Tipps und Tricks zur Bewerbung

Das Examen ist geschafft, ihr seid bereit für den Einstieg ins Berufsleben. Fehlt nur noch eine knackige Bewerbung, die den Chefs und Personalern Lust machen soll, euch genauer kennen zu lernen. Mit unseren Tipps und Tricks zur Bewerbung helfen wir euch, diese Hürde zu nehmen.

Die Bewerbungsunterlagen vorbereiten

Vorsicht, das dauert länger als man denkt: Es können leicht mehrere Wochen vergehen bis der CV perfektioniert, das Bewerbungsbild geschossen und die Unterlagen zusammengesucht sind.

Je früher ihr beginnt, desto besser. Gut ist es, schon im Studium Referenzen für HiWi-Jobs, Nebentätigkeiten, Vereinsmitgliedschaften, extrakurrikuläres Engagement, Stipendien usw. zu sammeln und parat zu halten. Auf nachgeforderte Zeugnisse muss man unter Umständen warten. Denkt also immer daran, euch alles bescheinigen zu lassen und für Jobs und PJ-Tertiale Arbeitszeugnisse anzufordern.

Alle Dokumente sollten im Copyshop auf schweres, weißes 100g-Papier gedruckt werden.
Ökopapier, schiefe Druckränder oder Schmierer vom Tintenstrahldrucker sind bei der Bewerbung absolute No-Gos! Das Bewerbungsbild gehört auf den Lebenslauf in die rechte, obere Ecke.

Auch ganz wichtig: Kauft hochwertige Bewerbungsmappen aus Karton und entscheidet euch für eine konservative Farbe wie creme, blau, dunkelrot oder schwarz. Diese Mappen können durchaus 5 Euro pro Stück kosten. Wer hier sparen will, spart am falschen Ende.

Die Bewerbungsmappe ist eure Visitenkarte. Hier zeigt ihr, wie wertvoll euch die Bewerbung ist. Mappen, die nicht aufgeschlagen auf dem Tisch liegen bleiben, werden oft direkt aussortiert. Elegant sind dreigeteilte Bewerbungsmappen, bei denen man links das Anschreiben, mittig den Lebenslauf und rechts die Referenzen einsortieren kann.

Kosten für die Bewerbung kann man übrigens bei der Steuererklärung geltend machen, also: Belege aufbewahren!

Bitte recht freundlich – Das Bewerbungsbild

Das Bewerbungsbild muss aktuell sein und soll unbedingt von einem guten Fotografen gemacht werden. Private Bilder, die übriggebliebenen biometrischen Passbilder oder Automatenbilder sind nicht brauchbar. Ein Shooting für ein Bewerbungsbild kann bis zu zwei Stunden dauern und darf auch etwas kosten: Zwischen 40 und 120 Euro müsst ihr dafür einplanen.

Ein guter Fotograf will wissen, in welchem Beruf ihr arbeiten wollt, nimmt sich Zeit, lässt euch das Outfit wechseln und findet gemeinsam mit euch die passende Haltung und Pose. 4-7 Tage kann es dauern, bis die Bilder nachbearbeitet und geschnitten sind. Eine digitale Version für eure Online-Bewerbungen muss auf alle Fälle im Paket dabei sein! Ob Farbfoto oder Schwarzweißbild ist dem persönlichen Geschmack überlassen, Farbfotos sind in der Medizin aber gängiger.

Die Bewerbung maßschneidern und perfektionieren

Was euch mit großer Sicherheit nicht euren Traumjob beschert, sind 08/15-Pauschalbewerbungen, denen man ansieht, dass nur die Anrede geändert wurde. Ihr wollt genau diese Stelle? Dann müsst ihr begründen, warum ihr euch auf diese Stelle bewerbt. Bei Unikliniken sollte die Bewerbung Bereitschaft zur Forschung oder zum Engagement in der Lehre signalisieren. Informiert euch genau, welche Forschungsthemen von der Abteilung bearbeitet werden. Ist etwas dabei, das euch besonders anspricht? Habt ihr in der Doktorarbeit etwas Ähnliches gemacht? Reinschreiben! Sucht ihr ein großes Haus mit breitem Spektrum? Ein kleineres Haus mit familiärer Atmosphäre?

Begründet für den Chef, warum genau ihr die perfekte Ergänzung für sein Team seid. Habt ihr außerhalb des Studiums Fähigkeiten erworben, die wertvoll sind und das Team bereichern können? Hierzu zählen Fremdsprachen, Verantwortungspositionen in Vereinen oder Sportgruppen, Engagement in der Fachschaft oder zusätzliche Studienfächer. Ziel der Bewerbung ist es, euch interessant zu machen, eure Vielschichtigkeit zu zeigen und euch von der Masse abzuheben.

Den Empfänger vorbereiten

Egal ob ihr euch auf eine ausgeschriebene Stelle oder initiativ bewerbt – es ist immer lohnenswert, vorher beim zuständigen Chef anzurufen. Das hat mehrere Gründe.

Nichts ist öder als die Phase „Hiermit bewerbe ich mich auf eine Stelle in Ihrem Hause“.
Viel besser ist es, wenn man sich auf ein Telefonat beziehen kann und der Chef womöglich schon einmal von einem gehört hat. „Bezugnehmend auf unser freundliches Telefonat vom 05.07. übersende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen“ oder „Für unser freundliches Telefonat am 05.07.2015 möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken“ sind attraktivere erste Sätze, die eure Bewerbung herausstechen lassen. Und: Wenn aus dem Anschreiben hervorgeht, dass ihr bereits mit dem Chef gesprochen habt, wird es kein Personaler und keine Vorzimmerperson wagen, die Bewerbung zurückzuschicken, ohne dass der Chef sie gesehen hat.

Telefonisch könnt ihr herausfinden, in welcher Form der Chef eure Bewerbung bevorzugt. Klassisch in Papierform, schnell per Email oder sogar als Upload in einem Bewerbungsportal? Manche Chefs haben hier klare Präferenzen. Wenn ihr euch danach richtet, könnt ihr punkten.

Wenn euer Traumarbeitgeber keine Stelle ausgeschrieben hat, könnt ihr telefonisch nachfragen, ob ihr dennoch eure Bewerbungsunterlagen einsenden dürft. Da sich Personalsituationen schnell ändern können, werdet ihr hier oft ein „Ja, bitte“ als Antwort erhalten. Solltet ihr dennoch ein „Nein, aktuell nicht“ als Antwort bekommen, gibt es noch einen guten Trick: Sagt dem Chef, dass sie am liebsten bei ihm arbeiten würden. Wenn das aktuell nicht möglich ist, fragt welches Haus denn ähnlich gut sei, ob Ihr euch dort bewerben dürft und ob ihr euch auf ihn beziehen dürft. So kommt ihr an eine persönliche Empfehlung. Wahrscheinlich ist es aber, dass der Chef euch nun doch um eure Bewerbungsunterlagen bittet, bevor er euch an die „Konkurrenz“ empfehlen muss.

Die Bewerbung rausschicken

Ihr habt mit dem Chef telefoniert, er war interessiert und hat um eure Bewerbungsunterlagen gebeten? Super! Jetzt aber schnell in die Post mit der Bewerbung! Binnen 3 Tagen nach dem Gespräch müssen eure Unterlagen bei der Zielperson auf dem Schreibtisch liegen, sonst ist der Vorteil durch das Telefonat dahin. Eure Bewerbung wird jetzt erwartet!
Wenn es die Möglichkeit gibt, ist es auch sehr elegant, die Unterlagen persönlich abzugeben. Kleidet euch für diesen Anlass angemessen. Es kann durchaus sein, dass ihr dem Chef begegnet, wenn ihr im Zimmer der Sekretärin steht. Seid auf diese Begegnung vorbereitet und ruft euch vorher noch einmal den Namen des Chefs inklusive korrektem Titel ins Gedächtnis.

Und nun kann es losgehen! Wir wünschen euch viel Erfolg für die Bewerbung!

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