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Ärzte ohne Grenzen: Medizinische Nothilfe

Viele deutsche Ärztinnen und Ärzte stellen im Laufe ihrer Karrieren ihre Arbeitskraft und ihr Können in den Dienst karitativer Projekte.
Heute möchten wir euch die Organisation Ärzte ohne Grenzen vorstellen.

Ärzte ohne Grenzen

Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans frontières, Doctors without borders) wurde 1971 gegründet und ist heute die größte internationale Organisation für medizinische Nothilfe. Sie wird zu 90% von Privatspenden finanziert. Im Jahr 1999 wurde Ärzte ohne Grenzen der Friedensnobelpreis verliehen.

Derzeit unterhält Ärzte ohne Grenzen Projekte in 70 Ländern weltweit.

Voraussetzung

Voraussetzungen für eine Mitarbeit bei Ärzte ohne Grenzen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens 2 Jahre Berufserfahrung. Zudem muss die Bereitschaft vorhanden sein, für mindestens 6 Wochen bis mehrere Monate bei der Organisation mitzuarbeiten. Erfahrungen in der Notfall- oder Intensivmedizin sowie im Umgang mit Neugeborenen und Kindern sind von Vorteil. Wichtig ist auch, sich vorher klarzumachen, dass die Einsätze in Krisengebiete führen, wo Hitze, Kälte und manche Unbequemlichkeit das Leben und die Arbeitsbedingungen erschweren. Wer bereits Reiseerfahrung in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern gesammelt hat, wird sich hier leichter tun. Darüber hinaus ist fließendes Englisch für die Kommunikation in einem internationalen Team notwendig. Kenntnisse in Französisch, Arabisch oder Russisch sind ebenfalls von Vorteil.

Ziel der ÄoG

Ziel von Ärzte ohne Grenzen ist es, in Krisensituationen gezielt und professionell auf akute medizinische Bedürfnisse der Bevölkerung zu reagieren. Dabei arbeiten sie unabhängig, unparteiisch und so neutral wie möglich.

Als Mitarbeiter werden nicht zur Ärztinnen und Ärzte gesucht, sondern auch Pflegepersonal, Hebammen, Laboranten, Medizinisch-Technisches Personal, Fachkräfte für Sanitär, Logistiker, Techniker, Kfz-Experten, Architekten und viele andere mehr.

Kostenübernahme

Ärzte ohne Grenzen übernimmt für seine freiwilligen Mitarbeiter sämtliche Reisekosten, Schutzimpfungen, Versicherungen sowie Kost, Logis und eine Aufwandsentschädigung, sodass die Helfer ihre laufenden Kosten in der Heimat decken können.
Im Gegenzug für die humanitäre Hilfe sind weitreichende medizinische und berufliche Erfahrungen im Ausland und in Krisengebieten ein Gewinn für die Mitarbeiter. Medizin dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wird, Basisversorgung zu leisten, etwas zu verbessern, in einem gut strukturierten, solidarischen Team mitzuarbeiten – das sind die Gründe, die Helfer dazu veranlassen, sich für Ärzte ohne Grenzen zu engagieren.

Engagement als Partnerarzt oder Student

Wer es sich als Arzt nicht vorstellen kann, mehrere Monate im Ausland zu verbringen, kann die Organisation als Partnerarzt und durch Infomaterial in der eigenen Praxis unterstützen.
Für Studenten gibt es die Möglichkeit, im Büro oder bei Promotionsaktionen mitzuarbeiten.

Noch mehr Informationen gibt es auf der Homepage von Ärzte ohne Grenzen.

https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/

Lass dich inspirieren! Vielleicht ist humanitärer Einsatz ja etwas für dich?

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