Umfrage Medizinstudenten 10 Wichtigste Dinge Im Job

Umfrage Medizinstudenten: die 10 wichtigsten Dinge im Arztjob

Einen Studienplatz für ein Medizinstudium zu ergattern ist schwierig. Hat man es geschafft, steht ein herausforderndes Studium an, auf das man sich voll fokussieren muss. Doch was folgt nach dem Studium? Was ist später wichtig im Job als Arzt?

Viele Medizinstudenten haben bestimmte Vorstellungen von ihrem späteren Berufsleben. Es sind Hoffnungen und Träume, die während des Studiums und darüber hinaus motivieren. Das Berufsmonitoring der Kassenärztliche Bundesvereinigung liefert einen facettenreichen Einblick in die Gedankenwelt angehender Mediziner.

Die Top Ten: Darauf legen angehende Ärzte besonders viel Wert

Platz 10: Teamarbeit

63,6 Prozent der Medizinstudenten legen viel Wert darauf, in Teams mit Ärzten verschiedener medizinischer Fachgebiete bzw. Fachrichtungen zusammenzuarbeiten. Der Grund: So kann sich fundiertes Wissen perfekt ergänzen. Davon profitiert vor allem der Patient, der ganzheitlich betrachtet wird und maßgeschneiderte Therapiepläne erhält. Aber auch Ärzten hilft der intensive Austausch weiter. Wer jeden Tag über den Tellerrand schaut, bildet sich weiter – und nur so können neue Blickwinkel entstehen.

Platz 9: Umfassendes Patientenbild 

Arbeit wie am Fließband – davon halten Medizinstudenten nichts. Sie möchten sich auf ihre Patienten einlassen. Für 72,1 Prozent (wichtig bis sehr wichtig) gehört dazu auch, neben der Krankengeschichte auch die Lebensumstände der Patienten zu kennen. Nur so lassen sich allumfassende Therapiekonzepte entwickeln, die nicht nur Symptome behandeln, sondern vor allem den Ursachen auf den Grund gehen.

Platz 8: Breites Behandlungsspektrum 

Abwechslung ist 74,1 Prozent der angehenden Medizinern wichtig bis sehr wichtig. Sie möchten ein möglichst großes Spektrum an Krankheiten behandeln. Denn: Wer immer wieder vor neuen Herausforderungen steht, wächst mit ihnen – und lernt dabei viele neue Bereiche der Medizin kennen.

Platz 7: Kinderbetreuung während der Weiterbildung

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf umfasst auch die Kinderbetreuung während der Weiterbildung. Regelmäßige Fortbildungen während und nach der Facharztausbildung gehören für Ärzte einfach dazu. Aus diesem Grund ist es 80,9 Prozent der Befragten wichtig bis sehr wichtig, dass ihre (zukünftigen) Kinder während dieser Zeiten gut betreut werden.

Platz 6: Gute Verdienstchancen

Die langen Studienjahre ziehen auch eine gute Rendite nach sich – der Arztberuf gehört zu den besser bezahlten Berufen in Deutschland. 82,2 Prozent der Medizinstudenten geben an, dass gute Verdienstmöglichkeiten ein wichtiger bis sehr wichtiger Anreiz seien. Wie viel Ärzte verdienen, hängt vor allem von der Karrierestufe und der Dauer der Berufsausübung ab. Alles dazu im Überblick Arzt Gehalt.

Platz 5: Flexible Gestaltung von Arbeitszeiten 

Flexibilität und geregelte Arbeitszeiten ist für die Nachwuchsmediziner sehr wichtig. 83,8 Prozent der Befragten finden flexible Regelungen wichtig bis sehr wichtig. Der Trend geht klar zu Family First, die junge Generation ist nicht mehr bereit, Versorgungslücken bedingungslos auf Kosten der eigenen Lebensplanung zu schließen.

Platz 4: Geregelte Arbeitszeiten 

Ob Notdienste oder volle Praxis – der Arztberuf ist kein klassischer 9-to-5-Job. Doch geregelte Arbeitszeiten sind 84,1 Prozent der Medizinstudenten wichtig bis sehr wichtig. Hier gilt es, Kompromisse zu finden und entsprechende Ausgleiche zu schaffen. Hier müssen die Kliniken neue Wege finden, um die jungen Mediziner zufrieden zu stellen.

Platz 3: Abwechslungsreicher Arbeitsalltag

Mit 92,4 Prozent (wichtig bis sehr wichtig) der Stimmen landet der abwechslungsreiche Arbeitsalltag auf dem dritten Platz. Dass der Arztberuf abwechslungsreich ist, lässt sich nicht bestreiten. Jede Krankheit, jeder Patient ist anders – hier kommt es darauf an, flexibel zu reagieren und sich schnell auf neue Situationen einzustellen.

Platz 2: Der neueste Stand der Wissenschaft

Ja, einige Weisheiten gelten ewig und haben sich über Jahrzehnte bewährt. Doch Medizinstudenten wollen mehr – sie sind wissenshungrig. 94,4 Prozent von ihnen gaben an, dass es ihnen wichtig bis sehr wichtig sei, auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein. Immerhin: Neue Therapien und Verfahrensansätze erleichtern die tägliche Arbeit und erhöhen die Erfolgsquote.

Platz 1: Vereinbarkeit von Familie und Beruf 

Der Arztberuf nimmt im Leben der Mediziner einen hohen Stellenwert ein. Doch: Fast allen Medizinstudenten (94,7 Prozent) ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig bis sehr wichtig. Family First – erst Familie, dann Beruf – dies ist das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des passenden Arztjobs für Nachwuchsmediziner.

Was ist Euch wichtig nach dem Medizinstudium? Einfach unter dem Artikel kommentieren.

1 Kommentar

  1. Lisa Weber 06.11.2018 um 12:53 - Antworten

    Also schöner Bericht und informativer erstmal.
    Ich selber habe auch Medizin studiert und könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich die auch wieder machen. heutzutage kann ich kaum glauben, wie vielen Menschen davon abgeraten wird, obwohl sie sich doch dafür interessieren.

    Diesem Beruf wird im allgemeinen eine gewisse „Ausbrennen“ nachgesagt, was natürlich ein Faktor ist, welchen man sich bewusst sein sollte. Laut einer Umfrage löst der Job schon bei vielen Ärzten den „Burnout aus“.

    Hier der Link zur Studie.

    ich finde aber, dass das auch davon abhängt, in welchem medizinischen Bereich man sich am Ende verwirklicht.

    z.B kann man auch anstatt dem Weg der Ärztin, den des Lehrers anstreben.

    Ich für meinen Teil würde nun keinen anderen Beruf mehr ausüben wollen.

    Viele Grüße aus Köln,

    Lisa

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