Niederlassen oder anstellen lassen?

Wer in die Niederlassung will, muss nicht unbedingt alles alleine stemmen. Eine Anstellung in einer Praxis oder einem MVZ sind ebenfalls attraktive Möglichkeiten, Erfahrungen in der Niederlassung zu sammeln.

Zwei Fragen muss man sich in der Überlegung „Anstellung oder Niederlassung“ stellen:
1) „Bin ich bereit die Investitionskosten zu tragen?“
2) „Will ich mein eigener Chef sein?“

Eigene Praxis verursacht Gründungskosten

Die Investition in eine Praxisübernahme oder eine Neugründung ist hoch. Die Summe kann leicht in den sechsstelligen Bereich gehen, sodass man einer jahrelangen Kreditzurückzahlung entgegenblickt. Wer aber seine Zukunft definitiv in der Niederlassung sieht, die Summe mit ausreichend Eigenkapital und einem guten Finanzierungsplan stemmen kann sowie sein eigener Chef sein möchte, kann das Wagnis eingehen.

Anstellung bedeutet Flexiblität

Mehr Flexibilität hat man als Arzt in Anstellung. Eine Anstellung in der Niederlassung kann in einer Vertragsarztpraxis, einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ), einer Job-Sharing-Gemeinschaft oder einer Berufsausübungsgemeinschaft erfolgen. Da keine Investitionssumme nötig wird, kann man sich das Praxisleben ohne große Risiken in Ruhe anschauen. Die betriebswirtschaftlichen und administrativen Aufgaben bleiben hier nicht an einem selbst hängen, sodass man sich voll und ganz auf die berufliche Haupttätigkeit konzentrieren kann. Zudem besteht so die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und sich ein genaues Bild zu machen, was in der eigenen Praxis auf einen zukommt.

Win-Win-Situation

Für den Praxisinhaber, der andere Ärzte einstellt, hat das Arrangement auch Vorteile: Er kann durch seine Mitarbeiter sein Leistungsspektrum erweitern, wenn diese besondere Fachspezialisierungen mitbringen. Übrigens ist auch in gesperrten Planungsbereichen die Anstellung von Ärzten in Vertragsarztpraxen oder einem MVZ möglich, sofern Praxisinhaber und angestellter Arzt dasselbe Fach ausüben und der bisherige Umfang der Praxis nicht ausgeweitet wird.

Niederlassen Oder Anstellen Lassen Als Arzt

Zuletzt sind auch die Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung durchlässiger geworden, was bedeutet, dass ein Arzt auch gleichzeitig an einem Krankenhaus und in einer Praxis angestellt sein darf, sofern das Arbeitszeitgesetz eingehalten wird.

Niederlassung = Familienfreundlich

Egal ob angestellt oder selbstständig: es gibt in der Niederlassung zahlreiche Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinen. Die Möglichkeit der Teilzulassung kann hier auch eine gute Lösung sein. Seit kurzem gibt es für niedergelassene Ärztinnen die Möglichkeit, sich nach der Geburt eines Kindes für 12 statt nur für 6 Monate vertreten zu lassen. Zur Kindererziehung können sich beide Elternteile bis zu 3 Jahre vertreten lassen. Zur Pflege eins Angehörigen gibt es 6 Monate Vertretungszeit. Eine weitere familienfreundliche Neuerung: Seit kurzem ist die Residenzpflicht aufgehoben, was bedeutet, dass der Ort des Wohnsitzes nun unabhängig vom Praxisstandort gewählt werden kann.

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