressauslöser eine Distanz. Dabei kann es sich um Arbeitsaufgaben handelt, aber auch Klienten werden zunehmen zurückgewiesen. Zum Burnout-Syndrom gehört daher auch, dass Betroffene nur noch „Dienst nach Vorschrift“ leisten, zu Zynismus und einer auffällig gleichgültigen Einstellung neigen.

Misserfolg

Ein deutliches Burnout-Symptom ist es, wenn das Gefühl für den Wert der eigenen Leistung schwindet. Trotz der subjektiven und meist tatsächlich bestehenden Überlastung fühlen vom Burnout-Syndrom Betroffene, dass sie weniger Leistung erreichen, als sie liefern müssen oder sich selbst wünschen würden. Erfolgserlebnisse bleiben trotz des hohen Stresslevels aus. Die Betroffenen selbst erleben sich überwiegend als ineffizient. Tatsächlich können aber viele Betroffene wegen ihrer Tendenz zur Depersonalisierung gar nicht mehr ausreichend auf ihre Klienten eingehen. Gute Leistungen werden immer seltener, ein Absinken des Leistungsniveaus gilt daher ebenfalls als Burnout-Symptom.

Gefühl der Sinnlosigkeit

Wo das Wissen um die Selbstwirksamkeit schwindet, nimmt auch die persönliche Leistungsfähigkeit ab. Beim Burnout-Syndrom können die hohen Leistungserwartungen nicht mehr erfüllt werden. Handlungen werden von den Betroffenen daher soweit wie möglich nur noch mechanisch ausgeführt. Dies kostet weniger Kraft, als Handlungen tatsächlich bewusst auszuführen. Gerade im fortgeschrittenen Stadium stellen Kraftlosigkeit und Erschöpfung ein wichtiges Burnout-Symptom dar.

Frustration

Unerfüllbare Aufgaben, unklare Erfolgskriterien und hohe Erwartungen an die eigene Leistung durch andere und sich selbst schaffen hohe Frustration beim Betroffenen. Trotz der subjektiv großen Anstrengung können die gewünschten Anforderungen nicht erreicht werden. Der Stress, der bei den Betroffenen aus solch einer Konstellation als Burnout-Symptom entsteht ist denkbar hoch und verstärkt die Probleme noch weiter.

Angst und Panikattacken

Bestimmen unklare Angstzustände oder Panikattacken das Leben, muss auch immer ein Burnout-Syndrom in Betracht gezogen werden. Eine diffuse Angst gehört im Anfangsstadium zu den häufigen Burnout-Anzeichen. Sie entsteht aus der permanent hohen Anspannung der Betroffenen, die keine Regeneration mehr erlaubt. Verstärken sich die Angstzustände zu manifesten Panikattacken schränkt dies die Lebensqualität der Betroffenen massiv ein.

Müdigkeit

Ein weiteres häufiges Burnout-Symptom ist eine auch nach Erholungsphasen weiterbestehende Müdigkeit. Das bei den Betroffenen vorhandene Gefühl der Überforderung ist ständig präsent und erschwert zunehmend auch das Bewältigen alltäglicher Aufgaben. Gleichzeitig steigt auch das Bedürfnis nach immer weiteren Ruhepausen, bei denen es aber nicht mehr zur erwarteten Erholung kommen kann. Dies kann sich bis zu einer chronischen Müdigkeit steigern, die einen strukturierten Alltag bei Burnout-Syndrom schwer zu bewältigen macht.

Schlafstörungen

Die Unfähigkeit, einfach „abzuschalten“ ist ein deutliches Burnout-Symptom. Betroffene ziehen aus vielen Ursachen häufig keine klare Linie zwischen Arbeits- und Privatleben. Es werden abends im Bett noch geschäftliche E-Mails beantwortet. Der Geist beschäftigt sich auch während der Freizeit mit beruflichen Problemen. Schlafstörungen sind daher in jeder Phase des Burnout-Syndroms zu finden.

Kopfschmerzen und Schwindel

Betroffene nehmen nicht selten zuerst die unspezifischen Burnout-Anzeichen an sich wahr. Dazu gehören psychosomatische Beschwerden, die keine konkret feststellbare körperliche Ursache haben. Dazu gehören Verspannungen, die aus permanenter Muskelanspannung infolge von Stress resultieren. Kopfschmerzen und Schwindelgefühl sowie Bauchschmerzen sind daher ebenfalls Burnout-Symptom.

Erhöhte Infektanfälligkeit

Dass Stress das Immunsystem beeinträchtigt, ist bekannt. Dieses Burnout-Symptom bedeutet eine besonders hohe Infektanfälligkeit mit häufig wiederkehrenden Erkrankungen. Keime haben ein leichtes Spiel mit dem gestressten Körper. Hinzu kommt die oftmals ungesunde Lebensweise bei Stress. Nährstoffarme Ernährung und Schlafmangel setzen die Aktivität des Immunsystems zusätzlich herab.

Konzentrationsstörungen

Alle stressbedingten Probleme führen bei Betroffenen zu nachlassender Konzentration auf ihre Arbeitsaufgaben. Konzentrationsstörungen zählen daher als Burnout-Symptom. Sie führen zu Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen und machen das Erledigen von Aufgaben besonders schwer und kraftraubend. Fehler häufen sich, weil sich die Betroffenen nur noch schlecht auf ihre Arbeit konzentrieren können

Durch | 28.01.2018 | Allgemein | 0 Kommentar

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