Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Gut versorgt durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst

Wer kennt die Situation nicht: es ist Samstag und der Hals fängt so sehr an zu schmerzen, dass man nicht mehr schlucken kann. Oder das Kind weint die ganze Nacht, weil die Ohren wehtun und am nächsten Tag steht ein Feiertag bevor? Nicht immer handelt es sich um einen so schlimmen Notfall, dass man in ein Krankenhaus fahren möchte. Außerdem sind Krankenhäuser oft nur in größeren Städten zu finden und man möchte mit einem kranken Menschen nicht die lange Fahrzeit in Kauf nehmen. Zum Glück für alle Betroffenen gibt es den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Was ist der ärztliche Bereitschaftsdienst?

Grippe, Angina oder Mittelohrentzündung halten sich nicht an die Öffnungszeiten der niedergelassenen Ärzte. Ein ärztlicher Bereitschaftsdienst bietet zum Glück die Möglichkeit, einen Mediziner zu konsultieren. Die Ärzte kommen immer dann zum Einsatz, wenn es sich um keinen akuten Notfall handelt, der nur im Krankenhaus behandelt werden kann. Andererseits fühlt man sich am Wochenende, nachts oder am Feiertag manchmal so schlecht, dass man mit der Behandlung nicht bis zur nächsten regelmäßigen Sprechstunde warten möchte. Allerdings darf man diesen Bereitschaftsdienst nicht mit dem Notarzt verwechseln, den man nur in akuten Fällen rufen sollte. Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst nehmen Mediziner in ganz Deutschland teil. Der Bereitschaftsdienst steht für dringende, aber nicht lebensbedrohende Situationen zur Verfügung. Stellt sich die Erkrankung doch als schlimmer heraus, wird der Rettungsdienst verständigt. Behandelt werden Patienten entweder in der Praxis eines niedergelassenen Hausarztes oder direkt am Ort des Geschehens.

Welche Regelungen gelten in Deutschland?

Jeder Mediziner, der sich in Deutschland niedergelassen hat, kann sich für den ärztlichen Notdienst zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt es sich um Mediziner in vielen verschiedenen Fachrichtungen. Nicht nur Hausärzte nehmen an dem mobilen ärztlichen Dienst teil, sondern unter anderem auch Internisten oder Hals-Nasen-Ohrenärzte. Mediziner nehmen regelmäßig an Schulungen teil, um sich für den Bereitschaftsdienst zu qualifizieren. So ist sichergestellt, dass Ärzte die Patienten am Wochenende, nachts oder abends optimal betreuen. In Deutschland gibt es in einigen Bundesländern regionale Notrufzentralen. Bundesweit gültig ist jedoch die Nummer 116117, die seit 2009 von der Europäischen Union als länderübergreifende ärztliche Bereitschaftsnummer festgelegt wurde. Egal ob man vom Festnetz oder Handy anruft, das Telefonat ist immer kostenlos. Die Kontaktaufnahme ist ganz einfach:

  • Man wählt die Nummer 116117
  • Mitarbeiter in einer der vielen regionalen Leitstellen melden sich
  • Man beschreibt die Beschwerden und gibt den Wohnort bekannt
  • Der Mitarbeiter informiert über die nächste geöffnete Bereitschaftspraxis
  • In manchen Fällen kommt der Arzt zum Patienten nach Hause
  • Bei speziellen Fällen wie gynäkologischen Problemen, Augenerkrankungen oder wenn es sich bei dem Patienten um ein Kind handelt, wird man an die zuständige Kontaktstelle verwiesen

Den ärztlichen Bereitschaftsdienst kann man kostenlos in Anspruch nehmen. Die Kosten für die Behandlung übernimmt die private oder gesetzliche Krankenkasse. Hat man vertraglich eine Selbstbeteiligung festgelegt, muss diese übernommen werden.

Alternative Anbieter

Gerade wenn mehrere Feiertage hintereinander fallen oder eine Grippewelle herrscht, kann es bei der Nummer 116117 zu teils unangenehmen Wartezeiten kommen. Daher gibt es mittlerweile private Anbieter, die einen ärztlichen Bereitschaftsdienst anbieten. Bei allen privaten Kassen ist dieser Service kostenlos. Ist man gesetzlich versichert, sollte man sich schon bei dem Anruf über anfallenden Kosten informieren. Ganz nach dem modernen Trend gibt es sogar Apps für das Smartphone, die bei der Suche nach einer offenen Arztpraxis helfen. Der Dienst ist in der Regel 7 Tage pro Woche und 24 Stunden pro Tag verfügbar. Das Prinzip ist ganz einfach erklärt: man wählt einfach die Nummer des Dienstleisters oder nutzt die praktische App. Als Alternative bietet sich die praktische Webseite an, wo man einfach den Standort eingibt und rasch eine Liste an verfügbaren Ärzten erhält. Nachdem man den gewünschten Behandlungsort angegeben hat, kommt der Mediziner nach Hause oder ins Büro. Der Service ist bereits in vielen großen Städten wie München, Hamburg, Frankfurt, Berlin oder Düsseldorf und zusätzlich in ‚kleineren‘ Städten wie Nürnberg verfügbar. Einer der größten Vorteile dabei sind die deutlich kürzeren Wartezeiten. Je nach Anbieter dauert es rund 35 Minuten, bis der Arzt beim Betroffenen vor Ort ist.

Fazit

Eine Erkrankung oder akute Schmerzen sind immer unangenehm. Noch schwieriger wird es, wen man zu einer Zeit krank wird, wo kein Mediziner Sprechstunde hat. Genau in diesen Fällen hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst. Es gibt sowohl eine generelle Nummer, die in allen Ländern innerhalb der Europäischen Union gilt, als auch private Anbieter, die sich auf die Vermittlung von Ärzten außerhalb der regulären Sprechstunden spezialisiert haben. Das Prinzip ist überall gleich: per Telefon bespricht man mit kompetenten Mitarbeitern das Problem und lässt sich beraten. Rasch wird ein Hausbesuch vereinbart oder die nächste geöffnete Bereitschaftspraxis genannt. Bereitschaftsdienste arbeiten unabhängig vom Notarzt, der in lebensbedrohlichen Situationen zur Stelle ist.

Durch | 24.05.2018 | Partner | 0 Kommentar

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