Ärzte in Fernsehserien

Ärzte im Fernsehen – das Märchen vom Alleskönner!

Ärzte im Fernsehen : Arztserien gehören im deutschen Fernsehen noch immer zu den beliebtesten Sendungen überhaupt, sei es Emergency Room, Dr. House, Greys Anatomy oder deutsche „Klassiker“ wie „Schwarzwaldklnik“ oder „Stefan Frank, der Arzt dem die Frauen vertrauen“! Derartige Sendungen prägen das Bild des Arztes in der Allgemeinbevölkerung und haben sogar schon viele dazu bewogen selbst Arzt oder Ärztin zu werden.

Aber was stimmt eigentlich nicht an den Fernsehkliniken? Hier unsere nicht ganz ernst-gemeinte Zusammenfassung:

Ärzte haben viel Zeit für Beziehungen und arbeiten kaum!

Vorreiter der Arztserien war in Deutschland natürlich „die Schwarzwaldklinik“. Eine kleine Klinik im ländlichen Idyll wo Streß keine Rolle spielte, der Chefarzt sich als lieber netter Onkel präsentierte und immer viel Zeit für die Patienten hatte. Daneben gab es einen Arzt gespielt von Sascha Hehn, dessen Hauptaufgabe es war, gut auszusehen und sich in verschiedene Beziehungen zu stürzen.

Schon damals war klar: Ärzte haben ein ziemlich lockeres Leben und einen völlig entspannten Arbeitsplatz. Auch bei neueren Sendungen wie z.B. „Greys Anatomy“ bleibt viel Zeit für Beziehungsstress!

Fakt ist: Wir arbeiten wenig und haben viel Zeit für unsere Beziehungen.

Jeder Arzt kann alles!

Dass bei Dr. House nicht gearbeitet wird, kann man nicht sagen. Hier arbeiten die Ärzte teilweise rund um die Uhr. Vielleicht liegt es an den vielen Stunden in der Klinik, dass ein Arzt anscheinend alles gelernt hat. Als Assistenarzt mal eben einen Herzkatheter gemacht? Kein Problem! Der gleiche Arzt mal eben in der nächsten Folge alleine eine Kraniotomie durchgeführt? Warum nicht! Viszeralchirurgisch mal schnell ein Hepatozellulöäres-CA entfernt! Easy!

Patienten in der realen Welt können daher auch kaum verstehen, warum der Assistenzarzt ihre „Wehwechen“ nicht gleich sofort auf wundersame Weise heilt, schließlich machen wir ja sonst viel „krassere“ Sachen.

Fakt ist: Wir Ärzte können alles!

Die Ärzte sind Wunderheiler und Patienten heilen auf wundersame Weise!

Damit der Fernsehzuschauer nach der Sendung auch beruhigt schlafen kann, muss es immer ein Happy-End geben. Schön, dass Patienten auch nach den schwersten OP’s bereits am Folgetag wieder TopFit auf der Matte stehen. Entweder sind unsere TV-Kollegen Wunderheiler oder die TV-Patienten sind um einiges Zäher als in der reellen Welt.

Fakt ist: Wir Ärzte können alles und jeden Heilen!

In der Klinik ist alles schön!

Wenn man sich mal die Fernsehkliniken anschaut, ist eigentlich immer alles schön! Da liegen Patienten im besten Alter in ihrem Bettchen rum und sind entweder quietschvergnügt oder komatös. Natürlich immer top gestylt! Aber wie sieht es mit der Realität dazwischen aus? Warum sehen wir nicht irgendwelche brechenden Durchfall-Patienten? Oder völlig verwahrloste Demenz Patienten die auf dem Gang herumirren!?

Fakt ist: Wir haben ein tolles Patientenklientel!

Styling ist alles –Ärzte/Ärztinnen sind immer schön!

Nicht nur die Kliniken sind im Fernsehen wunderschön, auch die Ärzte und Ärztinnen!

Über Schönheit lässt sich ja bekanntlich streiten. Fakt ist, dass die Belegschaft im Fernsehen immer gut aussieht. Viele weibliche und männliche Fernsehkollegen sollten eher bei Schönheitswettbewerben mitmachen, denn auch ein 24-Stunden-Dienst tut deren Schönheit keinen Abbruch! Wenn man sich selbst dagegen manchmal nach den Diensten im Spiegel anschaut, sieht man mit den Augenringen aus wie ein Pandabär, der gerade einen Hurrikan überlebt hat.

Fakt ist: Wir Ärztinnen und Ärzte sind zu jeder Tages- und Nachtzeit schön!

Was haben wir uns doch für einen perfekten Beruf ausgesucht. Bei so vielen Vorteilen ist es eigentlich klar, dass die Wartezeit für einen Medizinstudienplatz so viele Jahre dauert und jeder Arzt werden will! Findet Ihr nicht auch?

Na dann, allen hübschen Medizinern/innen viel Spaß bei der wenigen und stressfreien aber vielfältigen Arbeit mit jungen, unkomplizierten Patienten in einem perfekten Krankenhaus!

Bildnachweis: Thomas Hawk via photopin cc

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