Daumen

Assistenzärzte sind mit der Weiterbildung unzufrieden

Assistenzärzte sind mit der Weiterbildung im Krankenhaus unzufrieden und trotzdem will ein Großteil weiter in der Klinik arbeiten.

Das Institut für Qualitätsmessung und Evaluation (IQME) hat im Auftrag vom Marburger Bund über 1100 Assistenzärzte gefragt, wie sie die Qualität Ihrer Weiterbildung zum Facharzt beurteilen.

Wir fassen die Ergebnisse für euch zusammen:

Obwohl die Anleitung von „befugten Ärzten“ erfolgen sollte, geben 23 Prozent der befragten an, dass sie vorwiegend von Kollegen eingearbeitet werden, die sich selbst noch in der Weiterbildung befinden. Insgesamt werden aber fast zweidrittel (71 Prozent) von Oberärzten und Fachärzten angeleitet.

Leider wird von sehr vielen Ärzten erwartet, dass Sie die Weiterbildungsinhalte außerhalb der täglichen klinischen Tätigkeit absoliveren. 63 Prozent der Befragten gaben an, dass während der täglichen Arbeit kaum Weiterbildungsinhalte vermittelt werden.

Innerhalb der Weiterbildung scheint es an ausreichender Struktur zu fehlen. Obwohl von den Ausbildern ein „gegliedertes Programm zu Weiterbildung“ gefordert wird, fehlt ein strukturierter Weiterbildungsplan bei 85 Prozent der Ärztinnen und Ärzte.
Auch ein entsprechendes Feedback gibt es nur bei den Wenigsten. 47 Prozent erhalten von Ihrem Ausbilder keine Rückmeldung z.B. durch ein jährliches Mitarbeitergespräch um den Weiterbildungsstand zu besprechen und einzuschätzen.

Logbücher, wie Sie von der Ärztekammer gefordert werden, benutzt nur ein Bruchteil. Nur 33 Prozent geben an mit den Logbüchern, welche bei Antrag auf Zulassung zur Facharztprüfung abgegeben werden müssen, zu arbeiten.

In Umfragen der letzten Jahre habe sich gezeigt, dass viele Mediziner Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben legen. Besonders wichtig ist dies, wenn Kinder zu betreuen sind. 22 Prozent geben an ein ensprechendes Betreungsangebot an ihrer Klinik zu nutzen. Nur 8 Prozent kennen flexible Arbeitszeiten.

Nur ca. die Hälfte (47 %) geben an, ihr Krankenhaus als Weiterbildungsstätte zu empfehlen, 53 Prozent würden dies nicht machen.

Erstaunlich ist, dass trotz sehr hoher Arbeitsbelastung über die Hälfte der Befragten (52%) sich vorstellen kann auch in Zukunft in einem Akutkrankenhaus zu arbeiten.

Im Studium hatten die meisten der Ärzte noch keine Vorstellung in welchem Fach sie ihre Weiterbildung absolvieren. Nur ein Drittel wusste schon im Studium welcher Facharzt für sie in Frage gekommen ist.

Obwohl nur ein kleiner Teil der Ärzte die Weiterbildung im ambulanten Bereich absolviert, wünschen sich viele junge Mediziner hier mehr Angebote, ohne allerdings eine ambulanten Pflichtteil absolvieren zu müssen – dies wird aus Freitext-Anworten klar.

Die gesamten Ergebnisse gibt es hier.

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