Blutabnahme Nüchtern

Blutabnahme Nüchtern – was bedeutet nüchtern zum Arzt?

„Kommen Sie zur Blutabnahme nüchtern!“ – diesen Satz hört man häufig beim Arzt, wenn man zu einer Blutuntersuchung bestellt wird. Die Blutuntersuchung gehört für Ärzte zur Standarddiagnostik, denn das Blut verrät viel über den Gesundheitszustand eines Patienten. Vielfach wird das sogenannte kleine Blutbild jährlich gemacht. Sollen noch mehr Werte abgeklärt werden, entscheidet sich der Mediziner für ein großes Blutbild. Doch was bedeutet der Begriff „Blutabnahme nüchtern“ in diesem Zusammenhang? Was ist im Vorfeld der Blutabnahme noch erlaubt? Worauf müssen Patienten unbedingt achten? Und warum muss man bei der Blutabnahme eigentlich nüchtern sein? Wir klären auf!

Blutabnahme nüchtern – was ist erlaubt und was nicht?

Wird ein Patient gebeten zur Blutabnahme nüchtern zu kommen, bedeutet es, dass der Bluttest auf nüchternen Magen gemacht werden soll. Dafür sollte man komplett auf Essen wie beispielsweise das Frühstück oder Mittagessen verzichten. Der Grund: Essen kann beispielsweise die Fett Werte im Blut erhöhen.

Beim Trinken gilt folgende Einschränkung: Nur Wasser, ungesüßter Tee oder schwarzer Kaffee sind vor dem Bluttest noch erlaubt. Bei Tee und Kaffee ist auf Zucker, Süßstoff, Sahne und Milch zu verzichten. Denn wir beim Essen, können zuckerhaltige Getränke die Blutwerte verändern und beispielsweise die Blutzuckerwerte erhöhen.

Blutabnahme nüchtern – was ist erlaubt

  • Wasser
  • Tee (ungesüßt)
  • Kaffee (ohne Sahne, Milch und Zucker)

Blutabnahme nüchtern – was ist nicht erlaubt

  • Essen
  • Kaffee mit Milch oder Zucker
  • Tee mit Milch oder Zucker
  • Saft, Cola, etc. (alle zuckerhaltigen Getränke)

Zur Blutabnahme nüchtern kommen: Wie lange darf man vorher nichts essen?

Insgesamt sollte man 8 bis 12 Stunden vor der Blutabnahme nichts mehr essen. In der Regel ist das Abendessen am Vortag kein Problem, weil es bei der Blutabnahme länger als 12 Stunden her ist.

Warum soll man nüchtern in der Arztpraxis erscheinen?

Viele Patienten fragen sich, warum es überhaupt wichtig ist, zur Blutabnahme nüchtern zu kommen. Hintergrund dieser Praktik ist die Vergleichbarkeit. Dürften Patienten vor der Blutabnahme wie gewohnt essen, könnten die Untersuchungsergebnisse verfälscht werden. Für den Arzt wäre es womöglich schwerer, Auffälligkeiten im Blut zu erkennen. Denn Essen und Trinken beeinflusst bestimmte Werte im Blut, vor allem den Blutzucker- und Cholesterinwert. Alle anderen Blutwerte sind mit oder ohne Frühstück nahezu gleich. Zuckerhaltige Getränke am Morgen können den Blutzuckerwert erhöhen und deftige Mahlzeiten die Fettwerte im Blut verändern. Am Blutzuckerwert kann der Arzt Anzeichen für Diabetes mellitus ablesen. Hohe Blutfettwerte deuten auf ein erhöhtes Arteriosklerose-Risiko hin. Mit nüchternem Magen sind diese Blutwerte unverfälscht und lassen sich gut mit den Normalwerten abgleichen, deshalb wird die Blutabnahme nüchtern durchgeführt.

Bei Blutabnahme nüchtern sein: Gibt es Ausnahmen?

Für manche Menschen ist das Fasten deutlich schwerer umzusetzen, dazu zählen ältere Personen, Kinder und vor allem Diabetes-Patienten. Wer es nicht schafft so lange aufs Essen zu verzichten und zur Blutabnahme nüchtern zu kommen, sollte den Arzt darüber informieren. In der Regel kann eine gemeinsame Lösung gefunden werden. Auch bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten sollten Patienten Rücksprache mit dem Arzt halten.

Auch gilt die Regel mit dem nüchternen Magen beispielsweise nicht für eine Urinprobe. Hier werden beispielsweise die Nierenwerte untersucht, welche sich auch mit vollem Magen messen lassen.

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Durch | 20.02.2018 | Allgemein | 0 Kommentar

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