Als Arzt in die Forschung

Ein spannendes Tätigkeitsfeld für Mediziner, die sich nicht oder nicht ausschließlich in der Patientenversorgung sehen, ist die Forschung. Manche kommen schon im Rahmen der experimentellen Doktorarbeit mit der Arbeit im Labor in Berührung. Aber auch ein späterer Quereinstieg ist möglich.

Viele Wege führen in die Forschung

Für Ärzte führen viele Wege in die Forschung: Als junger Promovend machen diejenigen, die sich für eine experimentelle Doktorarbeit entschieden haben, ihre ersten Gehversuche in der Forschung. Wird später die Habilitation angestrebt, muss parallel zum Klinikalltag geforscht werden.
Manche finden ihre Berufung zur Forschung erst später, etwa wenn die Begeisterung am Patientenkontakt abflaut, oder eine neue Herausforderung im Beruf gesucht wird.

Gleichzeitig forschen und Arzt sein ist schwierig

Forschung parallel zum Klinikalltag zu betreiben ist anstrengend. Meist laufen die Experimente dann nach Feierabend, Nachts oder am Wochenende und strapazieren das Freizeitkonto enorm.

Mancherorts werden aber Anstrengungen unternommen, um die Forschung und ärztliche Tätigkeit besser unter einen Hut zu bekommen: Einige Universitäten bieten in interdisziplinären Forschungseinrichtungen einer ausgewählten Anzahl von Assistenten die Möglichkeit, einige Monate auf eine Forschungsstelle zu rotieren. Dort können junge Ärztinnen und Ärzte in Vollzeit ihre Forschungsthemen weiter verfolgen oder sich in den Arbeitsgruppen ihrer Fachabteilungen einbringen – bei gleichen Gehalt nach TV-Ä. Teilweise lässt sich die Forschungsrotation sogar auf die Weiterbildungszeit anrechnen.

Ähnlich ist das sogenannte „Forschungsfrei“ für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Habilitation voranbringen möchten. Hierfür müssen jedoch meist von der forschenden Person selbstständig Drittmittel eingeworben werden, von denen das eigene Gehalt in der forschungsfreien Zeit und die Ausgaben der Arbeitsgruppe finanziert werden.

Forschende Fachärzte

Es gibt auch einige Fachärzte, die sich hauptsächlich mit Forschungsthematiken befassen: Dazu gehören Anatomen, Biochemiker, Physiologen, Humangenetiker und Mikrobiologen. Hier landet man automatisch hinter der Bench und an der Pipette.

Um den Forschungsnachwuchs zu sichern und zu unterstützen, bieten einige deutsche Universitäten mittlerweile forschungsbezogene Parallelstudiengänge zum Fach Humanmedizin an, um junge Mediziner für die Forschung zu motivieren. Dafür müssen selbstverständlich Abstriche an der Freizeit und an den Semesterferien gemacht werden – wer sich aber durchbeißt, hat am Ende neben der ärztlichen Approbation nicht nur den Master of Science in experimenteller Medizin erworben, sondern auch die Möglichkeit der Promotion als Dr. rer. nat – zusätzlich zum Dr. med. Beste Voraussetzungen für den Einstieg in die Forschung!

Ein tiefenentspanntes Berufsleben hat man aber auch in der Forschung meistens nicht. Zwar ist die Arbeitszeit flexibler gestaltbar als im durchgetakteten Klinikalltag. Wenn aber die Experimente es verlangen, sind lange Arbeitstage und Versuche bis tief in die Nacht auch keine Seltenheit. Grundsätzlich brauchen Forscher eine hohe Frustrationstoleranz, Hartnäckigkeit, eine gewisse Kreativität und eine große Begeisterung für ihren Forschungsbereich. Um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben ist die regelmäßige Lektüre von aktuellen Veröffentlichungen Pflicht. Ein gesundes Selbstbewusstsein für Posterpräsentationen und Kongressauftritte kann ebenfalls nicht schaden.

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