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praktischArzt Arzt & Karriere Medizinjournalismus

Medizinjournalismus

Medizinjournalismus
Zuletzt aktualisiert: 08.01.2025
Themen: Sonstige Berufsfelder
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Der Arzt als Medizinjournalist

Medizinjournalismus ist ein interessantes Tätigkeitsfeld für Ärzte, die sich nicht in der direkten Patientenversorgung sehen und ein Händchen für das geschriebene Wort haben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Arzt als Medizinjournalist
  2. Wie wird man Medizinjournalist?
  3. Promotion ist ein Muss
  4. Wie wird man Fachbuchautor?
  5. Der Verdienst
  6. Große Verantwortung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, als Medizinjournalist zu arbeiten: Anstellungen in der Pharmaindustrie, bei Buchverlagen oder in Pressestellen großer Kliniken, freies Bloggen oder freischaffende Tätigkeiten, beispielsweise für Health-Care-Agenturen, Produkthersteller oder alternativmedizinische Präparate sind möglich.

Wie wird man Medizinjournalist?

Die meisten Medizinjournalisten haben Medizin oder ein anderes naturwissenschaftliches Fach studiert und darüber die notwendige fachliche Expertise erlangt. Das Schreiben ist jedoch nicht nur Talent, sondern ein Handwerk, das erlernt werden will: Meist ist ein Abschluss in Journalistik oder Publizistik notwendig, oder ein abgeschlossenes Volontariat bei einem Verlag. Die meisten Verlage, darunter auch unser Partner Thieme, bilden ihre eigenen Volontäre aus. Die Plätze sind begehrt, die anschließenden Einstellungsschancen werden als gut eingeschätzt.

Promotion ist ein Muss

Um ernst genommen zu werden, sollte man als medizinischer Fachautor unbedingt promoviert haben. Man muss außerdem sehr gut recherchieren können und die gängigen Fachjournale kennen.

Eine gewisse Frustrationstoleranz ist besonders zu Beginn notwendig: Man muss Kritik einstecken und umsetzten können und häufig mehrere Korrekturschleifen aushalten, bis der Kunde schließlich zufrieden ist. Medizinjournalisten sind meist nicht auf ein bestimmtes Thema spezialisiert, sondern müssen bezüglich ihres Wissens breit aufgestellt sein. Da medizinisches Wissen eine kurze Halbwertszeit hat bedeutet das: Ständig Fort- und Weiterbildung in Eigeninitiative.

Wie wird man Fachbuchautor?

Wer sich in Fachzeitschriften mit hochwertigen Artikeln profiliert, kann die Aufmerksamkeit eines großen Verlags erlangen und als Fachbuchautor entdeckt werden. Für die großen Medizinliteraturverlage ist es vor allem wichtig, dass ihre Autoren die fachliche Qualifikation für das entsprechende Buch oder Kapitel haben, und gut schreiben können.

Professor muss man also nicht unbedingt sein, um Fachbuchautor zu werden. Richtet sich die Literatur jedoch an Studierende der Medizin, wird es gern gesehen, wenn sich der Autor auch in der Lehre engagiert.

Der Verdienst

Wer als Medizinjournalist eine Festanstellung findet hat Glück. Pharmaindustrie und Rundfunk bieten tendenziell die höchsten Gehälter. Die meisten Medizinjournalisten sind jedoch freischaffend tätig und werden pauschal nach Arbeitsstunden oder nach ZmLZ (Zeichen mit Leerzeichen) bezahlt.

Mit wachsender Berufserfahrung steigt die Vergütung, grundsätzlich gibt es aber weite Bandbreite was die Honorare angeht. Von 80€ pro Artikel bis 90€ die Stunde ist alles möglich.

Mit dem Verkauf der Artikel gibt man die Nutzungsrechte daran komplett ab. Werden die Artikel weiterverkauft, bekommt man als Autor ein zusätzliches Honorar. An das Tarifgehalt eins Arztes reicht der Verdienst eines Medizinjournalisten jedoch nicht heran.

Große Verantwortung

Artikel mit medizinischem Inhalt haben eine große Öffentlichkeitswirkung. Darum gilt im Verband deutscher Medizinjournalisten das Berufsethos: „Keine falschen Hoffnungen, keine falschen Versprechungen, keine falschen Ängste“. Die Verantwortung, wichtige medizinische Informationen in einfacher, korrekter und allgemein verständlicher Sprache an die Öffentlichkeit zu bringen, ist dementsprechend hoch.

Der große Vorteil des Journalistenberufs sind die flexiblen Arbeitszeiten. Als freischaffender Journalist kann man sich den Tagesablauf komplett selbst einteilen, aber auch in der Festanstellung ist die Kernzeit flexibel. Nacht- und Rufdienste fallen hier ebenfalls weg – damit ist der Job deutlich familienfreundlicher als jeder Klinikberuf. Wer in Teilzeit im Krankenhaus arbeitet, kann Medizinjournalismus auch gut mit der Kliniktätigkeit verbinden.

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