Arztgehalt USA Job Ranking

Arztgehälter USA: Das sind die 10 bestbezahlten Jobs in den USA

Jährlich veröffentlicht der US News & World Report ein Ranking der besten Jobs. Ermittelt werden unter anderem die besten Jobs im Bereich Technologie, Gesundheitswesen oder in der Wirtschaft. Unter den Auswertungen findet man auch in 2017 wieder unter anderem die zehn bestbezahlten Jobs in den USA aufgelistet. Unter diesen findet man ausschließlich medizinische Positionen.

Im Ranking der Gehälter dominieren die Mediziner

Das Ranking ergibt sich aus den ermittelten Durchschnittsgehältern. Angeführt wird die Liste von Ärzten:

RangBerufDurchschnittsgehalt (p.a.)Freie StellenArbeitslosenquote
10Zahnprothetiker161.020 USD1000,1 %
9Zahnarzt172.350 USD23.3000,1 %
8Kinderarzt183.180 USD3.6000,6 %
7Psychiater193.680 USD4.2001,2 %
6Allgemeinmediziner196.520 USD5.1000,6 %
5Kieferorthopäde221.390 USD1.5000.1 %
4Gynäkologe222.400 USD4.3000.6 %
3Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg233.900 USD1.2000.6 %
2Chirurg258.100 USD9.1000.6 %
1Anästhesist258.100 USD7.1001.7 %

Die USA ist neben Australien in Sachen Gehälter ganz vorne

Diese Durchschnittsgehälter erscheinen nicht nur vergleichsweise hoch – sie sind es auch. Nur noch Australien kommt in ähnliche Regionen wenn es um internationale Arztgehälter geht. Wenn man in den USA von Durchschnittsgehältern in leitenden Funktionen von 185.000 Euro bis 450.000 Euro ausgeht, so kann man in Australien mit 135.000 Euro bis 400.000 Euro pro Jahr rechnen.

Im Vergleich: In Deutschland verdient ein Arzt in leitender Funktion durchschnittlich 79.500 Euro bis 123.400 Euro.

Eine spannende Übersicht findet ihr in unserem Artikel: Arzt Gehalt im Ausland: Wo verdient man am meisten? Der Vergleich

Trotz hoher Gehälter: Ärzte in den USA unzufrieden mit Einkommen

Trotz der vergleichsweise hohen Einkommen und Gehälter der Ärzte in den USA fühlt sich ein Großteil noch nicht gerecht vergütet. Medscape als große Fachcommunity für Ärzte hat im Jahr 2015 19.500 Ärzte nach deren Gehälter und Zufriedenheit befragt. Demnach fühl sich im Durchschnitt etwa nur die Hälfte gerecht für ihre Arbeit und Verantwortung vergütet. Im Detail sind 48 % der Allgemeinmediziner und 45 % der Internisten mit ihrem Gehalt zufrieden.

Die Zufriedenheit ist bei den Dermatologen, Pathologen und Notfallmedizinern mit 61 % beziehungsweise 60 % am höchsten.

USA: 30.000 Euro Studiengebühren pro Semester

Diese hohen Gehaltsaussichten haben jedoch auch ihren Preis. Nirgends kostet das Medizin Studium nur annähernd so viel wie in den USA. Bis zu 30.000 Euro Studiengebühren je Semester sind dort möglich. Ein Großteil der Studenten nehmen große Kredite auf und verbringen die ersten Jahre im Job um diese Kredit wieder begleichen zu können.

In Australien, das ähnlich hohe Gehälter verspricht liegen die Studiengebühren bei niedrigeren 17.000 Euro Studiengebühren je Semester.

Auch dies ist im internationalen Vergleich jedoch sehr hoch. Mittlerweile gibt es neben Deutschland auch weitere europäische Länder die sogar ohne Studiengebühren ein Studium der Medizin ermöglichen. Einen internationalen Vergleich und viele weitere Infos gibt es in unserem Blog-Artikel: Medizin – der teuerste Studiengang – Kosten in Deutschland und Ausland

Arbeitszeiten Arzt in den USA: Über 50 Stunden ist normal

Die Firma AMA Insurance hat zuletzt in 2015 eine groß angelegte Recherche über die Arbeitszeiten von Ärzten in den USA durchgeführt. Teilgenommen haben 4.950 Ärzte im Alter von 30 bis 69. Ein Drittel davon waren Allgemeinmediziner oder Internisten. Dabei wurden folgende Werte ermittelt:

  • 14 % arbeiten weniger als 40 Stunden pro Woche
  • 36 % arbeiten zwischen 40 und 50 Stunden pro Woche
  • 26 % arbeiten zwischen 51 und 60 Stunden pro Woche
  • 13 % arbeiten zwischen 61 und 70 Stunden pro Woche
  • 5 % arbeiten zwischen 71 und 80 Stunden pro Woche
  • 5 % arbeiten über 80 Stunden pro Woche.

Somit arbeitet gut die Hälfte über 50 Stunden in der Woche und jeder Zehnte sogar über 71 Stunden in der Woche. Zusätzlich zu dieser Arbeitsbelastung kommt die Tatsache, dass Ärzte in den USA regulär weniger Urlaubstage als beispielsweise die deutschen Kollegen haben. In den USA kann man von 18 bis 20 Tagen Urlaubsanspruch sprechen. Der Paid Leave – also Urlaubstage, die wie in Deutschland bezahlt werden und auf die man bestehen kann.

Mehr als die Hälfte der Ärzte in den USA sind mit ihrer Berufswahl zufrieden

Im Rahmen der weiter oben angesprochenen Recherche und Umfrage unter 19.500 Ärzten in den USA wurde ebenfalls generell befragt wie zufrieden diese Ärzte mit ihrer Berufswahl sind. Aufgeschlüsselt wurde die Zufriedenheit in „Zufriedenheit mit dem Gehalt“, „Würden Sie sich wieder für die Medizin entscheiden“ und „Würden Sie sich wieder für Ihren Fachbereich entscheiden?“.

Die bereits mit Ihrem Gehalt zufriedenen Ärzte in der Dermatologie, Pathologie und Notfallmedizin führen das Zufriedenheitsranking gemeinsam mit den Fachärzten in der Psychiatrie an. Generell würden sich bei nahe zu jedem Fachbereich über die Hälfte der befragten Ärzte wieder für die Medizin entscheiden. Und auch beim Großteil der Spezialisten würden sich mindestens die Hälfte wieder für ihren Fachbereich entscheiden. Die gesamte Auswertung ist in der folgenden Grafik dargestellt:

PraktischArzt Berufswahl Ärzte In Den USA Zufriedenheit
Quelle: medscape

Dieses Ergebnis ist jedoch nicht befriedigend zu werten, da es auch nur selten vorkommt, dass sich überhaupt mehr als 70 % wieder für ihren Beruf als Arzt in den USA entscheiden würden.

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